Rezension/Kritik - Online seit 18.07.2002. Dieser Artikel wurde 6518 mal aufgerufen.

Galileo - The Game

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Autor: keine Angabe
Verlag: Clementoni
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 6
Dauer: 30 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2002
Bewertung: 3,1 3,1 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 6081
Galileo - The Game

Spielziel

Seit etwa dem Jahr 2000 (man nagle mich hierbei bitte nicht fest) gibt es auf dem Fernsehsender PRO7 das Magazin Galileo. Dieses Magazin beschftigt sich mit wissenschaftlichen Themen und Phnomenen. Im Januar 2002 folgte die Quiz-Show Galileo The Game, bei welchem die Kandidaten versuchen gegen die Zeit kmpfen und mglichst viele Antworten zu geben. Parallel zur Fernsehproduktion erarbeiteten Clementoni in Kooperation mit PRO7 die Umsetzung der Fernsehsendung auf ein Brettspiel. Auch hier gilt es ber 3 Spielrunden mglichst viele richtige Antworten auf die verschiedenen Fragen zu finden und hierbei dem Zeitdruck nicht zu erliegen. Erfolg in diesem zum Groteil mit wissenschaftlichen Fragen geprgten Spiel wird nur der Spieler haben, der ber Runde 1 & 2 viele Sekunden sammelt und diese in Runde 3 entsprechend in Geld umsetzen kann. Wer am Ende das meiste Geld hat, ist natrlich der Gewinner.

Ablauf

Das Spiel teilt sich in 3 Spielrunden auf. Bis zu 6 Spieler (oder Teams) knnen sich daran beteiligen. Dementsprechend ist auch das Spielbrett in 6 Sektoren und diese wiederum in 3 Abschnitte aufgeteilt. So hat jeder Spieler seinen eigenen Abschnitt, in welchem er seinen aktuellen Spielstand nachvollziehen kann.

Die 3 Spielrunden werden nach einem hnlichem System durchgespielt, unterscheiden sich aber dennoch in einigen Details.

Runde 1: 10 Fragen gilt es in Runde 1 zu beantworten. Die Fragen und die drei dazu gehrigen Antworten werden von einer Person laut vorgelesen. Nun muss sich jeder Spieler innerhalb von 10 Sekunden fr eine der drei mglichen Antworten entscheiden. Hierzu legt man eines der 3 Plttchen mit den Buchstaben A, B oder C verdeckt auf den Tisch. Haben alle Spieler ihr Plttchen gelegt, wird gemeinsam umgedreht und geprft, wer richtig geantwortet hat.

Fr jede richtige Antwort darf man seine Spielfigur auf der Zeitskala um 4 Sekunden weiter rcken.

Runde 2: Der erspielten Zeit (je nach Anzahl richtiger Antworten, knnen dies 0 bis 40 Sekunden sein) werden 8 Sekunden hinzugezhlt und bilden die Basis fr die zweite Runde. Diese luft ansich nach dem gleichen Prinzip ab, wie erste. Sie unterscheidet sich jedoch in den folgenden 2 Punkten:

  • Nun gilt es 12 Fragen zu beantworten.

  • Die Anzahl der richtig beantworteten Fragen werden auf einer Zhlleiste in Abschnitt 2 gekennzeichnet,. Nach jeder gestellten Frage verlieren die Spieler automatisch 2 Sekunden. Wurde eine Frage falsch beantwortet, so werden zustzliche 2 Sekunden abgezogen (in Summe also 4 Sekunden). Erreicht ein Spieler auf diese Art und Weise noch vor der 12. Frage die 0 Sekundengrenze, darf dieser nicht mehr mitraten.

Runde 3: Fr jede richtige Antwort aus Runde 2 gibt es nun je 500 Euro, d.h. bis zu 6000 Euro. Dieses Geld bildet den Startwert, zu welchem in Runde 3 weitere 10.000 Euro hinzu verdient werden knnen. Hierzu mssen die Spieler jedoch 6 Fragen richtig beantworten. Jede richtig beantwortete Frage wird mit 1.000 Euro belohnt. Sollte es einem Spieler gelingen alle 6 Fragen richtig zu beantworten, bekommt er einen zustzlichen Bonus von 4000 Euro!!

Im Unterschied zu den ersten beiden Runden, wird jetzt nicht mehr parallel geraten, sondern jeder Spieler muss seine eigenen Fragen beantworten. Hierzu werden die Fragen jeweils vom rechten Nachbarn vorgelesen.

Spielende: Wer nun das meiste Geld gesammelt hat, ist der Sieger von Galileo The Game.

Die Besonderheit: Die Antworten stehen zwar auf den Fragekarten, knnen aber nicht ohne weiteres gelesen werden. Hierzu gibt es einen speziellen Elektronik-Stift, der auf die Kreise, direkt unter den Antworten gedrckt werden muss. Die richtige Antwort ist mit einer Metalllegierung versehen, so dass der Elektronikstift beim Aufsetzen leuchtet und piepst. Sollten die Batterien mal versagen, gibt es als Backup die richtigen Antworten als Anhang im Regelheft.

Fazit

Material: Die Idee des Elektronikstifts erinnert an das Kinderquiz-Spiel Elektro aus den 70er Jahren. Nach kurzer bungsphase funktioniert die Lsungsfindung recht gut. Manchmal findet der Stift jedoch nicht sofort den notwendigen Kontakt, so dass man ab und an auch zwei mal durch die Antworten gehen muss, bevor der Stift sich meldet. Aber auch das trgt zur Steigerung der Spannung bei.

Wie lange die Batterien des Stifts halten konnten wir nicht testen, sicher aber sind die Ersatzbatterien (Babyzellen) nicht ganz billig.

