Rezension/Kritik - Online seit 31.10.2021. Dieser Artikel wurde 770 mal aufgerufen.

Cloud City

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Autor: Phil Walker-Harding
Verlag: Blue Orange Games
Blue Orange (EU)
Rezension: Marcus Janka
Spieler: 2 - 4
Dauer: 30 - 60 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2020
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3610
Cloud City

Spielerei-Rezension

Brücken bauen

Die Wolkenkratzer wachsen in den Himmel. Höher und höher werden sie gebaut. In einem neuen Projekt werden die Gebäude außerdem mit Fußgängerbrücken verbunden. Dafür wird der beste Architekt gesucht.

Zunächst werden die Wolkenplättchen verdeckt gemischt. Die Plättchen zeigen immer den Bauplatz und die Farbe für zwei Gebäude. Es stehen Gebäude in drei Farben bzw. Höhen zur Verfügung. Drei Wolkenplättchen bilden den allgemeinen Vorrat. Jeder erhält drei Wolkenplättchen verdeckt als eigenen Vorrat. Gemäß Spielerreihenfolge werden die Startplättchen verteilt. Die Spieler bebauen ihr Startplättchen mit den entsprechenden Gebäuden.

Wer an der Reihe ist, baut ein Wolkenplättchen aus dem eigenen Vorrat. Er legt es an seine ausliegenden Plättchen an. Dabei darf das Plättchen beliebig gedreht werden. Es muss allerdings an mindestens einer Kante anliegen. Gleichzeitig dürfen pro Spalte und Reihe lediglich drei Plättchen liegen, sodass am Ende der Partie jeder Spieler ein Quadrat von 3 x 3 Wolkenplättchen vor sich liegen hat.

Nachdem er das Plättchen gelegt hat, muss er auf die zwei Gebäudefelder die farblich passenden Gebäude stellen. Danach darf der Spieler Fußgängerbrücken bauen. Er verbindet dabei zwei Gebäude gleicher Höhe mit einer Brücke entsprechender Farbe. Je länger die Brücke ist, desto mehr Punkte bringt sie ein. Die Brücke darf sich dabei nicht mit Brücken auf gleicher Höhe kreuzen oder diagonal zur Plättchenausrichtung gebaut werden. Außerdem darf ein Gebäude maximal an zwei Brücken angebunden sein.

Zum Abschluss des Zuges zieht der Spieler ein neues Wolkenplättchen, um seinen Vorrat erneut auf drei aufzustocken. Dabei kann er ein offen ausliegendes oder ein verdecktes vom Nachziehstapel ziehen.

Nach acht Zügen hat jeder eine eigene Stadt errichtet. Gewertet werden die Punkte der Fußgängerbrücken. Wer die größte Summe vorweisen kann, wird der Baumeister der Wolkenstadt.

Cloud City ist ein kleines, aber feines Spiel mit wenigen Regeln. Acht Züge hat ein Spieler, um die beste Kombination aus Hochhäusern und Fußgängerbrücken zu erschaffen. Dabei baut jeder an seiner eigenen Stadt. Lediglich durch das Wegschnappen der Wolkenplättchen oder der Fußgängerbrücken findet Interaktion statt. Besonders bei den Fußgängerbrücken ist es ärgerlich. Sobald keine passenden Brücken mehr im Vorrat sind, hat man Pech gehabt. Von den großen Brücken, die acht Punkte wert sind, sind z. B. lediglich drei pro Farbe vorhanden. Bereits in der Partie zu zweit können diese knapp werden. Daher hilft ein Blick auf die anderen Städte. Ein paar Brücken mehr würden für ein positiveres Spielgefühl sorgen.

Da die Spieler mit einem Wolkenplättchen aus ihrem Vorrat ihren nächsten Zug ausführen, haben sie Zeit, sich während der Züge der Mitspieler mit dem eigenen zu beschäftigen. Allerdings können die ausliegenden Plättchen durchaus dazu führen, sich anders zu entscheiden. Die Auswahl und die Anordnung der einzelnen Plättchen ist das Erfolgsgeheimnis. Je mehr hochwertige Brücken man bauen kann, umso besser. Dabei dürfen andere Gebäude nicht im Weg stehen. Eine Brücke aus strategischen Gründen wegzulassen, um auf der gleichen Ebene eine längere zu bauen, kann der Schlüssel zum Spielsieg sein.

Die Spielausgänge sind meistens knapp, sodass eine Partie bis zum Ende spannend bleibt, besonders da die letzten Plättchen gut vorbereitet sein sollten, um mit den dortigen Gebäuden noch punkteträchtige Fußgängerbrücken zu bauen. Hat man die taktischen Anforderungen überblickt, kann die Komplexität mit der Variante „Professionelle Modelle“ leicht erhöht werden. Es wird mit einer oder zwei Auftragskarten gespielt. Für das Erfüllen der Auftragskarten erhalten die Spieler zusätzliche Siegpunkte. Wenn es um Karten geht, bei denen man z. B. die meisten Gebäude einer Farbe haben muss, müssen auch die Städte der Mitspieler beobachtet werden. Manche Bedingungen gilt es zu vermeiden, weil sonst Minuspunkte verteilt werden.

Eine Partie zu zweit geht am schnellsten und hat außerdem eine deutlich geringere Gefahr, in Materialengpässe zu geraten. Zu zweit oder zu dritt kann das Spielfeld auf ein 3 x 4 Felder großes Raster erweitert werden. Dadurch werden sowohl die Spieldauer als auch die taktischen Möglichkeiten erweitert.

Bei den wachsenden Städten ist etwas Vorsicht geboten, bestehende Gebäude nicht umzustoßen. Besonders beim Bau kleinerer Gebäude in der Nähe von bestehenden großen und beim Bauen längerer Brücken unterhalb bereits bestehender ist eine ruhige Hand gefragt. Das Material ist für die Bauzwecke funktional gestaltet. Die Gebäude unterschieden sich sinnvoll in Farbe und Größe. Lediglich die Wolkenplättchen sind anfangs etwas rutschig.

Cloud City bietet kurze Partien mit einfachen Regeln und kniffligen Entscheidungen, die bei fehlenden Brückenteilen auch mal frustrierend sein können.

Rezension Marcus Janka

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Cloud City: 4,0 4,0, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.10.21 von Marcus Janka
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.10.21 von Michael Kahrmann - Gerade so 4 Spielreiz Punkte, weil die Stadt am Ende eigentlich recht hübsch aussieht. Im großen und ganzen bietet mir das Spiel aber zu wenig Abwechslung um es häufiger auf den Tisch zu bringen.

Leserbewertungen

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