Rezension/Kritik - Online seit 10.09.2011. Dieser Artikel wurde 4623 mal aufgerufen.

Die kleinen Zauberlehrlinge

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Autor: Thomas Daum
Violetta Leitner
Illustration: Rolf Vogt
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 - 25 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2010
Bewertung: 6,0 6,0 H@LL9000
5,5 5,5 Leser
Ranking: Platz 657
Die kleinen Zauberlehrlinge
Auszeichnungen:2011, Spiel des Jahres Kinderspiel Nominierung

Spielziel

Vorsicht, Vorsicht! Den Zauberlehrling nur nicht zu schnell schieben, denn in einer Schüssel balanciert er auf seinem Kopf eine kostbare Zutat für den Zaubertrank. Der Meister schimpft ja nicht, wenn man sich zu langsam durch die Küche bewegt. Aber wenn man die Zutaten nicht beim Kessel abliefert, weil man unterwegs stolpert oder sich nicht optimal vor dem Kessel platziert, bevor man sein Transportgut abliefert, ist er nicht begeistert.

Selbst sieht man es natürlich auch lieber, wenn man sein Ziel erreicht. Denn schließlich darf derjenige, der seine vier Zutaten zuerst korrekt verteilt hat, das Feuer an der Feuerstelle entzünden. Oder zumindest versuchen - denn auch das ist nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht. Wer das aber zuerst schafft, darf sich "Meister der Zaubertränke" nennen und hat damit diesen wahrhaft zauberhaften Wettbewerb gewonnen.

Ablauf

Fingerspitzengefühl verlangt Die kleinen Zauberlehrlinge den Spielern ab, wenn die großen Figuren mit einem etwa Streichholz langen Stäbchen durch die Küche geschoben werden sollen, wobei sie auf ihren Köpfen jeweils eine Kugel transportieren. Begleitet wird die Schieberei immer von ängstlichem Bibbern, denn unter dem Boden der Zauberküche sind vier Stolperstellen versteckt. Wenn man seine Figur darüber schiebt, wird diese durch Magnetkraft nach vorne gekippt und verliert damit ihr Transportgut, so dass man in der nächsten Runde von vorne beginnen muss.

Deshalb gilt es natürlich, sich diese Stellen genau zu merken, damit man sie im nächsten Zug möglichst großräumig umgehen kann. Was aber nicht immer klappt, denn wenn die Kinder ihre Figuren nicht mit einem geraden Anheben nach oben vom Spielplan heben, sondern eher knapp über dem Spielbrett in Richtung ihres Startplatzes bewegen, dann kullert die Kugel unter dem Plan durch den Magneten auf der Unterseite der Figur ein Stückchen mit. Damit hat sich die Stolperfalle also auch ein Stückchen verschoben.

Hat man seine vier Farbkugeln in die passenden Töpfe befördert, muss man noch die finale Aufgabe lösen. Dafür nimmt man die Glasmurmel von der Spielplanmitte und legt sie in die Schale der eigenen Figur, um das Feuer zu entfachen. Dies funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie das Abladen der Zutaten in den Kesseln. An der richtigen Stelle platziert, kippt die Figur nach vorne, und wenn die Glasmurmel korrekt landet, drückt sie durch ihr Gewicht die "Flammen" hoch, womit man die Partie gewonnen hat.

Fazit

Das Spielprinzip ist kinderleicht und sehr eingängig. Natürlich verlangt es den Kindern einiges an Geschicklichkeit beim Schieben der Figuren ab, denn so leicht funktioniert das mit den Stäbchen nun auch wieder nicht. Wenn man den Stab zu weit oben ansetzt, kippen die Figuren ziemlich schnell. Vor allem aber müssen die Figuren in einer bestimmten Ausrichtung vor den Kesseln platziert werden, damit die Kugel sicher im Pott landet. Da zahlen manche Kinder einiges an Lehrgeld, bis sie verstanden haben, dass man die Figur nicht einfach irgendwie vor den Kessel schieben darf. Aber so muss das mit Azubis auch sein - Lehrjahre sind schließlich keine Herrenjahre!

Für ungeschickte Kinder oder solche, die mit es mit Mitspielern zu tun haben, welche bereits einige Partien hinter sich haben und daher schon kleine Profis sind, hat die Spielregel aber auch vorgesorgt: Wenn jemand alle seine Zutaten in den richtigen Kesseln verteilt hat, dürfen seine Kontrahenten gleich zwei Kugeln auf einmal transportieren, sofern sie noch so viele in ihrem Vorrat haben.

Das korrekte Hochheben der Figuren, wenn man seinen Zug beendet, stellt wahrlich eine Stolperfalle dieses Spiels dar (wenn auch die einzige in dem ansonsten rundum gelungenen Geschicklichkeitsspiel). Zwar wird in der Spielregel extra darauf hingewiesen, aber je nach Auffassungsgabe benötigen die Kinder eine oder mehrere Partien, bis sie es verinnerlicht haben, wie sie die Figuren wegzunehmen haben. Denn instinktiv neigt man ja dazu, eine Spielfigur auf dem schnellsten Wege wieder an sich zu nehmen. Spätestens nach einigen bitteren Erfahrungen, im gleichen Spielplanviertel an zwei verschiedenen Stellen gestolpert zu sein, weil die Kugel nicht mehr da war, wo man sie vermutete, merken sich die Kinder aber, wie sie vorgehen müssen.

Mit dem Entfachen des Feuers hat sich der Verlag ein wahrhaftes Highlight am Ende des Spiels ausgedacht, denn davon sind alle Kinder total begeistert. Meistens wollen sie aus eben diesem Grund auch weiterspielen, selbst wenn der Sieger schon fest stand. Natürlich wird dann die Kugel wieder aus dem Feuer genommen, damit auch die Nächstplatzierten noch zu ihrem Höhepunkt am Spielende kommen.

Dass das Spiel in jeder Besetzung gleich gut funktioniert, sollte vielleicht auch noch erwähnt werden.

In Summe liegt mit Die kleinen Zauberlehrlinge ein wunderschön aufgemachtes Magnetspiel vor, das aufgrund seiner kurzen Spieldauer oft mehrere Male hintereinander gespielt wird und welches nicht nur Vorschulkinder sondern auch Grundschulkinder noch zu begeistern vermag.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Die kleinen Zauberlehrlinge: 6,0 6,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.06.11 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung Die kleinen Zauberlehrlinge: 5,5 5.5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.09.11 von Udo Möller - Da ist den Magiern mal wieder ein tolles Kinderspiel gelungen! Es fesselt nicht nur die Kinder, auch Erwachsene spielen hier sehr gerne mit, der Affforderungscharakter ist sehr hoch und die kurze Spielzeit lädt zu Revanchepartien ein.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 05.01.12 von waiko - Sehr schönes Kinderspiel mit einem ausgesprochen charmanten Gimmick.

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