Rezension/Kritik - Online seit 18.10.2015. Dieser Artikel wurde 3939 mal aufgerufen.

Bubble Bomb

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Autor: Henri Kermarrec
Illustration: Henri Kermarrec
Verlag: AMIGO
Rezension: André Beautemps
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3774
Bubble Bomb

Spielziel

Mein Farbberater sagt ja, man soll nicht so lange überlegen, für welche Farbe man sich entscheidet. Das gilt auch für die Form. Also hier. Bloß nicht zu lange überlegen, was man denn wohl sammeln möge, denn bis zu dieser Entscheidung könnte ein Konkurrent seine Sammlung bereits vervollständigen durch ein geschicktes "Banzai!!!"

Ablauf

Was ich auf dem Tisch sehe:
Ein paar jeweils einfarbige Aufgabenkarten, ein paar Karten mit Formen als Vorgabe und die Bubble Bomb, eine besondere Aufgabenkarte. Außerdem jeweils 7 Chips direkt vor mir und jedem meiner Mitspieler sowie deren 9 in der Tischmitte. Alle Chips zeigen beidseitig Symbole in einer bestimmten Farbe. Griffbereit in der Nähe liegt ein Stoffsäckchen mit Ersatzchips.

Was ich tun muss:
Schneller als alle anderen eine der offen liegenden Aufgaben erfüllen. Also 7 Chips vor mir liegen zu haben, die alle die gleiche Form oder die gleiche Farbe zeigen oder für die Bubble Bomb genau alle unterschiedlich in Farbe und Form sind.

Wie ich das erreichen kann:
Ich darf meine eigenen Chips und die in der Tischmitte beliebig drehen, d. h. die Unterseite nach oben drehen, um dort hoffentlich eine passende Form oder Farbe zu finden. Oder mit der Mitte einen Chip austauschen, sprich einen von meinen bisherigen in die Mitte geben und einen anderen dafür nehmen. Fehlt mit nur noch ein Chip zur Erfüllung einer Aufgabe und liegt dieser bei einem Mitspieler, darf ich "Banzai!" rufen und mir diesen Chip ebenfalls zurecht tauschen. Kriege ich ohne diesen Punkt eine Aufgabe erfüllt, mache ich dies durch den Ruf "Bumm!" den anderen deutlich.

Was es mir bringt:
Für die Erfüllung einer normalen Aufgabe lege ich einen meiner Chips zur Seite, dieser ist ab sofort ein Siegpunkt für mich. Für diesen ziehe ich einen Chip aus dem Stoffsäckchen nach. Danach wird noch das Aufgabenplättchen umgedreht und gibt nun eine andere Aufgabe vor.
Habe ich die Bubble Bomb erfüllt, nehme ich mir diese als Siegpunktmarker und tausche alle eigenen Chips gegen welche aus der Mitte. Im Unterschied zu den anderen Siegpunktchips kann die Bubble Bomb aber wieder verloren werden, wenn jemand anderes nach mir die Aufgabe ebenfalls erfüllt. Habe ich sie zum Schluss des Spiels in meinem Besitz, zählt sie drei Siegpunkte.

Wann hört das auf:
Sobald der letzte Chip aus dem Stoffsäckchen nachgezogen wurde, endet eine Runde. Man zählt seine Punkte zusammen und ermittelt einen oder mehrere Sieger.

Fazit

Was ich vom Spielmaterial halte:
Die Plastikchips und auch die Aufgabenplättchen aus solider Pappe liegen in gewohnt guter Qualität vor. Bisher sind auch nach diversen Testrunden keine Verschleißerscheinungen aufgetreten. Den Schachtelinhalt füllt zu mehr als 50 % das berühmte Tiefziehteil, also der Plastikeinsatz mit ein paar Aussparungen für Aufgaben und Chips. Es handelt sich um das bekannte Dilemma, dass die genormten Schachtelgrößen der Verlage manchmal eine solche Maßnahme erfordern. Dafür sind die Aufgabenplättchen auch schön groß gestaltet, so dass auch in größerer Runde keine Beanstandungen im Hinblick auf die Erkennbarkeit der Aufgaben entstehen.

Wann ich das Spiel verstanden habe:
Sofort. Die zweiseitige DIN-A4-Spielregel lässt keine Fragen offen und stellt sofort klar, dass es keine hohen Einstiegshürden und Regelschwierigkeiten geben wird. Ein sehr positiver Aspekt, der im Gegensatz zur Kritik an den Regelvorgaben gerne beiläufig erwähnt wird. Hier also sei es noch einmal klar und deutlich ventiliert: Die Spielregel ist sehr gut gelungen.

Wie ich das Spielgeschehen empfinde:
Vor allem: kurz. Was definitiv kein Nachteil ist, bietet sich doch bei Gefallen schnell eine Wiederholung an. Um zu gefallen, muss ein Spiel dieser Kategorie allen Beteiligten auch im Niederlagenfall über die gesamte Spieldauer Spaß bereiten. An dieser Stelle hakt es hier leider. Durch den sehr gering gehaltenen Austausch und Durchsatz an verschiedenen Chips (in der Regel ein Chip pro erzieltem Punkt) ergeben sich leider immer wieder Konstellationen, bei denen einer oder zwei Spieler ständig punkten können, da sie schnell die jeweils neuen Aufgaben erfüllen können. Ich habe dies selbst zunächst einem Zufall zugeschrieben und daher eine ganze Reihe von Testspielen durchgeführt und durchführen lassen, um dies empirisch zu überprüfen. Das Ergebnis hätte ich nicht für möglich gehalten: In ALLEN Partien gab es mindestens eine Phase, in der genau dies passiert ist. Das sorgt bei anderen Teilnehmern für erheblichen Frust, der dem Spielspaß nicht zuträglich ist.

Wer das Spiel spielen kann:
Die Altersangabe sagt: Familienspiel. Stimmt. Genau dieser Teilnehmerkreis ist sicherlich die beste Zielgruppe. Spielvieh und Geeks werden nicht besonders gereizt und sind einzig dankbar für die kurze Dauer. Denn im Durchschnitt dauert ein Durchgang 5 bis 6 Minuten. Das ist in jedem Fall verschmerzbar. Und da das Glück gerne mal ganz launisch dem ein oder anderen auf der Spielschulter hockt, können Spielekreise mit den Schwerpunkten niedriges Regelniveau und permanente Aktivität während des Spielgeschehens hier genau auf ihre Kosten kommen.

Was ich abschließend zu sagen habe:
Selber ausprobieren! Ich kann weder in die eine noch in die andere Richtung klare und unumstößliche Empfehlungen aussprechen. Weder ist dies ein "Finger weg!"-Werk noch ein "Must Have"-Produkt. Eine schnelle Testrunde kann jedem selbst Aufschluss darüber geben, ob er oder sie sich als interessierter Bubble Bomber definiert oder nicht. Ich kann mich diesem illustren Kreis nicht hinzuzählen.

Rezension André Beautemps

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Bubble Bomb: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.08.15 von André Beautemps

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