Rezension/Kritik - Online seit 22.03.2001. Dieser Artikel wurde 7722 mal aufgerufen.

El Moondo

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Autor: Nicolas Pilartz
Migou Auteurs
Illustration: Robert Cepo
Verlag: AMIGO
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 oder 4
Spieler: 2 - 4
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2001
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
4,5 4,5 Leser
Ranking: Platz 3318
El Moondo

Spielziel

Wir befinden uns auf dem Planeten "El Moondo". Ein Planet, der vor vielen Jahrhunderten von unseren Vorfahren besiedelt und nach seiner Umweltzerstrung wieder verlassen wurde. Die dort verbliebenen Lebewesen entwickelten sich in den vergangenen Jahrhunderten zu neuen Rassen, welche sich aufgrund ihrer unvernnftigen und jhzornigen Art auch heute noch permanent in kriegerische Auseinandersetzungen begeben.

Wir die Spieler schlpfen nun in die Rolle eines dieser Vlker und gehen gegeneinander in die Schlacht. Ziel ist es hierbei den gegnerischen Anfhrer zu schlagen.

Ablauf

Es gibt vier verschiedene Kontinent-Sets (Africa, Europa, UZA & Asiatik) bestehend aus 66 Spielkarten.

Jeder Kontinent hat 4 verschiedene Stmme.

Jeder Stamm wiederum setzt sich zusammen aus

  • 12 Kmpfern, bestehend aus Helden, Priestern, Monstern, Elitetruppen, Soldaten und dem Stammes-Totem (den Huptling),
  • drei individuelle stammesabhngige Trumpfkarten (welche die eigentlichen Regeln etwas modifizieren)
  • und eine Stammeskarte mit Spezialeffekten.

Es ist nicht notwendig zwei dieser Sets zu besitzen um "El Moondo" grundstzlich spielen zu knnen. Dafr ist es ausreichend eines der 4 Sets zu besitzen.

Der Spielaufbau:

Das Spielfelds besteht aus 6 x 6 Feldern. Jeder Spieler belegt zum Spielstart die ersten beiden Reihen auf seiner Seite mit seinen Kriegerkarten. Die Karten werden verdeckt abgelegt, d.h. der Gegenspieler wei nicht, in welcher Startaufstellung der Gegner in die Schlacht geht. Das ist auch gut so, denn immerhin ist eine der 12 Karten der Stammeshuptling, den es zu schnappen gilt. Seine eigenen Karten darf man sich jederzeit anschauen, wenn man am Zug ist, die gegnerischen Karten bekommt man nur zu sehen, wenn man in den Zweikampf geht.

Wer am Zug ist, muss eine der folgenden Aktionen durchfhren:

  • eine Kmpferkarte bewegen oder
  • eine Trumpfkarte ausspielen oder
  • eine Verstrkungskarte einsetzen.

Kmpferkarte bewegen

Auf der Karte sind die Bewegungsmglichkeiten jeder einzelnen Spielfigur abgedruckt. Diese sind je nach Rasse und Funktion vllig unterschiedlich. Es gibt Figuren, die sich nur ein Feld weit bewegen knnen; einige knnen fliegen, d.h. zu den Zielpunkten ber andere Karten hinwegbewegen; andere wiederum knnen sich nicht rckwrts und einige wenige knnen sich gar nicht bewegen (z.B. der Stammeshuptling der Krokos).

Bewegt man seine Karte auf das Feld einer gegnerischen Karte kommt es zum Kampf.

Der Kampfmechanismus ist denkbar einfach: Man legt die beiden Kontrahentenkarten verdeckt gegenber, jeder Spieler legt einen Finger auf die Mitte seiner Karte und fngt an mit der anderen Hand seine Karte mehrfach um 180 zu drehen. Danach wird gestoppt und die Spieler tippen gegenseitig auf eine der Kartenecken der gegnerischen Karte. Es wird aufgedeckt und der Wert der getippten Ecke verglichen. Ist der Wert einer Karte grer, hat diese den Kampf gewonnen und die gegnerische Karte wird aus dem Spiel genommen. Bei einem Unentschieden passiert nichts. Der Angreifer kommt zurck auf sein Ausgangsfeld.

Manche Kmpferkarten haben einen Stern in der Ecke. Wurde im Kampf auf diese Ecke getippt, kommen Spezialeffekte zum Einsatz. Diese sind wiederum auf der Stammeskarte abgedruckt. Dort erwarten einem keine groen berraschungen. Das Spiel wird dadurch aber nur unwesentlich verndert.

Trumpfkarten ausspielen

Trumpfkarten erlauben es den Rassen eines ihrer Talente zum Besten zu geben. Das kann ein Schusstrumpf sein - d.h. man kann nach bestimmten Regeln auf gegnerische Karten schieen und somit verhindern, dass eine eigene Kmpferkarte dabei zum Opfer wird. Es gibt aber Trmpfe, die es einem besondere Bewegungen ermglichen bzw. es zulassen mit mehreren Karten gleichzeitig zu ziehen.

Abhngig von der Mchtigkeit des Trumpfes kann dieser mehrfach oder nur einmal pro Spiel eingesetzt werden.

Verstrkung einsetzen

Im Spiel mit fortgeschrittenen Regeln darf man sich seine Kampftruppe selbst zusammenstellen und hat so die Mglichkeit mehr als 12 Karten zu besitzen. Da man zu Beginn nur 12 Karten auf dem Spielfeld platzieren darf, kann so zu einem spteren Zeitpunkt die verbleibenden Spielkarten auf der Grundlinie zu positionieren und somit ins Geschehen bringen.

