Rezension/Kritik - Online seit 28.12.2017. Dieser Artikel wurde 3639 mal aufgerufen.

Ali Baba

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Autor: Martino Chiacchiera
Remo Conzadori
Illustration: Denis Martynets
Verlag: White Goblin Games
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3035
Ali Baba

Spielziel

Vor Ali Babas erstaunten Augen öffnet sich die mit Schätzen gefüllte Höhle. Schnell fängt er an, die Schätze einzusammeln. Doch er muss sich beeilen, denn die Räuber können jeden Moment zurückkommen! Zeitnot herrscht in diesem Spiel zwar nicht, aber dafür schlüpfen mehrere Spieler in die Rolle Ali Babas, und jeder von ihnen will die meisten Schätze für sich erbeuten.

Ablauf

Auf dem 5 x 5 Felder großen Spielplan werden die Schatzplättchen verdeckt nebeneinander ausgelegt (6 bleiben übrig und werden verdeckt zur Seite gelegt). Darüber wird eine weitere 4 x 4 große Plättchen-Ebene gepackt, darauf folgen 3 x 3 Plättchen und zum Schluss werden 2 x 2 offen ausgelegt. Für den weiteren Spielverlauf gilt: Werden Plättchen an keiner Stelle von anderen überdeckt, werden sie umgedreht und können ab sofort genommen werden.

Wer an der Reihe ist, wählt ein offenes Schatzplättchen, führt den dazugehörigen Zauber aus, der von der Hintergrundfarbe des Plättchens abhängt, und legt den Schatz hinter seinen Sichtschirm. Es gibt sechs verschiedene Zauber:

  • pink: 5 Punkte
  • blau: 2 Punkte für jedes aufgedeckte Plättchen
  • beige: 2 Punkte für jeden gesammelten Schatz dieser Sorte (dazu muss man den Mitspielern die entsprechenden Schätze zeigen)
  • grün: zusätzlich ein benachbartes Plättchen nehmen
  • gelb: die Mitspieler müssen je einen gesammelten Schatz anbieten, und einen davon darf man sich nehmen
  • weiß: eine Schatz- oder Zauberart wird gewählt, die nicht gewählt werden darf, bis man selbst wieder an die Reihe kommt

Das Spiel endet, wenn der letzte Schatz aufgedeckt wurde. Dann wird die Runde noch fertig und eine weitere komplett gespielt. Je mehr Schätze einer Art man gesammelt hat, umso mehr Punkte erhält man (1 Punkt für 1 Schatz, 21 für alle sechs einer Art).

Fazit

Das Spielprinzip von Ali Baba ist leicht zu verstehen. Etwas länger braucht man in der ersten Partie jedoch, um sich die Auswirkungen der einzelnen Zauber (= Plättchenfarben) zu merken. Zwar ist auf der Innenseite der Sichtschirme eine grafische Übersicht abgedruckt, aber diese ist nicht in allen Fällen selbsterklärend. Somit wird anfangs immer wieder nachgefragt oder in der Spielregel nachgeschlagen, falls keiner das Spiel kennt.

Die Spielregel ist kurz, übersichtlich und leicht verständlich aufgebaut und bietet den Spielern noch drei zusätzliche Varianten an. So kann zum Beispiel die Spielfläche für 2er-Partien auf 4 x 4 verkleinert werden, wenn zuvor drei Schatzarten aus dem Spiel genommen werden. Oder man spielt mit dem normalen Spielplan und entfernt vorher eine Schatzart, so dass man sicher sein kann, dass von allen mitspielenden Schätzen auch sechs im Spiel sind. In der Grundvariante kann es nämlich sein, dass man Schätze sammelt, von denen einige zu Beginn aussortiert wurden. Dann schafft man es natürlich nicht, auf die Höchstpunktezahl zu kommen, selbst dann nicht, wenn die lieben Mitspieler nicht dazwischen funken.

Grundsätzlich wird umso mehr um die einzelnen Schatzarten gekämpft, je mehr bei einer Partie Ali Baba mitmachen. Wie leicht oder schwer es fällt, eine Schatzart komplett für sich alleine zu ergattern, hängt aber auch davon ab, in welcher Kombination die einzelnen Plättchen nach und nach aufgedeckt werden. Überhaupt sorgt dieser stets andere Aufbau des Spiels für ausreichend Abwechslung zwischen den einzelnen Partien.

Das Spielmaterial ist schlicht, aber schön gestaltet und stabil. Die Sichtschirme hätten ruhig größer ausfallen können, denn hinter einen Schirm passen gerade mal zwei Schätze nebeneinander. Das Aufdecken der Plättchen gestaltet sich ziemlich fummelig, und man muss dabei sehr aufpassen, dass man nichts verschiebt. Vor allem aber auch, dass beim Verschieben von Plättchen nicht auch noch die Punktemarker verschoben werden, denn die Zählleiste verläuft unmittelbar neben den Plättchen der ersten Ebene.

Allgemein liegt mit Ali Baba ein schönes Spiel vor, das eine gelungene Mischung aus Glück und Taktik bietet. Mit seinen einfachen Regeln ist es leicht zu erlernen, bietet kurzweiligen Spaß für die ganze Familie und auch Vielspieler machen zwischendurch gerne mal mit.

Rezension Sandra Lemberger

Regelvarianten

Vor dem Spiel werden sechs Plättchen offen neben den Spielplan gelegt - es dürfen keine Schatzplättchen der Sorte "Aladdins Lampen", die auch durch ein Sternchen markiert sind, dabei sein. Wenn sich während des Spiels jemand für eine Aladdin-Lampe entscheidet, kann er wählen, ob er den normalen Plättchenzauber nutzt und den Schatz hinter seinen Sichtschirm legt, oder ob er sich "Aladdins Zauber" bedient und die Aladdin-Lampe gegen einen der Schätze tauscht, die neben dem Spielbrett ausliegen.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Ali Baba: 4,0 4,0, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.17 von Sandra Lemberger - Wenn das Spiel auch für Grobmotoriker geeignet wäre, würde ich durchaus die Note 5 vergeben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.11.17 von Michael Kahrmann
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.11.17 von Jürgen Henrich
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.11.17 von Horst Sawroch

Leserbewertungen

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