Rezension/Kritik - Online seit 25.05.2023. Dieser Artikel wurde 466 mal aufgerufen.

Katapult Fehde (Catapult Kingdoms)

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Autor: Kristian Fosh
Illustration: Damien Mammoliti
Kristian Fosh
Verlag: Pegasus Spiele
Vesuvius Media
Rezension: Michael Timpe
Spieler: 2
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 14 Jahren
Jahr: 2021, 2022
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 4454
Katapult Fehde (Catapult Kingdoms)

Spielziel

Als ich vor einiger Zeit mal wieder im Spieleladen meines Vertrauens war, entdeckte mein sonst nicht so Spielebegeisterter Sohn „Katapult Fehde“ und war sofort interessiert. "Papa, können wir das kaufen?" … Na man kann sich denken wie das ausgegangen ist. Der Aufforderungscharakter des Spiels ist auf jeden Fall sehr hoch, das muss auch ich zugeben.

Ablauf

Jeder Spieler erhält eine kleine Grundplatte. Auf dieser kann nach eigenen Vorstellungen mit 16 Steinen sowie einem Torbogen eine kleine „Burg“ oder ähnliches gebaut werden. Tunlichst hinter den so errichteten Mauern platziert jeder Spieler seine 5 Spielfiguren. Anschliessend werden die Katapulte aufgestellt und immer abwechselnd darf eine der Kugeln in Richtung der gegnerischen Burg geschossen werden.

Ein guter Treffer räumt dabei meist einen Teil der Burgmauer ab und macht den Weg frei für das eigentliche Ziel – die gegnerischen Spielfiguren. Wer es als erstes schafft, alle 5 Figuren des Gegners entweder umzuwerfen oder von der Grundplatte zu stoßen, gewinnt das Spiel.

Als kleine Ergänzung im Spiel gibt es noch „Aktionskarten“ von denen man eine pro Schuss ausspielen darf. Damit darf man dann auch mal 2x hintereinander schießen, oder sogar mit dem gegnerischen Katapult direkt schießen, also aus sehr viel kürzerer Distanz.

Fazit

Den hohen Aufforderungscharakter hatte ich ja schon erwähnt, und den kann ich auch nach meinen Tests durchweg bestätigen. Wenn das Spiel - oder auch nur die Katapulte - irgendwo herumstehen oder -liegen, dauert es meist nicht lang bis irgendein Kind sich darum kümmert. Und auch Erwachsene sind nicht uninteressiert, zu probieren, wie weit und zielgerichtet man mit den Katapulten schießen kann. Und das funktioniert tatsächlich ziemlich gut. Die Katapulte sind sowohl dosierbar, was die Entfernung angeht, als auch zielgerichtet einsetzbar, das hat mir mein Sohn mehrmals eindrücklich vorgeführt. „Funktionieren“ tut das Spiel also einwandfrei.

Nur spielerisch lässt es einen etwas ratlos zurück. Zum einen fand ich das zusammenschießen der gegnerischen Wände nicht sonderlich spannend. Die Bausteine sind so leicht, dass ein ordentlicher Treffer schon recht viel abräumt. Ernsthaft Schutz finden die Spielfiguren hinter den Mauern nicht. Entsprechend lässt der Spaß, die gegnerischen Wände zu zerlegen, recht schnell nach. Dazu passt die extrem kurze Spieldauer, nach 5 min ist das Spiel normalerweise schon vorbei.

Die Taktikkarten interpretiere ich als Versuch vom Verlag, dem Spiel etwas mehr „Spielflair“ zu verpassen, was meines Erachtens aber nur bedingt funktioniert. Viel taktischer wird das Spiel dadurch nicht, nur aufwändiger im Sinne von etwas mehr „Nebenbei“ zu den eigentlichen Katapultschüssen. Bei uns sind die Karten sehr schnell wieder im Karton verschwunden und wurden nicht wieder nachgefragt. So wie letztlich das ganze Spiel, das nach wenigen „ernsthaften“ Partien bald nur noch als „Lager“ für die Katapulte diente, die dann im Kinderzimmer mit anderen Aufgaben betraut wurden.

Insofern ein Spiel, das zumindest in Teilen viel gespielt wird, nur nicht als das Spiel, das es hätte sein sollen. Dafür fanden wir es auf Dauer nicht lustig bzw. abwechslungsreich genug. Aber egal „Lasst uns nicht darüber streiten, wer wen getötet hat“ (Zitat, Monty Python). Wer zwei gut funktionierende Katapulte sucht, wird hier fündig. Als Partyspiel eher nur kurzzeitig ein Kracher.

Rezension Michael Timpe

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Katapult Fehde (Catapult Kingdoms): 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.03.23 von Michael Timpe - In meinen Augen Spielzeug in einer Spielepackung. Lustig zu probieren, aber danach hat man es dann sehr schnell gesehen - zumindest als Erwachsener.

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