Das Spiel zu viert

Das Spiel zu viert ist hnlich dem Spiel zu zweit. Es werden lediglich 2 Spielfelder nebeneinandergelegt und zu einem vereint. Die Spieler, welche nebeneinander spielen, bilden ein Team.

Eigene Truppen zusammenstellen

Wie eben schon erwhnt, besteht die Mglichkeit eigene Armeen zusammenzustellen. Wie geht das?

Jede Karte hat einen bestimmten Kartenwert, Trumpfkarten haben einen bestimmten Trumpflevel und es gibt Spezialeffekte.

Jeder Spieler darf sich nun eine Mannschaft zusammenstellen, welche bis zu 150 Wertpunkte (Kartenwert), 6 Levelpunkte fr die Trumpfkarten und maximal 9 Sternpunkte fr Spezialeffekte besitzen darf. Natrlich darf jede Armee nur einen Stammes-Huptling haben.

Es ist auch erlaubt - nein, es ist ausdrcklich erwnscht - sich aus verschiedenen Stmmen seine Mannschaft zusammenzustellen.

Gewonnen hat...

...wer es schafft den Stammes-Huptling der gegnerischen Armee zu schnappen, d.h. im Kampf gegen ihn zu gewinnen. Im Spiel zu viert muss es das Team schaffen beide gegnerischen Stammes-Huptlinge zu besiegen.

Fazit

Von den Grundzgen knnte man "El Moondo" mit "Stratego" vergleichen, denn auch hier wei man zuerst nicht, hinter welcher Figur sich welcher Gegner verbirgt. Auch geht es bei beiden Spielen darum den Huptling (bei Stratego die Fahne) des Gegners zu ermitteln und zu schlagen.

Dann hren die Gemeinsamkeiten allerdings schon auf, denn wo bei "Stratego" die Strategie vorrangig ist, bestimmt bei "El Moondo" das Glck einen Groteil des Spielverlauf und es kommen natrlich noch die vielen Mglichkeiten der Spezialeffekte und die Fhigkeiten der verschiedenen Rassen zum Tragen.

Was lsst sich planen: Man kann z.B. berlegen, welche Figuren man zum "verheizen" bzw. zum "Aufrumen" verwendet, denn Kmpfe sind unvermeidlich, um die gegnerische Armee auszudnnen. Hat man einige der Gegner inkl. ihrer Kampfwerte ermittelt, muss man nun natrlich dafr sorgen, dass man die richtigen Gegner gegen sie antreten lsst. Wer sich merkt, in welchen Ecken sich welche Zahlen befinden, hat evtl. einen Vorteil. Zwar kann man durch das mehrfache um 180-Drehen der Karten die Ecken nicht eindeutig zuweisen, wenn man aber wei, dass eine der beiden Diagonalen im Schnitt niedrigere Werte hat, kann man zumindest die eigenen Chancen erhhen.

Reden wir jedoch nicht drum herum: In diesem schnellen Comic-Kartenspiel spielt die Strategie nur eine nebenschliche Rolle. Hier geht es in erster Linie um Spa. Langes Planen ist zwecklos und wrde nur den Spielspa verringern. Ein wenig von der oben genannten Strategie sollte man zwar durchaus mit ins Spiel nehmen, es dabei jedoch nicht bertreiben. Nur wenn das Spiel schnell und spritzig gespielt wird, kommt wirklich Spielspa auf.

Zum Spielen von "El Moondo" ist eigentlich nur ein Set notwendig - will man sich jedoch eigene Armeen zusammenstellen, wird es sich nicht vermeiden lassen sich die anderen Set zuzulegen, denn ein Set ist hierfr kaum ausreichend. Comic-Fans bzw. durch Sammelkarten-Spiele vorbelastete Spieler, werden sich sowieso alle Sets zulegen.

Zu viert verliert das Spiel leider etwas von seiner Spritzigkeit, denn obwohl nun 4 Parteien auf dem Spielfeld aktiv sind, konzentriert man sich doch eher auf den direkt gegenber sitzenden Gegner. Nur selten kommt Interaktion ber die

Diagonalen auf. Letztendlich sind es fast zwei parallel laufende Partien mit wenig Verbindungen (so war zumindest unsere Erfahrung). Dies bedeutet zustzliche Wartezeiten und weniger Dynamik. Unsere Empfehlung geht deshalb

eindeutig in Richtung 2er-Spiel.

Ideal ist "El Moondo" sicher zum Turnier-Spiel geeignet. Man ist schnell in den Regeln drin und es ist zgig durchgespielt, so dass man problemlos mehrere Partien hintereinander spielen kann.

Ich bin gespannt, wann es die ersten "El Moondo"-Turniere bzw. -Ligen aufgezogen werden. Sollte dies der Fall sein, lassen weitere "El Moondo"-Rassen sicher nicht lange auf sich warten.

Rezension Frank Gartner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung El Moondo: 4,0 4,0, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Swen Mayer
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Thomas Drrsam
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Uwe Kuhn

Leserbewertungen

Leserwertung El Moondo: 4,5 4.5, 4 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Rudloff - Franks -
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Stephan Forkel - Stephans Ein tolles Partyspiel ! Macht Spa und geht schnell - was will man mehr ?
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.04.05 von Stephan Forkel
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.04.08 von Julian Goertz

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