Rezension/Kritik - Online seit 30.09.2005. Dieser Artikel wurde 5814 mal aufgerufen.

Affentanz

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Autor: Roberto Fraga
Illustration: Claus Danner
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4092
Affentanz

Spielziel

Affenkönig Zongo hat zum Affentanz geladen und die Affen tanzen wild im Takt der Buschtrommeln. Die Spieler versuchen, dieselben Bewegungen wie der Affenkönig zu machen. Aber nur, wer am schnellsten erkennt, was der Affenkönig vortanzt, gewinnt dieses Spiel.

Ablauf

Die 25 Zongo-Karten werden auf dem Tisch als Quadrat ausgelegt. Jeder Spieler erhält die beiden Affen sowie die Kokosnuss-Karten seiner Farbe. Dann kann das Spiel schon losgehen. Jeder Spieler sucht sich unauffällig eine Zongo-Karte aus, deren Bewegungen er mit seinem Gummiaffen unter dem Tisch nachzuahmen versucht. Ist er damit fertig, stimmt er leise den Affengesang (uuh, uuh, uuh, aah, aah, aah, uuh, uuh, uuh ...) an. Wenn alle Spieler mitsingen, ruft man gemeinsam „Auf zum Affentanz“ und legt gleichzeitig die Gummiaffen auf den Tisch.

Nun versuchen alle Spieler so schnell wie möglich die passenden Zongo-Karten zu den Gummiaffen der Gegner zu finden. Wer meint, eine richtige Karte gefunden hat, legt schnell eine seiner Kokosnuss-Karten darauf und kann eventuell sogar noch nach einer zweiten oder sogar dritten passenden Zongo-Karte suchen.

Vor dem Suchen sollte man aber überprüfen, ob auch nicht zwei Mitspieler mit ihren Affen die gleiche Bewegung nachgebildet haben. Denn dann darf man keine Kokosnuss auf diese Zongo-Karte legen. Außerdem sollte man sich seiner Sache vor dem Legen ziemlich sicher sein, denn wenn die Kokosnuss erst einmal platziert wurde, darf sie nicht mehr versetzt werden. Und auf die Zongo-Karte, die man selbst gewählt hatte, darf man natürlich keine eigene Kokosnuss legen.

Wenn alle passenden Zongo-Karten gefunden wurden, gibt es Punkte. Wenn die Kokosnüsse richtig abgelegt wurden, darf man als Belohnung die entsprechende Zongo-Karte an sich nehmen. Hat man seine Kokosnuss falsch abgelegt, muss man bereits erworbene Zongo-Karten wieder abgeben. Ebenfalls eine Karte als Strafe abgeben muss ein Spieler, der mit seinem Gummiaffen Bewegungen macht, die zu keiner Karte passen.

Nach jeder Runde erhalten die Spieler ihre Kokosnüsse zurück, und man startet in die nächste Runde. Das Spiel endet, wenn ein Spieler vier oder mehr Zongo-Karten sammeln konnte.

Fazit

Die Spielregel ist kurz, übersichtlich und leicht verständlich gestaltet.

Das Spielmaterial macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Allerdings hält es nicht ganz, was es optisch verspricht. Zum einen sind die niedlichen Gummiaffen nicht unbedingt so entwickelt worden, dass sie den gestellten Anforderungen entsprechen. Beim Biegen der Arme in die gewünschten Positionen klappt alles wunderbar, will man allerdings die Beine drehen oder im rechten Winkel zum Körper abbiegen, so funktioniert das leider nicht wirklich optimal. Aus diesem Grund gingen einige der Kinder in meinen Testrunden sehr schnell dazu über, Bewegungen nachzumachen, bei denen die Beine einfach in stehender Position blieben. Das wurde aber von den anderen Kindern ziemlich schnell durchschaut, so dass diese wiederum einen klaren Vorteil beim Suchen hatten.

Die Holzaffen sind leider nicht mehr als eine nette, aber unnötige Zugabe zum Spiel. Sogar meine 4jährige Tochter stellte deren Sinn schon beim ersten Spiel in Frage. Auf ihre Frage, wofür diese Affen den eigentlich gedacht seien, antwortete ich: „Zur Anzeige, welche Farbe jeder Spieler hat“. Daraufhin meinte sie nur, dass man das doch auch an den Farben der Kokosnuss-Karten erkennen könne. Irgendwie erwecken die Holzaffen also den Eindruck, dass sie dem Spiel nur beigepackt wurden, um den Materialwert preisentsprechend erscheinen zu lassen.

Dafür hatten die Kinder an den Gummiaffen umso mehr Spaß. Denn nach dem Spiel wurden diese meistens nicht in die Schachtel zurück gelegt, sondern im freien Spiel begeistert weiter verwendet.

Das Spiel selbst ist schnell erklärt und wird ebenso leicht verstanden. Allerdings verläuft es doch nicht ganz so einfach, wie man sich das nach der Erklärung vorstellt, denn der Affenkönig macht sehr viele Bewegungen, die auf den ersten Blick gleich aussehen, es aber letztendlich doch nicht sind. Einmal hebt er das rechte, auf der anderen Karte das linke Bein. Nach ein bis zwei Runden merken die Kinder dann sehr schnell, dass sie doch etwas genauer hinsehen müssen als anfangs gedacht. Der Affengesang machte den Kindern großen Spaß, wohingegen sich die mitspielenden Erwachsenen dabei meistens etwas dumm vorkamen. Die Erwachsenen-Taktik für dieses Spiel war daher meistens, sich mit dem Biegen des Affen am längsten Zeit zu lassen, um als letzter Spieler in den Gesang einstimmen zu können.

Spaß macht das Spiel in jedem Fall. Und von den Kindern erfordert es lerntechnisch genaues und schnelles Beobachten und Vergleichen und fördert außerdem die Unterscheidung zwischen rechts und links. Aufgrund des nicht allzu hohen Preises ist Affentanz also bestimmt als passendes Geschenk für den nächsten Kindergeburtstag geeignet, auch wenn man die vier Holzaffen weglassen und den Preis lieber noch um ein oder zwei Euro senken hätte können.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Affentanz: 3,0 3,0, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.07.05 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.07.05 von Hans-Peter Stoll - Leider schmälern die Biegsamkeit der Affen sowohl Aufmachung als auch Spielreiz.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.07.05 von Peter Nos
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.09.05 von Uta Weinkauf - Schade, dass das Material der Affen nicht ein wenig besser ist... die Figuren die nachgebildet werden sollen, halten teilweise schlecht bis gar nicht.

Leserbewertungen

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