Rezension/Kritik - Online seit 06.11.2009. Dieser Artikel wurde 3711 mal aufgerufen.

Fiese Kühe

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Autor: Anita Mazzoli
Peter Ratschiller
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: W&L
Rezension: Andreas Hirz
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 3,7 3,7 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 3346
Fiese Kühe

Spielziel

Jeder Spieler versucht seine aus 4 Kühen bestehende Herde als Erster vollständig über die Weide (= Spielfeld) in den Stall zu treiben. Dies geschieht durch den Einsatz von Karten. Aber Vorsicht: Kuhfladenfelder sowie Aktionen der anderen Spieler können dieses Vorhaben verhindern. Hoffentlich nicht dauerhaft ...

Ablauf

Die 4 Kühe der maximal 4 Spieler werden an einer Seite des Spielfeldes aufgestellt. Jeder Spieler erhält zu Beginn einen Kartensatz, von dem er 5 auf die Hand nimmt. Wenn ein Spieler am Zug ist, spielt er eine Karte, die einmal die Bewegungsweite in Feldern angibt. Diese Bewegung muss zwingend ausgeführt werden. Zudem erhält jede Karte noch eine Aktion, die der Spieler ausführen kann. Diese Aktionen erlauben es zum Beispiel, Kuhfladenfelder zu betreten, die im eigenen Zug ansonsten tabu sind. Außerdem können mittels Aktionskarten andere Kühe verdrängt oder auch Positionen vertauscht werden.

Da unsere Kühe ja Herdentiere sind, gilt für die Bewegung des Weiteren, dass eine Kuh nach dem Ziehen nicht mehr als 3 Reihen zu den anderen Kühen derselben Farbe haben darf. Dieser Maximalabstand ist in jeder Situation zu beachten.

Gewinner ist, wer als Erster seine 4 Kühe über die Weide auf das andere Ende des Spielfeldes gebracht hat.

Fazit

Die grafische Gestaltung sowohl des Spielplans als auch der Karten sowie die lustigen kleinen Holzkühe sprechen mich persönlich sehr an. Die 6 möglichen Aktionen, welche einem Spieler durch das Ausspielen der Karten zur Verfügung stehen, werden durch die Kartengrafik zudem gut erklärt.

Trotzdem treten erfahrungsgemäß in der ersten Partie im Zusammenhang mit den Aktionen doch immer wieder Detailfragen auf:

  • Welche Voraussetzungen müssen zum Ausspielen der jeweiligen Karte erfüllt sein?
  • Aktionskarten: Wer verschiebt bei der Muh-Karte die umstehenden Kühe? Der jeweilige Kuhbesitzer oder der Spieler, der die Karte ausgespielt hat?
  • Bei welchen Karten dürfen Kuhfladenfelder betreten werden? Ein entsprechendes kleines Symbol auf der Karte würde hier helfen und das Nachschlagen in der Regel wäre dann nicht mehr so oft vonnöten.

Fiese Kühe ist ein Rennspiel mit viel Interaktion, die durch die Karten geregelt wird. Die Spieldauer beträgt rund 60 Minuten. Leider war in den Partien jedoch schon oft vorher der Spannungsbogen überschritten: Nach 30 bis 45 Minuten Spieldauer flachte der Spielreiz meistens ab. Abhilfe kann man hier mit dem flexiblen Spielplan schaffen, dessen 4 Teile variabel eingesetzt werden können. Auf diese Weise kann man mit 3 Feldern eine kürzere Spieldauer erzielen. Alternativ kann man sich auch darauf einigen, dass es ausreicht, lediglich 3 Kühe ins Ziel zu bringen.

Jedenfalls eignet sich das Spiel als Familienspiel und für solche Spieler, die den Spielspaß einer strategischen Planung vorziehen: Die Kuh-Reihenfolge kann sich durch die entsprechenden Aktionen sehr schnell ändern, sodass eine Vorausplanung des eigenen Zuges selten möglich ist: Durch die Aktionskarte "Muh" (der Spieler sollte dies beim Ausspielen auch lautstark von sich geben) etwa werden alle benachbarten Kühe ein Feld verschoben: Da kommt dann bei manchem Spieler wegen der neuen Aufstellung Freude auf, bei benachbarten Spielegruppen dagegen empörte Blicke ("Muh!") und Spielspaß mit der bereits genannten Einschränkung, dass dieser nach einiger Zeit nachlässt. Also: Um Spaß zu haben, ist für dieses Spiel kein übermäßiger I-Kuh notwendig! Oder, frei nach der Münchner Freiheit: 1000mal Muh!

Rezension Andreas Hirz

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Fiese Kühe: 3,7 3,7, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.10.09 von Andreas Hirz - Dieses Familien-/Kinderspiel würde ich entweder mit verkürztem Spielfeld oder nur 3 Kühen im Stall als Siegbedingung spielen, da Spannungsbogen zum Ende hin stark abflacht.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.11.09 von Marcus Kluetmann - Am besten in voller Besetzung spielen. Dann kann man seine Karten am besten einsetzen und die anderen Mitspieler ärgern.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.11.09 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung Fiese Kühe: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 10.12.10 von Matty - Wem es Spaß macht, vorhandene Karten zum möglichst optimalen Zeitpunkt einzusetzen und wer den "Rammen"-Mechanismus aus "Haste Bock" liebt, hat an dem Spiel viel Freude. Uns gefällt es zu dritt am besten, weil hier mehrere Gegner zur Auswahl stehen, die Weide aber auch noch offen genug für freie Züge ist.

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