Rezension/Kritik - Online seit 22.11.2009. Dieser Artikel wurde 3558 mal aufgerufen.

Rök

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Autor: Thierry Chapeau
Verlag: Gigamic
Rezension: Andreas Büger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2009
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3162
Rök

Spielziel

Die Mystik der Runen, das ist es, worauf man sich bei diesem Spiel konzentrieren muss, um schneller als die Mitspieler zu sein. Denn wer die Gleichgewichtsrune eines anderen zuerst erkennt, kann den Spielausgang noch einmal komplett ändern. Doch wer sich die richtigen Runen als Erster schnappen will, braucht einen scharfen Blick und eine schnelle Auffassungsgabe.

Ablauf

Das Spielmaterial besteht aus einem schwarzen Stoffbeutel und 49 Runensteinen in drei verschiedenen Farben. Von jeder Rune gibt es jeweils ein Paar. Ein Runenstein wird aussortiert, die so genannte Schicksalsrune. Sie wird in die Tischmitte gelegt. Jetzt ziehen die Spieler eine Rune aus dem Beutel und legen sie vor sich ab, dies ist ihre sogenannte Gleichgewichtsrune. Dann beginnt der hektische Teil des Spiels:

Jeder Spieler zieht, ohne sich diese anzusehen, Runensteine aus dem Beutel. Auf das Signal des Startspielers werden nun alle Steine in die Tischmitte geworfen. Danach gilt es, möglichst schnell Paare zu finden oder eine der Gleichgewichtsrunen. Dabei dürfen keine mit der Rune nach unten liegenden Steine umgedreht werden. Sind sich alle einig, dass es nichts mehr zu holen gibt, wird die Runde ausgewertet.

  • Bei jedem Spieler wird nachgesehen, ob er wirklich korrekte Paare erwischt hat. Wenn nicht, wandern die falschen zusammen mit einem schon gesicherten Paar zurück in den Beutel.
  • Falls es jemandem gelungen ist, die Gleichgewichtsrune eines Gegners zu ergattern, muss ihm dieser sein Gegenstück und alle Runen der gleichen Farbe übergeben. Falls man die eigene Gleichgewichtsrune geschnappt hat, zählt diese mit ihrem Gegenstück als ein gewöhnliches Paar.
  • Einzelne Runen, bei denen ein Mitspieler das Gegenstück erwischt hat, gehen wieder in den Beutel zurück.

Falls es bei der Auswertung auf die Reihenfolge der Spieler ankommt, wird diese durch ein Geschicklichkeitsspiel bestimmt. Wer eine seiner Gleichgewichtsrunen am dichtesten an die Schicksalsrune heranrutschen lassen kann, bestimmt die „richtige“ Reihenfolge.

Anschließend werden alle auf dem Kopf liegenden Steine eingesammelt, zurück in den Beutel gesteckt und es werden wieder Steine für die nächste Runde gezogen. Dies geschieht so lange, bis die Anzahl der Steine im Beutel gleich oder kleiner der Spielerzahl ist. Der Spieler mit der nun größten Anzahl an Runensteinen ist der Sieger.

Fazit

Rök hat seinen Namen vom schwedischen Runenstein von Rök, der mit Runen übersät diverse Mythen zum Besten gibt.

Die Begeisterung nach dem Auspacken war groß; was für ein tolles Material! Allein schon die Schachtel ist ein richtiger Hingucker. Der sehr stabile Karton ist unter der schwarz-weißen Außenhülle bunt und unten aus dem Deckel linsen freche Kobolde hervor. Die Steine könnte man sogar als Deko-Material verwenden. Die Runen sind zwar aus Kunststoff, fühlen sich aber fast wie richtige Steine an. Allerdings lassen sich die weißen von den grauen Steinen nur schwer unterscheiden. Die Steine können vermutlich die Ewigkeit überstehen, zumindest muss man keine Angst haben, dass das Spiel auf Reisen Schaden nehmen könnte, denn zum Mitnehmen eignet sich Rök ausgezeichnet, wenn man die Schachtel zu Hause lässt.

Die Regel ist mehrsprachig. Leider ist sie nicht sehr übersichtlich und teilweise etwas verwirrend. Beispielbilder sind vorhanden, allerdings befinden sie sich am Ende der Regel, so dass man mehrmals vor und zurück blättern muss, bis sich der doch eigentlich recht einfache Spielablauf im Kopf festigt.

Das Spiel erfordert ein gewisses Maß an Konzentration, da es gar nicht so einfach ist, unter Zeitdruck Runenpaare zu finden, denn die Runen sehen einander teilweise verflixt ähnlich. Oft schließt sich an den Runenwurf angestrengtes Starren auf den Tisch an, gefolgt von blitzartigem Zugreifen. Dann ist es auch schon wieder vorbei, die Anspannung löst sich und die nächste Runde kann beginnen.

Falls eine Gleichgewichtsrune erobert wurde, kann sich vor allem am Schluss das Spiel noch einmal komplett drehen. In einigen Runden habe ich es erlebt, dass einige Spieler sich besonders auf diese Steine konzentriert haben, um den anderen ihre gesammelten Schätze zu entreißen. Hier ist aber auch der Überblick, bei welchen Mitspielern sich dies wirklich lohnt, wichtig. Teilweise gingen auf diese Weise gegen Spielende noch einmal zwei Drittel der Ausbeute eines Spielers über den Tisch. Was dann fast immer spielentscheidend war. Besonders bei vier und fünf Spielern ist das oft der Fall. Diese Ärgerkomponente hebt meiner Meinung nach auf jeden Fall den Spielspaß, kann aber besonders bei Kindern für Frust sorgen.

Grundsätzlich hat das Spiel ab drei Mitspielern Spaß gemacht. Fünf waren eher zu viele. Zu zweit kam kein rechter Spielspaß auf, ich habe allerdings auch nur eine Partie zu zweit gespielt.

Wie bei jedem hektischen, schnellen Spiel sollten keine Gegenstände herumstehen, die nicht umfallen sollen, z. B. Gläser. Es ist auch nicht jeder Tisch geeignet, denn die Steine sollen liegen bleiben und nicht durch den ganzen Raum springen. Auch neigen einige Spieler gerne dazu, es mit dem Werfen ein wenig zu übertreiben ...

Letztendlich wird jeder, der Spiele mag, bei denen es um Reaktion, Schnelligkeit, ein gutes Auge und gleichzeitiges Spielen geht, vermutlich Gefallen an Rök finden. Für alle anderen ist es nur als schöne, allerdings auch teure, Deko geeignet.

Rezension Andreas Büger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Rök: 4,0 4,0, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.11.09 von Sandra Lemberger - Tolles Material - man meint wirklich, Steine in der Hand zu haben!
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