Rezension/Kritik - Online seit 18.03.2015. Dieser Artikel wurde 5039 mal aufgerufen.

Der 7bte Zwerg

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Autor: Peter Neugebauer
Verlag: Pegasus Spiele
Rezension: Michael Timpe
Spieler: 2 - 6
Dauer: 15 - 30 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2014
Bewertung: 2,8 2,8 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 4225
Der 7bte Zwerg

Spielziel

7 Zwerge wollen, ja was wollen die eigentlich? Sich in eine Reihe stellen, und zwar der Größe nach auf- oder absteigend. Das ist schließlich das, was Zwerge gemeinhin machen. Vergleichen Sie dazu auch diverse Märchen einschlägiger Autoren oder Filme berühmter Cartoonisten. Genau dies machen wir auch in diesem Spiel, womit schon mal klar wäre: Wir haben es mit einem sehr atmosphärischen Spiel zu tun.

Ablauf

Jeder der sieben Zwerge wird im Spiel durch einen farbigen Würfel dargestellt (sehr thematisch, da Würfel ja auch eher klein sind). Ich beginne mit meinem ersten Zwerg, würfele diesen und entscheide dann, auf welches Feld ich ihn stellen will. Anschließend nehme ich den zweiten Zwerg, würfele auch ihn und muss wieder auswählen, wo ich ihn platzieren will. In der Regel muss ich jetzt auch entscheiden, ob ich meine Zwerge von klein nach groß oder lieber von groß nach klein sortieren will. Dann würfele ich den nächsten Zwerg und wähle wieder aus, wo ich ihn platzieren will. Dann würfele ich den nächsten Zwerg … Den weiteren Spielverlauf überlasse ich Ihrer Fantasie. Nach dem siebten Mal dürfen Sie weiterlesen.

Kurz erklären muss man noch, was mit „in die Reihe stellen“ gemeint ist: Es ist nicht erforderlich, dass die Würfel 1-2-3 platziert werden, sondern nur, dass jeder Würfel auf- oder absteigend passend zu den bisherigen in die Reihe gelegt wird. Am Anfang darf man also durchaus Lücken lassen, auch gleiche Würfelzahlen nebeneinander gelten als passend. Ich kann also z. B. erst eine 6 und dann eine 1 auslegen und damit die Enden der Reihe definieren.
Als kleinen Anreiz für „risikofreudiges“ Platzieren hat jedes Feld eine eigene Farbe, die einen Bonuspunkt bringt, wenn der farblich passende Würfel dort abgelegt wird. Zudem gibt es noch zwei Felder, die Minuspunkte für die Wertung bringen. Wenn ich sie nutze, kann ich aber dort je ein Mal einen unpassenden Würfel unterbringen.

Immer nach dem Platzieren des dritten Würfels dürfen alle Mitspieler einen Tipp abgeben, ob es dem Würfler gelingen wird, alle sieben Würfel regelkonform zu platzieren oder nicht. Für einen richtigen Tipp erhalten die Mitspieler am Ende 3 Punkte. Der aktive Spieler bekommt 7 Punkte, wenn es ihm gelingt, alle Würfel passend in der Reihe zu platzieren sowie in jedem Fall zusätzlich die Bonuspunkte für farbliche Übereinstimmungen.

Nach drei Runden gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Fazit

Würfeln, platzieren, würfeln, platzieren und das siebenmal nacheinander. Viel zu entscheiden gibt es in der Regel nicht, ein Feld weiter links oder rechts, das ist schon das Highlight. Beeinflussen kann man die Würfel bekanntermaßen eh nicht (zumindest nicht „legal“), und oft hängt es am letzten Wurf, ob die Reihenfolge stimmt oder eben nicht

So folgt man einfach den Gegebenheiten der Würfel, das Zwergenleben ist halt eher simpel. Spätestens nach der erste Runde legt sich die Anteilnahme der Mitspieler, und sie schauen nur noch mehr oder weniger stumm zu, wie die Würfel einer nach dem anderen platziert werden. Auch die gelegentlichen Wetten vermögen nicht langfristig an das Spielgeschehen zu fesseln. Taktische Möglichkeiten, vielleicht mal einen Wurf absichtlich verhauen, um den Mitspielern die Wetten zu verderben? Nur was für Kopfrechenschwache: Dies kostet einen selbst 7, die Mitspieler 3 Punkte. Und wie gesagt, steuern kann man es eh kaum.

