Rezension/Kritik - Online seit 23.03.2002. Dieser Artikel wurde 13945 mal aufgerufen.

Ein Arsch kommt selten allein

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Autor: Harald Bilz
Illustration: Franz Vohwinkel
Verlag: Heidelberger Spieleverlag
Nürnberger Spielkartenverlag
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 10 - 30 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2001
Bewertung: 3,6 3,6 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 3921
Ein Arsch kommt selten allein

Spielziel

Wie es der Titel erahnen lässt, geht es in "Ein Arsch kommt selten allein" um ein gewisses Körperteil, welches im Leben für so manch negativ behafteten Ausspruch herhalten muss. Und in der Tat, hier kommt tatsächlich kein Arsch alleine, sondern ein ganzes Kartenspiel voller kleiner und größer Ärsche. Ziel der 2-4 Spieler ist es ihre Karten möglichst als erster loszuwerden, wobei die 4-Spieler-Variante in zwei Teams gespielt wird.

Ablauf

Es gibt 52 Karten, in den Werten von 1 bis 15 (ohne die 13) und in 4 verschiedenen Farben. Auf den Karten sind kleine Ärsche (Karten mit kleinen Werten) und größere Ärsche (Karten mit hohen Werten) abgebildet. Es gibt weibliche (rot / gelb) und männliche Ärsche (braun / schwarz). Jeder Spieler bekommt zu Spielbeginn 10 Karten auf die Hand. Der Spieler mit dem größten Leidensdruck beginnt. :-)

Gespielt wird wie folgt:

Ein Spieler startet die Runde und spielt eine Karte aus. Der im Uhrzeigersinn nächste Spieler hat nun 3 Möglichkeiten:

a) Erhöhen: Er legt eine einzelne Karte höheren Wertes darauf. Dann kommt der nächste Spieler an die Reihe.

c) Passen: Kann oder will ein Spieler keine Karte legen, muss er Karten von Nachziehstapel ziehen. Er muss so lange Karten nachziehen, bis er mindestens einen männlichen und einen weiblichen Arsch gezogen hat.

b) Verarschen: Er legt zwei Karten gleicher Farbe aus, die in Summe kleiner sind, als die zuvor gespielte Karte. Die beiden Karten können einen unterschiedlichen Wert haben und müssen nicht von der gleichen Farbe der zu unterbietenden Karte sein.

Der Spieler kann wählen, welche der beiden gelegten Karten obenauf liegen soll. Keine unbedeutende Sache, denn man liegt die höhere Karte aus, hat man die Möglichkeit 2 weitere Karten, die in Summe wiederum kleiner sein müssen, als die obenauf liegende Karte abzulegen.

Für jedes gelegte Kartenpaar muss der nächste linke Nachbar aussetzen, d.h. wenn bei 3 Spielern der am Zug befindliche Spieler 2 x 2 Karten ausspielt, müssen die nächsten beiden Spieler aussetzen und man kann demnach selbst wieder weiter spielen. Voraussetzung ist jedoch, dass der eigene Spielzug einen Abschluss findet. Dies geschieht, in dem er abschließend eine Einzelkarte spielt, die höher ist, als die obere Karte des zuletzt gelegten Kartenpaars. Wer nur noch niedrige Karten hat, sollte bei seinem letzten gelegten Pärchen die niedrigere Karten nach oben legen. Voraussetzung für eine "Verarsche" ist, dass man diese abschließen kann.

Sobald ein Spieler seine letzte Karte ausgespielt hat, gilt das Spiel als gewonnen. Die verbleibenden Spieler notieren den Wert ihrer Handkarten.

Man kann eine Runde oder eine vorher definierte Anzahl Spielrunden spielen.

Bei 4 Spieler bilden die beiden gegenüber sitzenden Spieler ein Team. Sie spielen zwar jeder für sich, jedoch ist es ihr Ziel beide ihre Karten komplett von der Hand zu spielen, bevor es die beiden anderen Spieler schaffen.

Fazit

Die Abbildungen auf den Karten zeigen bereits, dass es bei diesem Spiel um kein ernstes Strategie-Spiel handelt, sondern mehr um ein Fun-Spiel.

Die unterschiedlichen Hinterteile sorgen beim ersten Anblick für ein Schmunzeln unter den Spielern. Die Farben braun und schwarz sind jedoch bei nicht idealen Lichtverhältnissen schlecht zu unterscheiden, woran man sich nach einigen Runden gewöhnt.

Die Regeln hat man relativ schnell verinnerlicht, das Ergründen der taktischen Möglichkeiten kurze Zeit später.

In jedem Fall muss darauf geachtet werden, dass man einem Mitspieler der anderen Partei keine Steilvorlage bietet, d.h. man sollte das Spiel mit möglicht niedrigen Karten an den nächsten Spieler weitergeben, damit dieser möglichst keine Chance hat, diese mit zwei Karten zu unterbieten. Spielt man im Team ist es von Vorteil, wenn man zuerst eine Doppelkarte ausspielt, um die gegnerische Partei auszuschalten und dann jedoch mit einer hohen Einzelkarte abschließt. Somit hat der Mitspieler die Möglichkeit ebenfalls zwei Karten zu legen und die Vorlage zurück zu geben. Auf diese Weise kann es durchaus vorkommen, dass ein Team Ping-Pong spielt und das gegnerische Team ausmanövriert. Aber keine Panik. Es dauert meist nicht lange bis der Zeitpunkt kommt, zu dem man keine passende Karte mehr ausspielen kann und dann wird zurück geschlagen :-).

"Ein Arsch kommt selten allein" ist ein einfaches, schnell zu erlernendes Kartenspiel, welches man gerne mal am Stammtisch oder in einer lockeren Runde auspackt und bei Bier und Brezeln zocken kann.

  • Wer Spaß an Karriere-Poker hat, jedoch die Anzahl der hierfür notwendigen Spieler nicht aufbringen kann...

  • Wer Tichu mag, jedoch vom Anspruch her den Abend etwas lockerer gestalten möchte...

  • Wer Lust auf ein locker flockiges Spielchen mit einigen taktischen Möglichkeiten hat...

...kann einige vergnügte Runden mit "Ein Arsch kommt selten allein" haben.

Das Spiel zu zweit entspricht einer Art "Handrommé"-Variante, bei der man Karten sammelt und dann versucht in einem Zug den Sack zu schließen. Ab und an ganz nett, aber kein Überflieger.

Beim Spiel zu dritt spielt jeder für sich, was zwar funktioniert, aber vom Spielspaß her nicht mit dem Spiel zu viert vergleichbar ist.

Ich empfehle das Spiel zu viert, die Team-Variante, welche in unseren Runden deutlich besser ankam, für vergnügte Runden sorgte und in einer Kneipe durchaus zum Abendfüller werden kann.

Rezension Frank Gartner

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Ein Arsch kommt selten allein: 3,6 3,6, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Klaus Geis
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Haui Hauenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Clemens Schollenberger
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.03.12 von Michael Timpe

Leserbewertungen

Leserwertung Ein Arsch kommt selten allein: 4,3 4.3, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Zanow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.12.04 von Mister X - Nein.Mir fällt nix ein.AH doch. Cooles Spiel.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.05.06 von Frank-Philipp Wolfer - Schnell gelesen, schnell begriffen, schnell gespielt, schnell wieder gemischt und nochmal eins,- ein richtiger Burner. Wir fanden es alle geil und witzig. Rundherum stimmig. So muss Unterhaltung sein !!!

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