Rezension/Kritik - Online seit 17.04.2022. Dieser Artikel wurde 524 mal aufgerufen.

Greek Salad

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Autor: Dror Shomrat
Verlag: HUCH!
Rezension: Renate Gerling-Halbach
Spieler: 2 - 6
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2021
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2461
Greek Salad

Spielziel

Im Kartenspiel Greek Salad werden die Spieler zu Köchen, die gemeinsam einen griechischen Salat zubereiten. Jeder hat Handkarten, auf denen Salatzutaten abgebildet sind. Wem es gelingt, sie als Erster alle dem Salat hinzuzufügen, hat gewonnen. Guten Appetit.

Ablauf

Das Kartenspiel besteht aus 48 Gemüsekarten und 12 Sonderkarten. Auf den Gemüsekarten sind die Zutaten für den Salat abgebildet: Paprika, Tomaten, Salatgurke, Zwiebeln, Oliven und Fetakäse. Allerdings immer in unterschiedlicher Anzahl und Zusammenstellung. Nicht immer sind alle Zutaten dabei.

Die Sonderkarten lösen unterschiedliche Aktionen aus:

  • die Salatschüssel-Karte gibt an, ob gerade mehr oder weniger Zutaten für den Salat gefordert werden;
  • eine abgeworfene Gewürz-Karte (Salz, Peffer, Zitrone, Öl) lässt den folgenden Spieler den Abwurfstapel mischen, ohne dass er selbst anschließend eine Karte ablegen darf;
  • die Küchenchef-Karte erlaubt zu bestimmen, welche Zutat unbedingt in den Salat muss oder aktuell nicht hinzugefügt werden darf. Dies gilt bis zum Abwurf einer neuen Sonderkarte.

Beide Kartensorten werden gemischt und jeder Spieler erhält sechs Karten. Die übrigen Karten bilden den Nachziehstapel, dessen oberste Karte, wenn es sich um eine Gemüsekarte handelt, offen auf den Tisch gelegt wird. Dies ist die Startkarte des einen Abwurfstapels, der andere Abwurfstapel wird durch abgelegte Sonderkarten gebildet. Reihum spielt nun jeder eine Karte aus, entweder eine Gemüsekarte oder eine Sonderkarte.

Wird zu Spielbeginn eine Gemüsekarte gespielt, muss die Anzahl einer der abgebildeten Zutaten höher sein, als die Anzahl der gleichen Zutat auf der zuoberst liegenden Karte des Abwurfsstapels. Zeigt z. B. die oben liegende Karte 2 Paprika, 3 Oliven und 1 Zwiebeln, muss die nächste Gemüsekarte eine der folgenden Zutaten zeigen: entweder 3 oder mehr Paprika, 4 oder mehr Oliven oder 2 oder mehr Zwiebeln. Zusätzlich können auch andere Zutaten abgebildet sein.

Statt einer Gemüsekarte kann der Spieler auch eine Sonderkarte, die eine der oben genannten Aktionen auslöst, legen. So ändert dann z. B. eine Salatschüssel, die Anforderung und ab sofort wird immer mindestens eine Einheit weniger von einer Zutat gefordert. Wenn ein Spieler keine Karte spielen kann oder will, muss er die oberste Karte des Nachziehstapels ziehen.

Der Spieler, der als Erster alle Handkarten ausgespielt hat, gewinnt - der Salat ist fertig.

Fazit

Greek Salad bietet stabile und nett illustrierte Spielkarten. Die Spielregeln sind gut erklärt sowie mit Beispielen ergänzt. Sie bieten sogar noch eine Regelvariante für jüngere Spieler an.

Die Sonderkarten lösen einfache Aktionen aus, allerdings ist die Regelung mit der Salatschüssel-Karte immer etwas problematisch. Diese Karte ändert ja die Anforderung nach größerer oder kleinerer Anzahl der geforderten Zutaten. Die Anforderung bleibt solange bestehen, bis eine neue Salatschüssel-Karte gespielt wird. Werden jetzt dazwischen aber weitere Sonderkarten gespielt, kommt man schnell durcheinander und weiß nicht mehr, ob gerade mehr oder weniger gefordert wird. Wir haben uns in unseren Spielrunden mit einem Würfel beholfen, der bei mehr auf 6 gedreht wurde und bei weniger auf 1.

Ansonsten ist das Spiel schnell erklärt und macht auch viel Spaß. Es erinnert natürlich im Ablauf an Kartenspiele wie Mau Mau oder Uno, aber es hat nicht so einen großen Ärgereffekt. Klar, wenn man eine Gewürz-Karte vor die Nase gelegt bekommt, darf man nur den Ablagestapel mischen und muss ansonsten aussetzen, es sei denn, man kann selbst eine Gewürz-Karte ausspielen. Aber das ist die schlimmste "Strafe", man wird nicht wie in anderen Spielen gezwungen, 2 oder mehr Karten nachzuziehen. Daher ist dieses Kartenspiel gerade auch für jüngere Spieler geeignet, die meist eine niedrigere Frusttoleranz als ältere, erfahrenere Spieler haben.

Die Altersangabe ist mit 6 Jahren angegeben und dies ist angemessen, wenn die Kinder alleine miteinander spielen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass in Spielrunden mit Erwachsenen auch weitaus jüngere Spieler mitspielen konnten, sofern sie schon etwas zählen konnten.

Uns hat das Kartenspiel mit Kindern viel Spaß gemacht. Allerdings finde ich es etwas schade, dass das Spiel keinen deutschen Titel hat. Auf jeden Fall eine schöne Abwechslung zu Mau Mau und Uno. Auch wenn die Aufmachung eher Kinder anspricht, eignet sich das Spiel natürlich auch für erwachsene Gelegenheitsspieler.

Rezension Renate Gerling-Halbach

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Greek Salad: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.02.22 von Renate Gerling-Halbach - Ein einfaches Familien-Kartenspiel, das auch jüngere Kinder gut alleine spielen können. Die Aufmachung ist ganz nett, auch wenn das mit den Plus- und Minus Salatschüsselkarten nicht ganz einfach ist. Ein zusätzlicher Marker oder Würfel kann da Abhilfe bieten. Auf jeden Fall eine lustige Abwechslung zu Mau Mau oder Uno.

Leserbewertungen

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