Rezension/Kritik - Online seit 12.10.2005. Dieser Artikel wurde 5074 mal aufgerufen.

Willis wilde Wühlerei

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Autor: Marco Teubner
Verlag: Goldsieber Spiele
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 3 - 6
Dauer: 30 - 50 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
Ranking: Platz 4288
Willis wilde Wühlerei
Tags:Tiere

Spielziel

Sobald im Herbst die Eicheln von den Bäumen gefallen sind, machen sich die Wildschweine auf, möglichst viele davon einzusammeln und zurück zur Heimatwiese zu bringen.

Ablauf

Der Spielplan besteht aus 4-6 Teilen, je nach Spieleranzahl. Darauf werden Drehplatten gelegt, und so ergibt sich eine Waldlandschaft mit den Trampelpfaden der Wildschweine. Diese führen zu den Wiesen, von denen die Wildschwein-Figuren starten. Auf dem Spielplan werden zufällig Eichelsteine offen verteilt.

Jeder Spieler erhält neben seiner Wildschwein-Figur eine Sack-Karte seiner Farbe, auf der unterwegs die eingesammelten Eichelsteine verwahrt werden, und vier Spielkarten vom verdeckten Stapel. Diese Spielkarten zeigen Zahlenwerte oder auch Sonderaktionen. Dazu gleich mehr.

Reihum ist jeder Spieler am Zug und macht seinen Spielzug: Es wird eine der vier Handkarten ausgespielt. Bei einer Zahlenkarte wird das eigene Wildschwein um exakt diese Anzahl bewegt. Bei einem Joker steht es dem Spieler frei, sich 1 bis 6 Felder weit zu bewegen. Dabei biegen die Wildschweine an Kreuzungen nicht ab, sonder laufen immer geradeaus. Auch ändern sie die Richtung nicht. Wenn dort, wo das Wildschwein zum Stehen kommt, eine Eichel liegt, wird sie eingesammelt und auf die eigene Sack-Karte gelegt.

Eicheln abjagen

Wird bei der Bewegung ein anderes Wildschwein von hinten überholt, dürfen Eicheln abgejagt werden. Aus dem Sack des überholten Wildschweins wird die Hälfte der Eicheln geklaut (evtl. aufrunden).

Die Wiesen

Landet ein Wildschwein auf einer Wiese, ist es dort zunächst sicher und kann sich im nächsten Zug entscheiden, welchen Eingang in den Wald es nehmen möchte. Handelt es sich um die eigene Wiese, werden nun alle Eicheln im Sack auf die Wiese gelegt und können fortan nicht mehr von den Mitspielern stibizt werden.

Sonderaktionen

Statt der Zahlenkarten gibt es noch einige Sonderaktionen. Zwar wird dadurch das eigene Wildschwein nicht gezogen, aber es kommt Bewegung in den Wald. Die Sonderaktionen reichen vom Richtungsechsel des eigenen Wildschweins oder denen der Mitspieler, über das Drehen der Drehplatten, das erneute Anordnen der Eicheln auf einer Drehplatte, bis hin zum Loch im Sack, mit dem ein Mitspieler die Hälfte seiner Eicheln verliert.

Nach dem Zug eines Spielers zieht er zwei Karten vom Stapel und wählt eine davon aus. Die andere wird auf den offenen Alagestapel geworfen.

Das Spiel endet, sobald ein Spieler eine bestimmte, von der Spieleranzahl abhängige Menge Eicheln auf seine eigene Wiese schaffen oder eine gleichfalls bedingte Anzahl Eicheln auf seiner Wiese und seinem Sack sammeln konnte.

Fazit

Das Spielmaterial ist im Ganzen sehr ansprechend. Der Spielplan und die Drehplatten funktionieren gut und vermitteln eine schöne Waldatmosphäre. Für die Eichelmarker wurde sogar auf Holzscheiben zurückgegriffen.

Die Spielregeln sind vollständig und detailliert. Alle Karten werden genau beschrieben und werden mit Abbildungen unterstützt.

Das Spiel bietet ein einfaches und leicht verständliches Spielprinzip. Natürlich gehört Glück dazu, die richtigen Karten auf die Hand zu bekommen. Das Nachziehen von zwei Karten ist sehr hilfreich, um dem Kartenglück oder Unglück jedoch etwas entgegen zu wirken.

Die Aktionskarten sind recht nützlich, doch jede dieser Karten, die ich mir für einen späteren Zeitpunkt aufheben möchte, schränkt die zur Auswahl stehenden Bewegungskarten ein.

Das Drehen der Spielplanteile und die sich dadurch verändernden Wege machen das Besondere von Willis wilde Wühlerei aus.

Interaktion und Spieldauer hängen von der Spieleranzahl ab. Gerade bei zwei Spielern kommt es schnell dazu, dass jeder Spieler seinen Weg geht. Überholen und Abjagen von Eicheln findet gar nicht oder kaum statt. Bei 5 oder 6 Spielern kann es zu so viel Interaktion kommen, dass der Eindruck eines unkalkulierbaren Spielverlaufs entsteht. Auch bedeutet es längere Wartezeit bis zu nächsten eigenen Spielzug, also einer längeren Gesamtspielzeit, für die die Spannung nicht immer anhält.

Ideal finde ich die Partien mit 3-4 Spielern. Hier gelingt die Verteilung zwischen eigenen Aktionen und Interaktion, sowie Spannungsbogen und Spieldauer gut.

Willis wilde Wühlerei kann in Kinderrunden gut spielt werden, sogar mit Kindern unter der Altersgrenze, wenn man Ihnen die Bedeutung der Karten vorher erklärt und sie so nicht zwingend lesen können müssen. Als schönes Spiel für zwischendurch habe ich es auch in Spielrunden ohne Kinder erlebt, vorausgesetzt man erhebt keine hohen taktischen Ansprüche.

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Willis wilde Wühlerei: 3,6 3,6, 7 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.09.05 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.04.05 von Jochen Traub - Die Aktionskarten sind bei uns nicht zum Einsatz gekommen, da der Spieler dadurch einen gesamzen Zug verliert. Dadurch hat jeder mehr oder weniger vor sich hin gesammelt und die Interaktion und Aktion hat gefehlt.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.04.05 von Clemens Schollenberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.05.05 von Nicole Biedinger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.05.05 von Uta Weinkauf
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.07.05 von Peter Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.10.05 von Jens Hillen

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