Rezension/Kritik - Online seit 03.11.2004. Dieser Artikel wurde 5524 mal aufgerufen.

Dino Booom

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Autor: Dominique Ehrhard
Pierre-Nicolas Lapointe
Illustration: Christof Tisch
Alvin Madden
Verlag: Goldsieber Spiele
Rezension: Jochen Traub
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2004
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 6116
Dino Booom

Spielziel

Jeder Spieler jagt nach Tieren auf dem Spieltisch. Ein Jagdspeer mit Saugnapf hilft ihnen dabei. Wer am schnellsten die richtigen Tiere fr seine Speisekarten jagt, gewinnt das Spiel.

Ablauf

Das Spiel besteht aus Beuteplttchen, die verdeckt gemischt werden. Davon werden dann 25 gezogen und als 5x5 Feld ausgelegt. Der Rest liegt verdeckt am Spielfeldrand als Nachziehstapel bereit. Jedes Plttchen zeigt 1-2 Tiere und eine Hintergrundlandschaft. Auerdem gibt es 4 Bananenplttchen. Die Bananenplttchen sind Joker und entsprechen einem beliebigen Tier.

Die 12 Speisekartenplttchen werden gemischt und verdeckt als Stapel neben den Plan gelegt. Das oberste Plttchen wird umgedreht.

Jeder Spieler erhlt einen Jagdspeer mit einem Saugnapf an der Spitze. Mit diesen Speeren werden whrend des Spiels die Plttchen aus dem Spielplan gefangen.

Fr jeden Landschaftstyp der Plttchen gibt es einen Orakelknochen. Sie sind auf einer Seite mit der Landschaft bedruckt. Auf der Rckseite sind sie wei. Insgesamt gibt es 4 Landschaftstypen.

Der hungrigste Spieler bekommt die Orakelknochen und ist Stammeshuptling. Er lsst die Orakelknochen aus der Luft auf den Tisch fallen. Sofort kann die Jagd beginnen. Jeder Spieler versucht nun mit seinem Speer ein Plttchen aus der Auslage heraus zu fischen. Aber Achtung. Es drfen nur Tiere gejagt werden, deren Hintergrnde einer sichtbaren Landschaft der Orakelknochen entsprechen. Der langsamste Spieler muss sein Plttchen wieder zurck in die Tischmitte legen. Die restlichen Spieler drfen das ausgewhlte Plttchen vor sich in den Vorrat legen.

Wann immer ein Spieler gengend Tiere in seinem Vorrat hat, um die Erfordernisse der offenliegenden Speisekarte zu erfllen, kann er laut "Bon Appetit!" rufen. Das Spiel wird unterbrochen und der Spieler gibt die erforderlichen Tiere ab. Er bekommt dafr die Speisekarte zu seinem Vorrat. Sollte ein Spieler zu frh rufen und kann die Speisekarte nicht bedienen, muss er zur Strafe ein Plttchen abgeben und das Spiel luft normal weiter.

Am Ende jeder Runde drfen alle Spieler maximal 6 Plttchen in ihrem Vorrat besitzen. berzhlige Plttchen kommen aus dem Spiel. In der Tischmitte werden die Lcken der 5x5 Plttchenauslage wieder vom verdeckten Nachzugstapel aufgefllt.

Das Spiel endet, sobald die letzte Speisekarte an die Mitspieler verteilt wurde. Jeder Spieler zhlt die Tierkpfe auf seinen Speisekarten zusammen. Wer am meisten Kpfe hat, gewinnt das Spiel.

Fazit

Das Material: Die Plttchen sind aus dickem Material und besitzen eine schne grafische Gestaltung. Die Verpackung bietet in zweierlei Hinsicht Anla zur Kritik: Einerseits wre der Inhalt problemlos in einer kleineren Schachtel unterzubringen gewesen - was wohl eine Frage der Preispolitik ist - andererseits besteht die Schachtel aus einfachen, sehr dnnem, mit Papier berzogenem Karton. Das kann beim Stapeln von Spielen schnell zu Beschdigungen fhren.

Das Spiel entwickelt eine ziemliche Dynamik! Dies fhrte in unseren Runden zu einer recht hemmungslosen Jagd nach den Plttchen. So kann es schnell passieren, dass ein Pfeil umknickt. Bereits nach einigen Partien waren 50% der Pfeile beschdigt. Holz wre sicher die bessere Wahl gewesen. Betroffene Spielbesitzer sollten den Besuch eines Baumarkts in Erwgung ziehen.

Das Spiel: Die Idee, Plttchen mit Hilfe eines Pfropfen-Pfeils aus der Tischmitte zu fischen, verleiht dem Spiel - sieht man von der Materialschwche ab - ein besonderes Spielgefhl. Es ist nicht immer leicht, das gewnschte Plttchen vor den Mitspielern zu fischen und in die eigene Basis zu retten, denn trifft man das Plttchen nicht genau, kann sich der Pfropfen nicht festsaugen und das Plttchen bleibt auf dem Tisch liegen. Auerdem gibt es noch die anderen Spieler, die gleichzeitig mit ihren Pfeilen auf Jagd gehen! So ist es nicht selten passiert, dass ein schnellerer Spieler beim Fischen seiner Beute in all der Hektik von anderen Spielern attackiert wurde und das Plttchen wieder verlor. Natrlich kann dies als Bestandteil des Spiels betrachtet werden. Es belohnt jedoch nicht zwingend eine schnellere Reaktion und kann vereinzelt ziemlich frustrieren.

Nichtsdestotrotz ist Dino Booom ein sehr schnes Familienspiel. Ein schnelles Auge und eine schnelle Hand helfen in diesem witzigen Geschicklichkeitsspiel weiter. Es macht mit Kindern genauso viel Spa wie in einer Erwachsenenrunde. Besonders schn ist die Tatsache, dass alle Spieler permanent in das Spielgeschehen eingebunden sind und daher keinerlei Wartezeiten entstehen. Langeweile kommt somit nicht auf! Wer keinen zu groen Wert auf Strategie legt, sondern eher das lockere, witzige und ein bisschen glckbehaftete Spiel sucht, ist mit diesem kurzen, aber immer wieder schnen Spiel gut bedient.

Rezension Jochen Traub

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dino Booom: 3,0 3,0, 6 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.05.04 von Jochen Traub - Schnes Familienspiel. Alle spielen zugleich und es gibt keine Wartezeiten. Perfekt fr Kinder. Hoher Spafaktor.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.04.04 von Kathrin Nos - Viel zu grosse Schachtel.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.05.04 von Hans-Peter Stoll
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.05.04 von Angela Grnes
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 31.05.04 von Anette Bippus-Darting - Das Spiel macht Laune. Leider ist bei einer allzu wilden Dino-Jagd gleich mal ein Speer umgeknickt.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.09.04 von Frank Gartner - Schne Idee, die leider am Material scheitert. Zum Einen sind die Stbe der Pfropfen schnell verbogen und zum Anderen kann es schnell passieren, dass man ein ergattertes Plttchen verliert, wenn die Mitspieler etwas langsamer sind, da diese mit ihren Hnden das fast ergatterte Plttchen wieder vom Gummipfropfen schlagen. Das kann auf Dauer etwas frustrierend sein.

Leserbewertungen

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