Rezension/Kritik - Online seit 24.04.2011. Dieser Artikel wurde 2831 mal aufgerufen.

Froschkonzert

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Autor: Johann Rüttinger
Michael Rüttinger
Verlag: Noris Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 - 30 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2010
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
Ranking: Platz 3857
Froschkonzert

Spielziel

Am liebsten fangen Frösche Fliegen - doch die sind nicht so leicht zu kriegen! Wer schnappt sich zuerst einen solchen Leckerbissen?

Ablauf

In die Mitte des 19 Wasserfelder großen Teichspielplans werden zu Beginn die 7 Seerosenkärtchen, allerdings mit der Wasserseite nach oben, gelegt. Die Frösche und Fliegen werden auf ihre Startplätze gesetzt, und schon kann's losgehen.

Wer an der Reihe ist, würfelt. Die Zahlen 1 und 2 bedeuten Springen, sofern man vor seinem Frosch betretbare Seerosenfelder liegen hat. Zeigt der Würfel das Seerosenblatt, darf man ein freies Kärtchen versetzen und dabei auch noch umdrehen (also von der Wasser- auf die Seerosenseite oder umgekehrt). Ein weiteres Ergebnis kann das Symbol "Froschkonzert" sein. Dann setzt man die Froschmaske auf und ein Mitspieler darf - möglichst mit verstellter Stimme - quaken. Errät man den "Quaker", darf man sowohl ein Seerosenkärtchen versetzen als auch einen Sprung machen.

Ziel ist es, das eigene Fliegenfeld am anderen Ende des Teiches mit genauer Würfelzahl zu erreichen, sich die Fliege ins Maul zu stecken und so schnell wie möglich wieder gen Startplatz zu springen. Dort darf man (Frosch) dann als Sieger genüsslich seine Beute verspeisen.

Fazit

Froschkonzert ist kein neues Spiel, sondern eine 1:1-Neuauflage des gleichnamigen Spieles, welches 1995 ebenfalls beim Verlag Noris erschien. 1:1 zumindest, was die leicht verständliche Spielregel betrifft. Ein wenig verändert wurde allerdings das Material. Die Maske hat nun Brillenbügel und ist nicht mehr per Gummi zu befestigen, und die großen Frösche sind aus Holz gefertigt, in deren Maul die Fliegen ganz wunderbar hineinpassen.

Die meisten Kinder mögen das Spiel. Einfache Regeln sorgen dafür, dass sich auch ungeübte kleine Spieler schnell zurecht finden. Bei den mitspielenden Erwachsenen sieht's allerdings schon etwas anders aus, denn das Spiel ist absolut glücksgesteuert. Nicht Geschick, Taktik oder Merkvermögen entscheiden über Sieg oder Niederlage, sondern lediglich der Würfel, bestenfalls noch das Verhalten der Mitspieler, wenn sie einem ständig die mühsam zurecht gelegten Wegeplättchen wegschnappen. Wer anfangs kein Seerosensymbol würfelt, hat keine Chance, seinen Startplatz zu verlassen und darf neidisch zusehen, wie die anderen sich Sprung für Sprung ihren Fliegen nähern. Das frustriert die Kinder manchmal schon, wohingegen Erwachsene das Spiel nach der ersten Partie oft gar nicht mehr mitspielen wollen.

Sehr witzig finden die Kinder es, die Froschmaske aufsetzen zu dürfen, um zu erraten, welcher Mitspieler gerade gequakt hat. Das dies in Vollbesetzung natürlich am schwierigsten ist, kommt dieses Spielelement auch in der 4er-Besetzung am besten zum Tragen. Nach und nach lernen die Kinder meistens auch, dass es nicht reicht, nur die Stimme zu verstellen, sondern dass es ebenso sinnvoll ist, den eigenen Sitzplatz kurz zu verlassen, damit man der Stimmrichtung nicht entnehmen kann, von wem das Quaken kam. Ältere Kinder erraten aber selbst dann meist den Quaker, weshalb das Spiel auch überwiegend für Vorschulkinder und Erstklässler zu empfehlen ist. Zu zweit spielt die Maske, die übrigens hinsichtlich ihrer Größe nicht für Erwachsenenköpfe konzipiert wurde, überhaupt nicht mit, was dem Froschkonzert leider einen Großteil seines Flairs nimmt.

Mit Froschkonzert liegt in Summe ein solides Kinderspiel mit hübschem Material vor, dem es bei der Neuauflage allerdings äußerst gut getan hätte, wenn man den allzu dominanten Glücksfaktor durch eine kleine Veränderung der Regel etwas abgemildert hätte.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Froschkonzert: 3,5 3,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.03.11 von Sandra Lemberger - Zu zweit würde ich die Note 3 vergeben.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.04.11 von Rene Puttin

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