Immerhin ist das Material in Ordnung, eben sieben Würfel und eine stabile Würfelablage. Auch die Regel ist ordentlich. Sie erklärt die ersten drei Würfe jeweils einzeln und zeigt passende Beispiele. Am Spieleinstieg sollte also niemand scheitern.

Als Lizenzspiel für den Film "Der 7bte Zwerg" war sicherlich für die ominöse Gemeinschaft der Nichtspieler ein sehr einfaches Spiel gefragt, und ein solches Spiel liegt hier auch vor. Zum Glück lesen Nichtspieler (hoffentlich) keine Spielerezensionen, daher darf ich hier meine Meinung als Spieler abgeben: Super! Super, dass der Karton so klein ist, da kann man ihn ganz unbemerkt nach dem Genuss des sicher ebenso witzigen Films im Kino liegen lassen. Aber ich bin wohl auch einfach nicht die Zielgruppe.

Rezension Michael Timpe

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Der 7bte Zwerg: 2,8 2,8, 5 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.15 von Michael Timpe - Ein Spiel für Nicht-Spieler, die damit voll überzeugt werden können, dass Spielen Kinderkram ist.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.03.15 von Regina Molter - Ein langweiliges Würfelspiel ohne Höhen und Tiefen!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.03.15 von Stephan Gehres - Das ist Spiel ist zwar nichts besonderes, aber es macht durchaus Spaß und kann auch ein wenig spannend sein, sowohl für den Würfler als auch für die Wetter. Als Absacker würde ich das durchaus wieder mitspielen. Ist auch um Längen besser als Heckmeck am Bratwurmeck. (Das ist für meine Begriffe nicht schwer, vermutlich sind da viele aber anderer Meinung)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.03.15 von Christoph Schlewinski - Das ist eine Neuauflage vom alten Klee Klassiker "Zocken", mit leicht vereinfachten Regeln. Die 4 gebe ich, weil es ein schönes schnelles Zockerspiel für Kinder ist.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.05.15 von Monika Harke - nettes kleines Zockerspiel

Leserbewertungen

Leserwertung Der 7bte Zwerg: 4,0 4.0, 4 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.15 von edru - Eigentlich unfair, wenn Vielspieler ein Kinder- oder Familienspiel abwatschen. So schlecht ist das Teil doch gar nicht.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.15 von docholz - Das Spiel macht Spaß als Opener oder Absacker. Eine so negative Wertung hat es wirklich nicht verdient, sage ich als Vielspieler. Mir gefällt's!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.15 von Frank Scholtz - Da möchte ich mich anschließen - das Spiel wird zu unrecht abgewertet! Nur weil es erheblich vom Glück abhängt, ist es nicht schlecht - Spass macht es allemal! Sehr gut als Einstieg oder Absacker in jeder Besetzung ab 3 Spielern geeignet :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 20.03.15 von Helby - Meine Bewertung bezieht sich auf das Spiel mit Kindern. Meine 3 Jungs (4,5,5 Jahre) haben viel Spaß bei dem Spiel. Durch den Glücksanteil, haben auch diese gute Gewinnchancen und wollen es zur Zeit ständig spielen, daher kann ich die ab 8 Jahre nicht ganz verstehen. Für mich ist es als Absacker recht gut geeignet ( Spielreiz 3 Punkte), vom Spielgefühl mit Vegas vergleichbar (Würfeln und Wetten), hat aber weniger Einflussmöglichkeiten.

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