Rezension/Kritik - Online seit 19.04.2005. Dieser Artikel wurde 5283 mal aufgerufen.

Zur Kasse bitte!

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Autor: Jürgen Heel
Illustration: Barbara Stachuletz
Verlag: AMIGO
Rezension: Hans-Peter Stoll
Spieler: 2 - 5
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2005
Bewertung: 3,3 3,3 H@LL9000
Ranking: Platz 4071
Zur Kasse bitte!

Spielziel

Wer kennt das nicht? Man geht einkaufen, hat sich aber keinen Einkaufszettel geschrieben. Jetzt ist das Gedächtnis gefragt. Zusammen wird eingekauft, bis es zum Kassieren kommt. Was liegt noch gleich alles im Einkaufswagen? Wer sich am Ende gut an seine Einkaufstour erinnern konnte, muss am wenigsten bezahlen.

Ablauf

Die vier Aussetzen-Karten werden griffbereit zur Seite gelegt. Alle anderen Karten werden gemischt. Der verdeckte Stapel mit zahlreichen Waren- und fünf Kassenzettelkarten wird in die Tischmitte gelegt.

Der jüngste beginnt und deckt die oberste Karte auf. Er nennt den Warengegenstand und der nächste ist dran.

Wieder wird eine Karte aufgedeckt und auf die letzte offene Warenkarte gelegt. So verläuft das Spiel reihum, bis der aktive Spieler glaubt, dass sich die Mitspieler nicht mehr an alle Warenkarten erinnern können. In diesem Fall deckt er keine Karte auf, sondern ruft "Zur Kasse bitte!" und wird Kassierer.

Er nimmt den Stapel auf und dreht die Sanduhr um. Jetzt spielen alle Mitspieler gegen ihn und nennen Warengegenstände, die sie im Stapel vermuten. Jede richtige Karte wird aufgedeckt. Wird eine falsche Waren genannt, bekommt der Spieler eine Aussetzen-Karte" und darf nicht mehr mithelfen.

Gelingt es den Mitspielern, sich an alle Waren zu erinnern, muss der Kassierer von allen Karten die teuerste behalten. Haben es die Mitspieler jedoch nicht geschafft, alle Waren zu reproduzieren, werden die nicht genannten Karten mit absteigendem Preis gegen den Uhrzeigersinn unter den Mitspielern verteilt.

Alle Karten werden nun wieder zusammen gemischt und eine neue Runde beginnt.

Wird beim Aufdecken der Warenkarten eine Kassenzettelkarte gezogen, muss der Spieler verdeckt eine Karte bei dem Mitspieler ziehen, der die meisten Karten besitzt.

Sobald die fünfte Kassenzettelkarte gezogen wurde und deren Auswirkungen durchgeführt wurden, endet das Spiel. Alle Spieler zählen die Preise auf den eigenen Warenkarten zusammen. Wer auf die geringste Summe kommt, hat gewonnen.

Fazit

Die Ausstattung ist einwandfrei. Die Grafiken sind ansprechend und kindgerecht. Auch die mit Beispielen und Abbildungen versehene Spielanleitung ist gelungen.

Das Spiel funktioniert gut. Es spricht das Gedächtnis über Symbole an. Bei jedem Zug entscheide ich mich, ob alle bereits aufgedeckten Karten noch im Gedächtnis der Mitspieler sind, oder ob ich durch ein "Zur Kasse bitte!" Punkte an die anderen verteilen kann. Doch meine Mitspieler dürfen sich in diesem Fall ja zuammen tun und das sollte nicht unterschätzt werden.

Die Kassenzettel zeigen sich spieltechnisch als unnötiges Glückselement, darüber hinaus sorgen sie für eine Unterbrechung in der Merkphase und erhöhen die Anforderungen an die Gedächtnisleistung.

Ich sehe in Zur Kasse bitte! auch etwas den Ansatz, das eigene Gedächtnis zu trainieren. Dafür hätte ich mir allerdings in den Regeln die eine oder andere Hilfestellung gewünscht, wie beispielsweise sich eine Bildergeschichte aus den Waren vorzustellen. Die könnte dazu führen, dass die Waren immer reproduziert werden können, wenn die Vorstellungkraft und Merkfähigkeit gut ausgeprägt ist. Solange dies nicht der Fall ist, können die Spieler spielerisch entdecken, wie sie in der Lage sind, sich immer mehr Waren zu merken.

Thematisch erscheint mir das Spiel jedoch nicht rund. Eigentlich muss ich mir vorher merken, was ich einkaufen will und nicht das, was ich bereits in meinen Wagen gelegt habe.

Die Verteilung und Abrechnung der Warenkarten ist sehr glücksbetont, da sie nicht die Leistung der einzelnen Spieler wiederspiegelt. Geeignet ist sie wohl eher, um die jüngeren Spielern das Rechnen üben zu lassen.

Zur Kasse bitte! spielt sich sehr gut in Erwachsenen- und Kinderrunden und ist kurzweilig. In der Gruppe der Gedächtnis-Spiele sehe ich es im Mittelfeld, da es wenig neues bietet und thematisch konstruiert erscheint. Dennoch - eine Partie Zur Kasse bitte! zwischendurch macht Spaß.

Rezension Hans-Peter Stoll

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Zur Kasse bitte!: 3,3 3,3, 3 Bewertung(en)

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