Rezension/Kritik - Online seit 27.12.2020. Dieser Artikel wurde 731 mal aufgerufen.

Würfel-WG

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Autor: Alexander Pfister
Johannes Krenner
Verlag: KOSMOS
Rezension: Birgit Irgang
Spieler: 2 - 4
Dauer: 35 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2019
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3928
Würfel-WG

Spielerei-Rezension

Seit 2009 das Buch „Die Känguru-Chroniken“ erschien, ist Marc-Uwe Klings Känguru legendär. Allerdings könnte inzwischen der Eindruck entstehen, dass das Thema nun eigentlich ausgereizt ist. Was anfangs lustig war, wirkt nun gelegentlich etwas mühsam. Aber trotzdem scheint es noch eine große Fangemeinde zu geben. Um diese spielerisch mit etwas Neuem zu bedienen, hat Kosmos nun Würfel-WG veröffentlicht.

Jeder versucht, seine eigene Wohngemeinschaft zu optimieren. Zu Beginn hat man vier Startkarten, die man vor sich auslegt – und wie könnte es in einer WG anders sein: Bad und Couch sind dreckig, der Kühlschrank ist leer.

Wer an der Reihe ist, nimmt so viele Würfel, wie seine Kartenkonstellation aktuell erlaubt, wirft sie und versucht, Würfelkombinationen zu erzielen, die es ihm ermöglichen, einen Gegenstand „auszuborgen“ oder eine Karte in seiner WG umzudrehen, sodass beispielsweise der Kühlschrank voll ist. Und wer ein sauberes Bad hat, darf einen Würfel auf eine beliebige Augenzahl drehen. Manche Karten bieten außerdem Optimierungspotential, indem sie das Parken eines Würfels oder ein erneutes Würfeln erlauben.

Mit seinem Würfelergebnis kann der Spieler beispielsweise aber auch neue WG-Mitglieder aussuchen. Wer Punkte sammeln will, kann stattdessen eine Aufgabe erledigen oder einen der zur Verfügung stehenden Gegenstände erwerben. Doch Letzteres führt dazu, dass der Spieler sofort eine Karte in seiner WG deaktivieren muss.

Nachdem der Spieler sein Würfelergebnis genutzt hat, dürfen alle Mitspieler schmarotzen und genau eine Karte in ihrer WG aktivieren, sofern das Würfelergebnis mit der auf der Karte angegebenen Bedingung übereinstimmt.

Wer mindestens 16 Punkte hat, erhält die Hängematte – und hat gewonnen, sofern sie zu Beginn seines nächsten Zugs noch vor ihm liegt.

In der ersten Partie schmunzelt man immer wieder über die Anspielungen auf die Känguru-Bücher oder fühlt sich an seine eigene WG-Zeit erinnert. Doch wenn dieser Reiz verflogen ist (oder sich vielleicht auch gar nicht erst einstellt), bleibt ein recht banales Würfel-Kartenspiel übrig. Würfel-WG ist witzig, wenn man es des Themas wegen spielt, und unausgewogen, wenn man nur den spielerischen Wert betrachtet. Wer schlecht würfelt, muss aufs Schmarotzen hoffen, während Spieler mit Würfelglück schnell relativ uneinholbar werden. Die Känguru-Thematik wird gut eingefangen, doch das Spiel selbst überzeugt nicht.

Rezension Birgit Irgang

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Würfel-WG: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.11.20 von Birgit Irgang

Leserbewertungen

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