Rezension/Kritik - Online seit 19.04.2020. Dieser Artikel wurde 975 mal aufgerufen.

Zoo Run

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Autor: Florian Sirieix
Verlag: LOKI
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 1 - 5
Dauer: 10 - 20 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2019
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3183
Zoo Run

Spielziel

Wenn man Tiere im Zoo fragen würde, ob sie gerne aus ihren Gehegen raus wollen würden, dann wäre die Antwort zu 99% "JA!!!!". Im ersten Teil von Zoo Run kann man das kooperativ nachspielen. Nur im zweiten Teil (beide separat spielbar) wird's ein bisschen verrückt. Da wollen die Tiere in ihrem Freiheitsdrang ein Wettrennen gegeneinander starten. Quasi zwei Spiele in einem.

Ablauf

Spiel 1: Flucht aus dem Zoo. Die Tierchips kommen ins große Gehege und müssen dort am besten alle raus, damit ein perfektes Spiel hingelegt wird. Um die Tiere zu befreien, basteln die Spieler mit drei großen Handkarten herum. Die zeigen an der rechten und linken Seite jeweils die Hälfte eines der Tiere, das man retten muss. Die Karten müssen in einer Reihe nebeneinander gelegt werden und am besten so, dass möglichst viele Tiere "zusammengepuzzelt" werden, denn für jedes ganze Tier darf man einen passenden Chip aus dem Gehege nehmen.

Jeder Spieler kann solange die Karten legen, wie er/sie will, es gibt keinen Zeitdruck. Dann geht der Zoowärter einen Schritt weiter auf das Gehege zu, jeder Spieler muss zwei Karten abgeben und bekommt zwei neue, danach wird wieder gepuzzelt, bis der Zoowärter beim Gehege angekommen ist. Am Ende schaut man, wie viele Chips übrig sind und versucht es nächstes Mal besser zu machen.

Spiel 2: Das Wettrennen wird nach demselben Prinzip gespielt, nur, dass es jetzt vier Karten gibt und dass jeder Spieler Erster auf der Rennstrecke sein will. Jedes ganze Tier bringt einen Schritt, aber jeder Spieler hat außerdem ein Spezialtier, welches zwei Schritte gehen kann, wenn man es passend zusammensetzt. Und wie bei jedem Rennen hat hier gewonnen, wer als Erster die Ziellinie überrennt.

Fazit

Zwei Spiele in einer kleiner Packung, beide Spiele sind genau entgegengesetzt (eines mit- und eines gegeneinander) und trotzdem machen beide Spiele genau das, was sie sollen: Kinder unterhalten und deren Gehirne zum Arbeiten bringen. Wie hier der Denkapparat angekurbelt wird, ist neu und innovativ, denn dass die Karten so aneinander gepuzzelt werden, um entweder Tiere oder Schritte zu bekommen, hab ich in dieser Form noch nicht gesehen. Dass es dabei kein Zeitlimit gibt, ist der nächste Pluspunkt von Zoo Run, denn die Spieler können alles in Ruhe machen, und wenn man sie gut anleitet und zeigt, worauf es beim Puzzeln ankommt, kriegen das sogar 4-Jährige relativ schnell alleine hin.

Dabei sind sie die ganze Zeit im Thema: Der Zoowärter rückt unaufhaltsam näher (sehr gut, dass er das automatisch und nicht durch Zufall macht), das Gehege wird immer leerer, und beim Rennen kommt man dem Ziel näher und näher. Wenn man beide Spiele nacheinander spielt, erzählen sie sogar eine kleine Geschichte: Ausbruch und Flucht, was ebenfalls spannend ist. Aber bei all dem, was Zoo Run richtig angeht, macht es dann leider zwei Dinge falsch:

Das Material ist natürlich der kleinen Schachtel geschuldet, aber das Wettrennen mit den Pappfiguren und Aufstellern ist nervig. Alles ist zu groß für den kleinen Plan, mehrere Figuren auf einem Feld sind eine Katastrophe, Kinderhände bewegen ihre Figuren nicht unbedingt vorsichtig, dadurch verrutschen andere Figuren, eine ständige Diskussion entsteht, wer jetzt wo stand. Das kostet Zeit, ein bisschen Nerven und holt das Spiel aus seinem Fluss. Hätte nicht sein müssen. Pappchips oder kleine Holzpöppel hätten es getan. Ein Punkt, der aber nur die eine Hälfte des Spieles stört ... und auch nur stört und es nicht kaputt macht.

Nicht der Schachtelgröße geschuldet ist hingegen die merkwürdige Anzahl der verschiedenen Tiere und die Tatsache, dass Spiel 1 schwieriger wird, je mehr Spieler teilnehmen. Und wer in Spiel 2 den Panda als geheimes Lieblingstier entdeckt, hat unter Umständen bessere Gewinnchancen. Diese Punkte sind ärgerlicher als das Material, denn sie hätten nicht sein müssen. So bleibt unterm Strich ein schickes, innovatives Kinderspiel, dem sich die Kleinen gerne wieder stellen, was aber unnötigerweise Luft nach oben hat. Schon blöd, aber Spaß macht es trotzdem.

Rezension Christoph Schlewinski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Zoo Run: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.02.20 von Christoph Schlewinski - Unnötige Fehler beim Entwickeln und der Verarbeitung. So bleibt es ein nettes Spiel, was aber mehr können könnte.

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