Rezension/Kritik - Online seit 27.12.2013. Dieser Artikel wurde 1449 mal aufgerufen.

Dino Park

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Autor: Reiner Knizia
Illustration: Jennifer Vargas
Verlag: Piatnik
Rezension: Franky Bayer
Spieler: 1 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2013
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3914
Dino Park

Spielziel

"DIE DINOS SIND LOS!"

Kein Grund zur Panik. Weder die riesigen Skulpturen aus Pappmaché oder Plastik in den Dinoparks, noch die tonnenschweren Skelette in den naturhistorischen Museen stellen für die Bevölkerung eine ernsthafte Bedrohung dar.

Nehmen wir aber mal an, zumindest für die Dauer eines Spiels, die im Blockbuster "Jurassic Park" demonstrierte genetische Schaffung von Dinosauriern wäre Realität, und echte Urzeitechsen wären aus einem prähistorischen Park ausgebrochen. In diesem Fall müssten sie schleunigst wieder eingefangen werden, bevor ein Unheil passiert. Was hiermit unsere Aufgabe ist ...

Ablauf

Die Dinos - einige Exemplare der Gattungen Triceratops, Pterodactylus, Wannanosaurus, Tyrannosaurus und Stegosaurus - kommen auf 18 Dinosaurierkarten vor, von denen drei Karten offen in die Tischmitte gelegt werden. Neben der Abbildung einer Riesenechse zeigen die Karten auch noch verschiedene Fanginstrumente, welche den Abenteurern helfen sollen, die Saurier wieder einzufangen: Seile, Falllgruben, Gummihammer, Käfige und Fangnetze. Je nach Größe des Urviechs sind unterschiedlich viele Fangwerkzeuge notwendig. Während etwa der ungefähr hundgroße Wannnanosaurus schon mit zwei Fanginstrumenten zu bändigen ist (zum Beispiel zwei Fangnetze), sind für einen ausgewachsenen Stegosaurus mit einigen Tonnen Lebendgewicht zum Teil sechs Werkzeuge vonnöten (beispielsweise 3 Seile, 2 Käfige und 1 Gummihammer).

Um das passende Werkzeug zu beschaffen, erhalten die Spieler Würfel, auf deren Seiten dieselben Fanginstrumente abgebildet sind. Wer an der Reihe ist, würfelt mit allen fünf Würfeln. Mindestens einen Würfel davon muss er zur Seite legen und eine Abenteurer-Figur auf ein entsprechendes freies Feld einer offen ausliegenden Dinosaurierkarte stellen. Dann entscheidet der Spieler, ob er seinen Zug beendet oder mit allen verbliebenen Würfeln erneut würfelt. Hat er jedoch kein passendes Werkzeug erwürfelt, muss er seinen Zug beenden, und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Hört der Spieler hingegen rechtzeitig auf, darf er jene Dinosaurierkarten, auf denen alle Felder mit Abenteurern besetzt sind, an sich nehmen. Die so eingefangenen Dinosaurier werden anschließend durch neue Karten vom Stapel ersetzt. Sobald der verdeckte Stapel aufgebraucht ist und auch alle ausliegenden Dinosaurier verteilt wurden, endet das Spiel. Jeder Spieler zählt die Werte seiner eroberten Karten zusammen. Der Spieler mit dem höchsten Gesamtergebnis gewinnt und wird aus Dankbarkeit wahrscheinlich als neuer Direktor des Dino Parks eingesetzt.

Fazit

Dino Park präsentiert sich somit als klassisches Würfelspiel, bei dem bestimmte Vorgaben erwürfelt werden müssen. Und da die regelmäßigen Hexaeder selten dies machen, was man von ihnen erwartet, ist der Zufall dementsprechend hoch. Die taktischen und strategischen Anforderungen halten sich deshalb in sehr engen Grenzen und beschränken sich auf die Überlegung, ob man weiter riskiert, um noch den einen oder anderen Dino einzufangen, oder lieber aufhört, bevor es zu einem Fehlwurf kommt. Außerdem sollte man vermeiden, den nachfolgenden Spielern allzu leichte Vorlagen zu überlassen, da die neutralen Abenteurer-Figuren ja auf den noch nicht vollendeten Dinosaurierkarten stehen bleiben.

Mathematisch versierte Leser werden bemerkt haben, dass es nur fünf Fanginstrumente sind, ein Würfel aber seit Urzeiten sechs Seiten aufweist. Auf der sechsten Seite jedes Würfels findet man ein Fernglas, welches dann doch ein paar nette Überlegungen und Wahrscheinlichkeitsrechnungen ins Spiel bringt. Zum einen kann ein Würfel mit einem Fernglas ebenfalls zur Seite gelegt werden und verhindert dadurch so manchen Fehlwurf, auch wenn sonst kein passendes Fanginstrument gewürfelt wurde. Zum anderen erhält ein Spieler, wenn er alle fünf Würfel verwenden konnte und mindestens zwei davon ein Fernglas zeigen, einen kompletten zusätzlichen Spielzug. Lediglich die Auslage mit den Dinosaurierkarten wird hierbei nicht verändert. Durch die Möglichkeit, auf diese Weise auch wertvollere Dinos zu erhaschen, wird mit dieser Regel gerne der eine oder andere weitere Würfelwurf gewagt.

Insgesamt bietet Dino Park gelungene Unterhaltung. Nichts, was einen länger beschäftigt, aber genug für spannende 20 Minuten. So werden bei uns häufig zum Abschluss eines anstrengenden Spieleabends noch Riesenechsen gejagt. Das Spielmaterial ist sehr ordentlich, auch wenn die Spezialwürfel zuerst einmal beklebt werden müssen. Allerdings verwundert mich die Wahl des unbekannten Wannanosaurus ein wenig, ich hätte mir als "kleineren" Saurier eher den Oviraptor oder den Velociraptor erwartet. Jedenfalls finde ich es begrüßenswert, dass meine Landsleute vom Wiener Spielehersteller Piatnik nun wesentlich mehr Wert auf die grafische Gestaltung eines Spiels legen als früher. So macht das Ganze deutlich mehr Spaß ...

Rezension Franky Bayer

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Dino Park: 3,0 3,0, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.09.13 von Franky Bayer - Nettes Spielchen für Zwischendurch, nichts abendfüllendes, aber gute Unterhaltung. Schwanke zwischen 3 und 4, entscheide mich aber knapp für die höhere Note, da es bei uns gerne mal schnell auf den Tisch kommt.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.06.13 von Rainer Harke - Würfelspiel mit akzeptabler Optik. Leider sind die Würfel von Hand mit Aufklebern zu versehen. Statt der Holzfiguren zum Abdecken der gewürfelten Symbole hätte man besser fertige Würfel in das Spiel packen sollen. Spielerisch ist es weniger reizvoll, und damit ist der Wiederspielreiz ziemlich gering. Zumindest für mich.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 28.12.13 von Michael Timpe - Grafisch lieblos, spielerisch beliebig mit altbekanntem Mechanismus ohne jede Inovation. Kann man spielen, muss man aber nicht.

Leserbewertungen

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