Rezension/Kritik - Online seit 06.03.2026. Dieser Artikel wurde 274 mal aufgerufen.

Keksekästchen

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Autor: Ralf zur Linde
Verlag: Ravensburger
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2025
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4298
Keksekästchen

Spielziel

Wer von euch kennt noch das Spiel Käsekästchen? Man benötigt lediglich einen Stift und ein Papier mit Karo-Muster und schon kann es losgehen. Abwechselnd werden Striche gemacht und immer, wenn man ein Kästchen damit abschließen kann, kommt ein weiteres Kästchen dran, usw. Auch wenn viele Kinder heute kaum mehr Papier nutzen, sondern Apps auf dem eigenen Handy spielen wollen, ich kenne das noch.

Nun kommt Ravensburger mit einem Brettspiel daher, nimmt den Gedanken auf und nennt es Keksekästchen. Mein erster Gedanke: Hat das die Welt wirklich gebraucht? Auch optisch sprach es mich nicht so wirklich an. Ich ließ mich überreden und spielte es… und das nicht nur einmal… AHA! Woher kommt das? Das werdet ihr gleich erfahren.

Ablauf

Jeder Spieler erhält ein Tableau mit einer Matrix von 6 x 6 Feldern. Es gibt bunt gemischt 8-9 verschiedene Feldertypen (Farben/Symbole). Die Spieler erhalten jeweils 11 Chips mit Werten von 2 – 12, die sie zu Spielbeginn auf dem eigenen Tableau verteilen. Schon kann das Spiel losgehen.

Es wird mit zwei 6-Seitigen Würfeln gewürfelt, womit ein Wert von 2 – 12 erwürfelt werden kann. Die Spieler suchen den Chip mit dem gewürfelten Wert und zeichnen Striche an Kanten dieses Feldes ein. Wieviele Striche sie machen dürfen, hängt von der Zahl ab: Werte von 5 bis 9 werden relativ häufig gewürfelt und erlauben den Spielern daher nur einen Strich, mit einer 4 oder 10 darf man 2 Striche machen, mit 3 oder 11 stolze 3 Striche und mit einer 2 oder 12 sogar 4 Striche einzeichnen. Ein quadratisches Kästchen hat natürlich maximal 4 Kanten.

Sobald alle 4 Kanten eines Kästchens abgeschlossen wurden, wird dieses durchkreuzt und der Chip auf ein anderes Feld gelegt. Unabhängig davon dürfen die Spieler nach jedem Würfelwurf einen Chip auf dem Spielplan umlegen.

Sobald die auf der Wertungstafel vorgegebene Anzahl an Feldern der gleichen Farbe durchgestrichen wurde, legt man einen Chip vom Spielplan auf die Wertungstafel und markiert damit, dass man dieses Ziel erreicht hat. Je früher man dies schafft, desto mehr Punkte kann man dafür erhalten.

Erreicht ein Spieler (je nach Spielerzahl) die vorgegebene Gesamt-punktzahl, endet das Spiel in dieser Runde. Gewonnen hat der Spieler, der dann die meisten Punkte erreicht hat.

Es gibt 2 verschiedene Spielertableaus: Das einfachere blaue Tableau ist relativ simpel, da fast alle Farben genau 3 mal geschafft werden müssen, um einen Chip ablegen zu dürfen. Dafür gibt es Punkte für eine komplett gekreuzte Zeile oder Spalte. Das fortgeschrittene gelbe Tableau hat keine Zeilen/Spalten-Wertung, dafür aber eine zusätzliche Farbe sowie komplett unterschiedliche Ziele und Punkte für die jeweiligen Farben.

Fazit

Keksekästchen ist ein eigentlich ein Pen & Paper-Spiel, das jedoch nicht mit Blöcken, sondern mit abwischbaren Tableaus gespielt wird. Wie immer ist die Grafik Geschmackssache. Durch die Farben in Kombination mit den unterschiedlichen Symbolen sollten jedoch auch Menschen mit Farbsehschwäche ohne Nachteile spielen können.

Grundsätzlich ist Keksekästchen sehr solitär, da jeder Spieler sehr auf sich konzentriert ist, seine Chips so zu legen, dass er schnellstmöglich Kreuze setzen und damit Punkte machen kann. Der Konkurrenzkampf entsteht, in dem man prüft und vergleicht, welche Farben die Mitspieler fokussieren und sich dann auf die Farben konzentriert, die man früher abschließen kann, um dafür die meisten Punkte zu kassieren.

Es gibt ein regulierendes Element, das einem Davonspurten eines Spielers entgegenwirkt: Mit jeder Farbe, die man abschließt, muss man ja einen eigenen Chip auf dem Punktetableau platzieren. Das bringt zwar Punkte, verringert jedoch die Anzahl der Chips auf der eigenen Matrix und erhöht damit das Risiko, dass Würfelwerte kommen, mit denen man keine Striche mehr machen kann. Hier gilt es zu entscheiden, ob man lieber einen Chip mit einer unwahrscheinlicheren Zahl abgeben möchte, der jedoch viele Striche bringen kann, oder einen Chip mit wenig Strichen, aber einer höheren Wahrscheinlichkeit.

Ich war wirklich hochgradig skeptisch, was Keksekästchen angeht und wurde fast genötigt es zu spielen, musste dann aber feststellen, dass Keksekästchen ein sehr kurzweiliges, schnell gespieltes Roll & Write Spiel ist, das stets die gesamte Runde zu unterhalten wusste.

Auch wenn man versucht, über die Verteilung der Chips die Wahrscheinlichkeiten zu steuern, bleibt es ein Würfelspiel und damit hat es einen relativ hohen Glücksanteil. Dafür dauert eine solche Partie nur knapp 20 Minuten und dafür ist es absolut OK. Insgesamt eine solide Sache - wird in manchen Kreisen sicher häufiger auf den Tisch kommen.

Rezension Frank Gartner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir häufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, männliche und andere Geschlechteridentitäten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Keksekästchen: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.01.26 von Frank Gartner - Kurzweilige Roll- & Write - Variante des Klassikers Käsekästchen.

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