Rezension/Kritik - Online seit 31.10.2016. Dieser Artikel wurde 4615 mal aufgerufen.

Animals on Board

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Autor: Ralf zur Linde
Wolfgang Sentker
Illustration: Alexander Jung
Verlag: eggertspiele
Pegasus Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 - 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2016
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
3,5 3,5 Leser
Ranking: Platz 3576
Download: Kurzspielregel [PDF]
Animals on Board

Spielerei-Rezension

Noahs Arche musste schon des Öfteren als Thema für Brett- oder Kartenspiele herhalten. Logischerweise ging es dabei immer darum, möglichst viele Tierpaare zu ergattern. Animals on Board basiert zwar auch auf diesem Thema, packt es aber etwas anders an: Weil Noah alle Tierpaare für sich beansprucht, will man hier am Ende auf keinen Fall Paare besitzen. Dass dies aber trotzdem öfter passiert als einem lieb ist, liegt daran, dass man möglichst viele Tiere einer Art auf seinem Boot haben möchte. Dass man dann manchmal über zwei nicht hinauskommt, ist ein gemeiner, aber gewollter Nebeneffekt. Animals on Board funktioniert wie folgt:

Jeder Spieler besitzt zu Beginn eine Arche, eine Pausenflagge sowie eine Futterkiste. In der Tischmitte werden - abhängig von der Spielerzahl - 8 bis 12 Tierplättchen offen und eines verdeckt ausgelegt. Die Plättchen liegen dabei alle dicht aneinander und bilden eine Tiergruppe. Wer an der Reihe ist, kann immer aus zwei Möglichkeiten wählen: Entweder er teilt eine Tiergruppe in zwei beliebig große Gruppen und nimmt sich als Belohnung eine Futterkiste. Oder er kauft eine komplette Tiergruppe und bezahlt dafür Futterkisten entsprechend der Gruppengröße. In diesem Fall steigt er aus der laufenden Runde aus und steckt als Zeichen dafür seine Pausenflagge auf seine Arche. Der erste Spieler, der aussteigt, erhält zusätzlich die Startspielerflagge und darf die nächste Runde beginnen. Sobald der vorletzte Spieler aussteigt, bleibt dem letzten Spieler noch genau ein Spielzug, dann muss auch er die Runde beenden.

Für die neue Runde entfernen alle die Pausenflaggen von ihren Schiffen, die verbliebenen Tiere werden wieder zu einer Gruppe zusammengeschoben und gemäß der Startaufstellung ergänzt.

Das Spiel ist zu Ende, wenn mindestens ein Spieler 10 oder mehr Tiere besitzt. Alle Spieler müssen nun ihre Tierpaare von der Arche nehmen. Sollte danach noch jemand mehr als 10 Tiere haben, so muss er überzählige ebenfalls ablegen. Einzelne Tiere zählen am Ende entsprechend ihrem Punkte-Aufdruck (1 - 5), alle Tierplättchen einer Art, von der man drei oder mehr besitzt, sind jeweils 5 Punkte wert. Außerdem erhält man noch einen Punkt je übrig gebliebener Futterkiste.

Animals on Board überzeugt durch einfache Regeln, die das Spiel aber keineswegs banal erscheinen lassen, jedoch einen schnellen Einstieg für Neulinge gewährleisten. Da man nur zwischen zwei Aktionsmöglichkeiten entscheiden kann, kommt es auch selten zu langen Grübeleien. Trotzdem bietet das Spiel genug, um es spannend zu machen:

Wie teilt man eine Gruppe am besten? Einerseits möchte man sich selbst eine bezahlbare Gruppe mit einem gewünschten Tier schaffen, andererseits aber den Mitspielern keine Vorlagen machen, denn hinter den punkteträchtigen 5er-Tieren ist natürlich jeder her.
Auch der richtige Zeitpunkt zum Kaufen einer Tiergruppe will bedacht sein: Steigt man zu früh aus, ohne vorher ausreichend Futterkisten gesammelt zu haben, beginnt man die neue Runde möglicherweise mit keiner oder nur einer Futterkiste, was meistens ungünstig ist. Bei allzu langer Gruppenteilung und damit verbundenem Futterkistensammeln bleibt aber oft nichts mehr Brauchbares übrig. Außerdem kann es immer mal wieder passieren, dass die Mitspieler ganz schnell einer nach dem anderen aussteigen und man plötzlich als Letzter nur mehr eine Aktion zur Verfügung hat, obwohl man doch noch so viel machen wollte. Schlimmstenfalls liegt zu diesem Zeitpunkt nur noch eine große Tiergruppe aus, die man nicht kaufen kann, weil man nicht genug Futterkisten besitzt. In diesem Fall geht man für diese Runde leer aus, was meistens dafür sorgt, dass man nicht mehr gewinnen kann.

Auch die Merkfähigkeit ist hier gefragt: Was sammeln die Mitspieler? Möglicherweise kann man beim Gruppenteilen deren Pläne vereiteln, indem man gewünschte Tiere auf zwei verschiedene Gruppen aufteilt. Damit hier aber auch genügend Glück im Spiel bleibt, gibt es erstens das verdeckte Tierplättchen der Anfangsgruppe und außerdem verfügt jeder Spieler bereits zu Spielbeginn über ein Tier auf seiner Arche, das die Mitspieler nicht kennen.

Aufgrund seiner einfachen Regeln eignet sich das Spiel wunderbar für Familien. Dass Kinder gerne eine Partie mitspielen, dafür sorgt auch das tolle Material, denn jedes der 60 Tierplättchen sieht anders aus. Die fünf einer Art sind nämlich jeweils als heranwachsende Tiere dargestellt, vom Baby bis zum Opa also. Aufpassen sollte man nur, dass man das Nilpferd- und das Nashorn-Baby nicht verwechselt, ansonsten sind die Grafiken sehr gelungen.

Rezension Sandra Lemberger

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Animals on Board: 4,0 4,0, 6 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.10.16 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.04.16 von Michael Kahrmann
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.05.16 von Edgar Ameling - Schönes Familienspiel. Man versucht, Tiere mit einem hohen Wert für seine Arche zu sammeln. Allerdings muss man dabei eine Bildung von Pärchen vermeiden, weil die am Ende keine Punkte bringen. Außerdem muss man die Tiere ernähren können. Manchmal ganz schön tricky, aber durchaus unterhaltsam.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.09.16 von Roland Winner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.10.16 von Rene Puttin - Super simple Idee, die aber eine gute Spieltiefe erzeugt und redaktionell und optisch sensationell gut umgesetzt wurde.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.16 von Frank Solnitzky - Für mich persönlich ein Flop des Jahres 2016. Material als Blendwerk, welches nicht funktional ist. Ein Spielzug und Spielrhythmus, der wenig bis keine Spannung aufkommen lässt.

Leserbewertungen

Leserwertung Animals on Board: 3,5 3.5, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.10.16 von Jörn
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.10.16 von doczocker
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.11.16 von Grego - Auf der Messe Essen 16 getestet: so richtig Spielspass wollte nicht aufkommen, eher eine langweilige Geschichte
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.03.17 von Scholle

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