Rezension/Kritik - Online seit 01.04.2019. Dieser Artikel wurde 630 mal aufgerufen.

ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball

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Autor: keine Angabe
Verlag: Homunculus Verlag
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 1 - 8
Dauer: 60 - 90 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2018
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 2283
ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball

Spielziel

Ein Bediensteter von Henrik de Graaf ruft in den frühen Morgenstunden ganz aufgeregt in einer Detektei an, um mitzuteilen, dass sein Arbeitgeber während eines Maskenballs im eigenen Haus verschwunden, die Tür seines Arbeitszimmers abgeschlossen und Blut unter der Tür zu sehen sei.

Ablauf

Dysturbia ist ein gesetzloses Pflaster, wo der Großteil der Politiker und Polizisten von einem verbrecherischen Syndikat bestochen wird. Die Detektei Dyscover stellt hier eine rühmliche Ausnahme dar. Die Privatermittler könnten unterschiedlicher nicht sein. Was sie zusammenhält, ist der gemeinsame Wunsch, die Macht des Syndikats zu brechen und Dysturbia wieder zu einer lebenswerten Stadt zu machen. Deshalb ist es selbstredend, dass sich die Detektei dieses Falls annimmt.
Bestehend aus bis zu acht Privatermittlern macht sie die Truppe auf den Weg zum Tatort. Zuvor müssen die Spieler entscheiden, aus wie vielen Detektiven die Gruppe bestehen soll. Diese Zahl muss nicht zwingend der tatsächlichen Teilnehmerzahl entsprechen, mindestens zwei sollten es aber sein, um den Fall lösen zu können.

Die Szenerie spielt sich in der herrschaftlichen Graaf-Mansion im Villenviertel der Stadt ab, deren Fenster trotz später Stunde noch hell erleuchtet sind. Auch der Lärm des Festes ist bis auf die Straße zu hören. Sobald die Gruppe am Ort des Geschehens angekommen ist, wird das Spielmaterial vorbereitet: vier Spielplanteile, welche die Pläne des Erdgeschosses der Villa zeigen, die vorerst aber noch verdeckt ausliegen, sowie ein durchnummerierter Kartenstapel, eine Cocktailkarte, ein Notizbuch und ein Zeitungsausschnitt. Die verwendeten Detektive werden ebenfalls in Form von Karten bereitgelegt. Außerdem sollte zuvor schon jemand die entsprechende App auf sein Handy oder Tablet geladen haben. In dieser App wird anschließend der Timer gestartet, und ab sofort hat die Gruppe 90 Minuten Zeit, den verschwundenen Hausherren zu finden.

Fazit

Der Hintergrund der Story ist recht umfangreich gestaltet. So gibt es eine eigene Internetseite, auf der die Zustände Dysturbias beschrieben und die acht Ermittler vorgestellt werden. Viele dieser Informationen finden sich aber auch in der Spielregel in gedruckter Form. Die Mühe, die man sich für den Internetauftritt gemacht hat, lässt bereits darauf schließen, dass nach dem Abenteuer Mörderischer Maskenball wohl noch weitere folgen könnten.

Ich habe das Abenteuer mit einer Vierergruppe gespielt, und wir haben uns dafür entschieden, es mit ebenso vielen Privatermittlern zu wagen. Die Anzahl der gewählten Privatermittler macht das Spiel einfacher oder schwieriger – je mehr Detektive dabei sind, desto einfacher wird es. Weil es acht Ermittler gibt, besteht die Möglichkeit, Escape Dysturbia auch tatsächlich mit acht Personen zu spielen. Davon würde ich aber abraten, denn damit alle einen einigermaßen guten Blick auf das Spielmaterial haben, sollten es nicht mehr als fünf Teilnehmer sein.

Die notwendigen Informationen kommen mit Hilfe von Zahlen ins Spiel, welche auf dem Spielmaterial zu entdecken sind; einige davon erhält man auch durch die Ermittlerkarten, die im Spiel sind. Ansonsten enthalten diese Karten aber auch viele Sprüche, die zwar zum Spielgeschehen passen, aber keine relevanten Informationen liefern.

Natürlich will ich in dieser Rezension nicht spoilern, so dass ich an dieser Stelle nur ganz grob darauf hinweise, dass sich der Verlag zwei nette Dinge einfallen ließ, die das Spiel nicht als Trittbrettfahrer der Erfolgswelle der Escape-Spiele dastehen lässt.

Die App wird zum Spielen nicht unbedingt benötigt. Die Zeit kann man auch anders stoppen, und die Lösungen bzw. Lösungshilfen sind in drei Stufen auch in einem beigefügten Heft zu finden. Unbedingt notwendig ist aber ein Handy mit Internetzugang.

Zwei Schwachpunkte des Spiels will ich an dieser Stelle nicht verschweigen: Spielt man über die App, so war es zumindest mit meinem Handy nicht möglich, auf die Lösungshilfe zuzugreifen, während ich anderweitig spielrelevante Informationen über die App eingab. Was jetzt aber auch nicht weiter schlimm war, weil die Lösungshilfe ja auch in Papierform vorlag.
Richtig ärgerlich war aber eine Schwachstelle, bei der es darum ging, ein bestimmtes Indiz zu finden. Trotz mehrmaliger Versuche gelang es uns nicht, die gesuchte Zahl zu finden. Selbst der finale Lösungshinweis brachte uns an dieser Stelle nicht weiter. Auf Anfrage beim Verlag erhielt ich die Antwort, dass dieses Problem wohl schon mehrere Spieler gehabt hätten, welches an einer Uneindeutigkeit der App liege, die jedoch bei der nächsten Aktualisierung der App behoben würde.

Abgesehen von diesem ärgerlichen Zwischenfall hat uns der mörderische Maskenball gut gefallen. Alle anderen Lösungswege waren mehr oder weniger knifflig, in jedem Fall aber immer schlüssig und nachvollziehbar. Die meisten Rätsel waren für eine erfahrene Escape-Gruppe eher leicht, aber wir fühlten uns etwa eine Stunde lang gut unterhalten. Sofern der Verlag das Problem mit der App in den Griff bekommt, freue ich mich auf das nächste Abenteuer mit dem Titel Falsches Spiel im Casino!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 04.03.19 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung ESCAPE Dysturbia: Mörderischer Maskenball: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 03.04.19 von Björn Kalies - Ein guter Vertreter der Escape-Spiele. Das beschriebene Problem mit der zu findenden Zahl hatten wir auch - und hatten diesbezüglich auch Kontakt mit den Programmierern der App. Ich denke, damit sollte dieses kleine, aber entscheidende Schwachstelle behoben sein. Bleibt auf weitere Fälle zu warten!

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