Rezension/Kritik - Online seit 26.03.2022. Dieser Artikel wurde 860 mal aufgerufen.

5-Minute Mystery

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Autor: Connor Reid
Illustration: Cam Kendell
Verlag: Wiggles 3D
Game Factory
Rezension: Stefan Ducksch
Spieler: 1 - 4
Dauer: 5 - 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2020, 2021
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2184
5-Minute Mystery

Spielerei-Rezension

Detektivspiel auf Tempo

Für nichts ist heute mehr Zeit, alles muss schnell gehen. Selbst ein Gesellschaftsspiel muss bereits im Titel versprechen, dass es nicht allzu lange dauert. Bei 5-Minute Mystery ist es aber ein wenig geflunkert: Eine Partie mit Aufbauen dauert eine Viertelstunde, die Dauerangabe auf der Packung ist korrekt. Meist werden mehrere Runden hintereinander gespielt. Und dann geht es tatsächlich etwas flotter.

Bei diesem kooperativen Detektivspiel sollen alle am Tisch gemeinsam den Dieb eines Kunstwerkes ermitteln. Warum der seltsamerweise einen Code mit fünf Symbolen hinterlassen hat, den man auf einem Kodex mit fünf Walzen einstellen muss, ist nicht ganz klar. Zu Beginn einer Runde wird eine Karte mit einem Raum des Museums aufgedeckt – und alle gucken sich zugleich die Augen aus, wo welches Symbol steckt. Unglücklicherweise gibt es jedes in gleich fünf Versionen, weshalb man genau hinschauen sollte. Einer stellt auf dem Kodex die gesichteten Symbole ein – stimmen sie, gibt es eine Belohnung.

Es gibt Hinweisplättchen in vier Farben, die Aufschluss darüber geben, ob der Täter Schmuck oder einen Hut trug, ob er eine Zeitung oder einen Schirm bei sich hatte oder ob er Haut, Schuppen oder Haare hat. Das ist nicht verwunderlich: Die Täter sind allesamt Tierfiguren, denn 5-Minute Mystery ist ja auch ab 8 Jahren. Die Hinweiskärtchen zeigen zudem einen farbigen Balken. Der wird an das vor der Partie verdeckt gezogene Übeltäterplättchen angelegt. Stimmen alle Codierungen überein, wissen alle: Der Dieb hat einen Fächer bei sich. Passt der Code nicht, kann dies heißen: Er trägt kein Monokel.

Alle Spieler haben vor der Partie einen gleich großen Packen Karten mit Verdächtigen bekommen, die sie jetzt nach den neuen Informationen sortieren. Es geht darum, möglichst viele Unschuldige auszuschließen. Dann geht es in den nächsten Museumsraum: Der Kodex wechselt und ein anderer Spieler stellt ein, was die Runde so an Symbolen entdeckt. Im Erfolgsfall gibt es den nächsten Hinweis, und die Zahl der Verdächtigen schrumpft weiter.

So kann durchaus Hektik am Tisch aufkommen: Nicht alle können die Karte mit dem Museumsraum gleich gut sehen, weshalb man höchstens zu viert spielen sollte. Die Kommunikation mit dem Kodex-Beauftragten muss fehlerfrei sein, sonst stimmt bei der Kontrolle der Code nicht und die Runde war vergebens. Und man sollte sich gut überlegen, welche Sorte Hinweis-Plättchen gezogen wird, weil man so dem Täter schneller auf die Spur kommen kann.

Das sind für fünf Minuten Spieldauer eine Menge Regeln und Überlegungen, aber überraschenderweise funktioniert 5-Minute Mystery sehr gut, wenn die Gruppe die Aufgabe einmal verstanden hat. Da eingespielte Teams immer schneller werden, ist es gut, dass es 16 verschiedene Fälle gibt, in denen manchmal weniger Bedenkzeit zur Verfügung, mal aber auch gleich mehrere Täter identifiziert werden müssen. Was anfangs unmöglich erscheint, ist mit etwas Übung bald schon erreichbar. Und da die Verdächtigen immer wieder wechseln, kann man das Spiel auch unbegrenzt oft spielen. Mich hat es jedenfalls positiv überrascht.

Rezension Stefan Ducksch

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung 5-Minute Mystery: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.02.22 von Stefan Ducksch

Leserbewertungen

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