Rezension/Kritik - Online seit 07.04.2018. Dieser Artikel wurde 1711 mal aufgerufen.

27

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Autor: Laurent Escoffier
Verlag: Steffen-Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2
Dauer: 10 - 20 Minuten
Alter: ab 9 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1897
27
Tags:Abstrakt

Spielziel

27 ist ein minimalistisches Taktikspiel für zwei Stapelkünstler, die versuchen, möglichst viele Scheiben ins eigene Ziel zu bekommen, das eigentlich nur 7 Schritte entfernt ist. Da sich aber in jedem Zug alles ändern kann, angefangen von der Anzahl der eigenen und gegnerischen Türme über die Zugweiten bis hin zur Länge des Weges, ist Umdenken stets aufs Neue erforderlich.

Ablauf

Die beiden Spieler stapeln ihre eigenen Steine (schwarz und weiß) auf einen roten Stein, dazwischen werden als Weg die sieben grauen Steine gelegt.

Wer an der Reihe ist, muss einen eigenen Turm bewegen. Ein Turm ist im Besitz des Spielers, wenn ein eigener Stein obenauf liegt. Die Zugweite entspricht exakt der Anzahl der eigenen Türme; zu Beginn liegt sie also bei 1, weil jeder einen Turm besitzt.

Beim Bewegen muss man nicht den ganzen Turm ziehen, sondern kann beliebig viele Steine mitnehmen bzw. an Ort und Stelle lassen. Landet man auf einem anderen Turm, setzt man den eigenen einfach oben drauf. Beim Bewegen eines Turmes kann man später fremde Steine entsprechend mitnehmen oder stehen lassen.

Kann ein Spieler keinen Zug ausführen, ist der Gegner so lange alleine an der Reihe, bis der andere wieder ziehen kann. Erst wenn beide Spieler zugunfähig sind, endet das Spiel. Es gewinnt dann, wer den höchsten Turm im eigenen Ziel (= Startplatz des Gegners) besitzt.

Fazit

Ein kurzer, schon etwas eigenartiger Name für ein Spiel, bei dem man sich unweigerlich fragt, wieso man ein Spiel so benennt. Liest man erst die Spielregel, erkennt man allerdings sofort den Zusammenhang.

Im Spiel befinden sich genau 27 Holzscheiben - 9 für jeden Spieler, 2 für die Start-/Zielplätze und 7 für die Wege.

Genauso minimalistisch wie der Titel sind auch die Spielregeln. Mit wenigen Sätzen ist das Spiel erklärt, einige Beispielbilder ergänzen den Text. Trotz der einfachen und kurzen Regeln sowie der insgesamt recht kurzen Spieldauer handelt es sich bei 27 jedoch keineswegs um ein banales Spiel. Stets muss vor dem eigenen Zug überlegt werden, welche Auswirkungen dieser hätte und welche Möglichkeiten sich dem Gegner dadurch böten. Nicht immer kann man solche Vorlagen für den Gegner umgehen - manchmal ist man gezwungen, auch einen weniger angenehmen Zug zu machen. Denn bewegen muss man sich, sofern man kann.

Den Kern des Spiels bildet die Anzahl der eigenen Türme. Demensprechend wird diese auch ständig erhöht oder verringert, um die gewünschte Zugweite zu generieren. Vor allem der Ziellauf gestaltet sich diesbezüglich manchmal gar nicht so einfach, weil das Zielfeld genau erreicht werden muss. Wichtig ist auch, wie man die eigenen Türme teilt. So opfert man bereitwillig einen einzelnen Stein, um mit dem Rest doch noch einen ganz passablen Turm zu behalten, mit dem man im nächsten Zug vielleicht ein ganzes Stück vorwärts kommen kann.

27 ist ein kleiner taktischer Leckerbissen, der wegen seiner einfachen Regeln und der kurzen Spieldauer auch mal gerne Leute mitmachen lässt, die diesem Genre üblicherweise nicht allzu viel abgewinnen können. Und wem das Spiel in seinen Grundregeln zu einfach ist, sollte die Variante ausprobieren, in der man die grauen Wegsteine wahlweise mitnehmen oder stehen lassen kann.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung 27: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 26.01.18 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

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