Rezension/Kritik - Online seit 22.10.2021. Dieser Artikel wurde 807 mal aufgerufen.

Juicy Fruits

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Autor: Christian Stöhr
Illustration: Annika Heller
Verlag: Pegasus Spiele
Deep Print Games
Rezension: Stefan Ducksch
Spieler: 1 - 4
Dauer: 20 - 50 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2021
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2472
Juicy Fruits

Spielerei-Rezension

Saftiges Familienspiel

Seit dem Jahr 2020 dürften einige Menschen mehr den Spielautor Christian Stöhr kennen. Gemeinsam mit Ehefrau Daniela erhielt er für Pictures die Auszeichnung „Spiel des Jahres“. Nun ist ein weiteres Spiel von Stöhr auf dem Markt: Beim neuen Verlag Deep Print Games ist Juicy Fruits erschienen. In ihm besitzt jeder von uns eine Insel und erntet dort Südfrüchte.

Die sehen sehr hübsch aus: Ein großer bunter Holzhaufen an Limetten, Bananen, Orangen, Granatäpfeln und Mangostan genannten Früchten, die mir zugegebenermaßen erstmals unterkommen, hinterlässt ein wenig Obstgarten-Gefühl. Falscher könnte es aber nicht sein: Das Familienspiel Juicy Fruits fordert durchaus einiges von den Spielern.

Anfangs liegen an den vier Stränden unserer eigenen Insel je drei kleine Boote. Wenn wir sie mit den passenden Früchten beliefern, legen sie ab und bringen uns eine bescheidene Menge an Siegpunkten. Wichtiger ist aber, dass sie damit Platz auf unserer Insel machen. Denn den brauchen wir: Zu Beginn unseres Zuges bewegen wir ein quadratisches Plättchen über unsere fünf mal fünf Felder große Insel. Je weiter wir es in einem Stück geradeaus ziehen können, umso besser. Ist es ein Fruchtplättchen, erhalten wir pro zurückgelegtes Feld eine Frucht dieser Sorte. Lange Züge sind also toll, so füllt sich unser Obstlager.

Anschließend geben wir, falls gewünscht, die Früchte aus. Wir können damit allerdings nicht nur die Bötchen an unseren Stränden beladen, sondern stattdessen auch Gewerbeplättchen kaufen. Die liegen in der Mitte für alle aus, und hier können wir den Gegnern einiges wegschnappen. Zum Beispiel Plättchen, mit denen wir gleich zwei verschiedene Sorten Obst und somit noch effizienter ernten können. Oder Gebäude, die reichlich Siegpunkte bringen. Bei denen gibt es aber einen Haken: Sie blockieren die gerade freigeräumten Flächen auf unserer Insel gleich wieder und bremsen unsere Plättchen aus.

Option drei ist, sich einen schicken Eiswagen zuzulegen. Mit dem kann man genauso über die Insel düsen wie mit den Obstplättchen. Jeder Schritt mit dem Eiswagen erlaubt, ein Fruchteis zu produzieren oder einen Milchshake. Haben wir zuvor die richtigen Früchte gesammelt, können wir über diesen Effekt sehr viele Punkte generieren. Es gilt abzuschätzen, ob unser Eisbringdienst rechtzeitig in Schwung kommt. Denn sind genügend Gewerbeplättchen verkauft, endet eine Partie manchmal etwas abrupt nach der Runde. Vor allem der Startspieler fühlt sich hier verständlicherweise nicht ganz wohl.

Juicy Fruits ist durch Material und Idee ein gelungenes Spiel, obwohl es sich für manchen etwas zu technisch anfühlt. Für Fortgeschrittene, die bald schon alles gesehen haben, ist gleiche eine Erweiterung mit im Karton, auf der Rückseite des Wertungsplanes befindet sich die Saftfabrik, in der man mit zwei weiteren Zählsteinen punkten kann. Das alles läuft ziemlich rund und hat in meinen Runden viele Freunde gefunden. Juicy Fruits ist für mich das bislang beste Spiel des noch jungen Verlages.

Rezension Stefan Ducksch

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Juicy Fruits: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 17.10.21 von Stefan Ducksch

Leserbewertungen

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