Rezension/Kritik - Online seit 27.05.2018. Dieser Artikel wurde 471 mal aufgerufen.

Burg Kletterfrosch

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Autor: Gunter Baars
Markus Nikisch
Illustration: Antje Flad
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1941
Burg Kletterfrosch

Spielziel

Francesco, der Burgfrosch, ist total im Stress! Ständig fällt irgendeinem Burgbewohner ein Gegenstand runter und landet im Burgteich, wo nur er ihn rausholen kann. Wie gut, dass er auch sehr gut klettern kann, denn nicht jeder Burgbewohner wohnt in der unteren Etage. Zusätzlich erschweren geschlossene Fensterläden noch das Finden des richtigen Besitzers - denn nur dann macht sich Francesco vorsichtig auf den oft beschwerlichen Weg nach oben ...

Ablauf

Öffnet man Burg Kletterfrosch zum ersten Mal, dann ist das mit etwas mehr Aufbauarbeit verbunden, die jedoch toll mit Bildern und Erklärungen in der Spielanleitung unterstützt wird. Wiederholungstäter können das Spiel aber rasch aufbauen, da alles teilweise aufgebaut bzw. eingeklappt in der Spielschachtel verbleibt.

Die Burg Kletterfrosch besteht aus einem Gebäudeteil mit Fensteröffnungen, in die (variabel) Fensterläden mit den Bewohnern auf der Rückseite eingesetzt werden; davor befinden sich der Teich mit verschiedenfarbigen Kugeln sowie ein Stapel mit Gemäldekarten. Jede Runde wird eine Karte aufgedeckt und ihr Bewohner nun direkt gefunden werden. Klappt das, dann wird Francesco, der Kletterfrosch, mit einer farblich passenden Kugel beladen und durch vorsichtiges Ziehen von zwei seitlichen Schnüren nach oben zum Bewohner bewegt. Direkt unter diesem befindet sich nämlich ein Loch, in welches die Kugel innerhalb einer Sanduhrzeit "geliefert" werden muss. Schafft man es, dann erhält man die Gemäldekarte, ansonsten wird sie in die Schachtel abgeworfen. Wird die gesuchte Person nicht entdeckt, dann muss man die falsch aufgedeckte Person mit der Fensterladenseite in das freie Fenster setzen und somit wieder "verschließen".

Sobald alle Gemäldekarten vergeben bzw. in der Schachtel sind, endet Burg Kletterfrosch, und der Spieler mit den meisten Gemäldekarten darf sich über den Sieg freuen.

Fazit

Burg Kletterfrosch kommt in einer riesigen Schachtel daher, die prall gefüllt ist. Das Material ist durchdacht und hat bisher problemlos den üblichen Belastungsproben durch Kinderhände standgehalten. Wie schon erwähnt, sollte man sich beim ersten Aufbau ein bisschen mehr Zeit und Ruhe nehmen - vielleicht ohne aufgeregte, vorfreudige Kids. Wenn man dann aber - mit Hilfe der Bilder in der Spielregel - den Frosch gefädelt und geknotet hat, ist alles andere ganz einfach zu bewerkstelligen.

In voller Größe aufgebaut ist das Spiel ein Hingucker und zieht die Kleinen magisch an. Oft hat man Zuschauer, die fasziniert die anderen Kids beim Spielen beobachten möchten. Die Grafik ist märchenhaft, bei den Bewohnern ist für jeden Geschmack einer dabei: der Gärtner, der seinen Kürbis fallen lässt, der Kasper, der seinen Jonglierball verliert, die Prinzessin, die nicht gut genug auf ihre goldene Kugel achtet, der Soldat, dem die Kanonenkugel entgleitet, sowie sechs weitere Gestalten. Das Aussortieren einer Person am Spielanfang fällt nicht unbedingt leicht.

Burg Kletterfrosch wird vor die Spieler gestellt, so dass alle gut rankommen. Aus Fairnessgründen bekam in meinen Spielrunden immer der aktive Spieler den "perfekt" mittigen Sitzplatz, sobald er eine Kletteraktion starten durfte. Das Bewegen des Frosches ist anfangs für einige Kids eine kleine Herausforderung gewesen, aber bisher haben alle Mitspieler schnell verstanden, wie gezogen werden muss, damit der Frosch sich in die gewünschte Richtung bewegt. Äußerst selten scheiterte jemand aufgrund einer gepurzelten Murmel; wenn, dann gab es vereinzelt Zeitprobleme - gerade Randpositionen fallen manchmal schwerer. Spielt ein Kind erstmalig Burg Kletterfrosch, bietet es sich vor Spielbeginn an, eine "Probelieferung" durchzuführen, damit es ein Gefühl für Francescos Steuerung bekommt.

Auch Gruppen mit verhältnismäßig spielunerfahrenen Fünfjährigen konnten schnell und gut Burg Kletterfrosch spielen, da die Spielgeschichte und der Spielablauf wunderbar auf dieses Alter zugeschnitten ist. Das Merkelement mit den zum Teil doch oft wandernden Burgbewohnern fällt wie so oft den jüngeren Mitspielern häufig leichter als den älteren. Wenn der normale Schwierigkeitsgrad zu einfach ist bzw. wird, hat man zwei Möglichkeiten, ihn zu erhöhen: Zum einen sind in der Burgmauer Puzzleelemente zum Herausnehmen, die neue Löcher enthüllen, zum anderen kann man eine kooperative Variante ohne Merkaufgabe spielen - dabei bewegen immer zwei Spieler den Frosch gemeinsam gegen die Sanduhr. Auch besteht die Möglichkeit, das Spiel zu verkürzen, indem man einfach weniger Gemäldekarten nimmt; davon hat aber bisher keine Spielgruppe Gebrauch machen wollen.

Burg Kletterfrosch hat viele Kinder unterschiedlichen Alters begeistern können, die jüngeren Mitspieler jedoch nachhaltiger als die älteren. Diese können den Geschicklichkeitspart häufig mit ein wenig Übung so gut, dass die Sanduhr dann keine Herausforderung mehr darstellt und auch zusätzliche Löcher in der Wand nichts daran ändern können. Für die Kinder der Zielgruppe ab fünf liegt aber ein thematisch toll umgesetztes und faszinierendes Spiel vor, das Memoelemente gekonnt mit Geschicklichkeit verknüpft.

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Burg Kletterfrosch: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.04.18 von Stefanie Marckwardt - Eine schöne Mischung aus Merken und Geschicklichkeit im Märchengewand.

Leserbewertungen

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