Die beigelegten 4000 Euro-Bonus-Marker fr Spieler, die in Runde 3 alle 6 Fragen richtig beantworten konnten, halte ich fr unntig. Hier wre es auch ausreichend gewesen die Spielfeldskala von 12.000 Euro auf 16.000 Euro zu erweitern.

Die beigefgten Quizkarten beinhalten

  • 750 Fragen fr Runde 1

  • 900 Fragen fr Runde 2

  • 1200 Fragen fr Runde 3.

Damit kann 75 mal Runde 1 & 2 gespielt werden, ohne dass sich eine Frage wiederholt. Runde 3 ist abhngig von der Spielerzahl und bewegt sich zwischen 33 und 100 Spielen. Geht man von ca. 30 Minuten pro Spiel aus, sind dies in jedem Fall 15 bis 30 Stunden Quiz-Spa ohne dass sich auch nur eine Frage wiederholt. Da kann man sicher nicht meckern!

Spielregel: Die Regeln sind sehr ausfhrlich beschrieben, so dass fast keine Frage offen bleibt. Dennoch wartet der Spieler vergebens auf einen Vorschlag fr die Durchfhrung der 10-Sekunden Zeitmessung. Ein Zeitmessinstrument liegt dem Spiel zumindest nicht bei (wre auch sehr schwierig bei nur 10 Sekunden). Wozu man nach dem Hinlegen der Antwortplttchen weitere 10 Sekunden warten sollte, bevor man die Plttchen umdreht, erschlie sich uns nicht, weshalb wir dies einfach ignorierten.

Sehr wnschenswert bei sehr ausfhrlich beschriebenen Spielregeln ist eine Kurzzusammenfassung bzw. Regelbersicht. Eine solche liegt dem Spiel leider nicht bei.

Das Spiel: Der Spielmechanismus ist der PRO7-Quiz-Show nachempfunden. Als Brettspieler stelle ich mir jedoch die Frage, ob das Layout des Spielbretts nicht effektiver htte gestaltet werden knnen. Allein durch das Ersetzen der gewhlten Kreisform durch eine parallele Spielfeldanordnung htte man eine wesentlich einfachere Vergleichsmglichkeit zwischen den Spielern bewirkt. Damit wre das Spiel bersichtlicher ohne an Qualitt zu verlieren.

Das Sammeln von Sekunden in 4er-Schritten (Runde 1), das Abziehen von 2 Sekunden bei einer richtigen Antwort und 4 Sekunden bei einer falschen Antwort (Runde 2) wirkt vor allem beim ersten Spiel etwas verwirrend und htte aus spieltechnischer Sicht stark vereinfacht werden knnen. Hier wollte man wohl die Fernseh-Quizshow mglichst authentisch nachbilden. Schade, dass die Quiz-Show beim bzw. kurz nach dem Erscheinungstermin des Spiels bereits wieder pausierte. Das ist sicher keine gute Promotion fr ein "Spiel zur Show". Neue Staffeln werden wohl erst wieder im Herbst 2002 oder Frhling 2003 zu sehen sein.

Die Fragen gehen zwar gem dem Vorbild zum Groteil in Richtung Wissenschaft, es sind aber auch Fragen zu anderen Themen vertreten. Der Schwierigkeitsgrad der Fragen ist sehr unterschiedlich. Es gibt sehr knifflige Fragen, aber auch sehr leichte. Hier ist zu erkennen, dass das Spiel fr Familien konzipiert wurde. So haben auch jngere Spieler die Chance auf eine richtige Antwort. Und wenn die Frage mal zu schwer ist, hilft immer noch raten. Fr eine reine Erwachsenenrunde sind einige Fragen hingegen viel zu leicht.

Der groe Unterschied zwischen Galileo The Game und anderen Wissensspielen ist vor allem, dass in Runde 1 und 2 alle Spieler gleichzeitig spielen, d.h. keine Wartezeiten entstehen und alle Spieler ins Spielgeschehen eingebunden sind. Das Zeitlimit von 10 Sekunden pro Antwort fhrt im Zweifelsfall auch bei leichteren Fragen zu der einen oder anderen falschen Antwort.

Bei Spielen im greren Kreis (>6 Personen) empfiehlt es sich Teams zu bilden, welche sich dann natrlich auch innerhalb der 10 Sekunden auf eine gemeinsame Antwort einigen mssen, was keine leichte Aufgabe ist!

Zusammengefasst: "Galileo - The Game" ist ein schnelles Quizspiel fr die ganze Familie, bei dem alle Spieler permanent gefordert sind. Es verfgt ber eine reichhaltige Anzahl an Fragen und einem neuen bzw. aus Urtagen wieder ausgegrabenen Prfmechanismus ("Elektro" lsst gren). Nur die Umsetzung des Wertungsmechanismus vom Fernsehquiz auf das Spiels wirkt etwas holprig und das Spielfeld unbersichtlich.

In unserer Runde kam "Galileo - The Game" unterschiedlich an. Die teilweise recht leichten Fragen und der Wertungsmechanismus strte einige Spieler. Wem Trivial Pursuit zu schwierig und zu langatmig ist und deshalb nach einem flotten, kurzweiligen Quiz-Spiel sucht (maximal 48 Fragen pro Spiel) knnte hier dennoch fndig werden.

Rezension Frank Gartner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Galileo - The Game: 3,1 3,1, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Monika Gartner

Leserbewertungen

Leserwertung Galileo - The Game: 4,0 4.0, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Tanja - Also ich find's nicht schlecht, eure Note 3 ist ein wenig hart.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Jenni - Nicht schlecht mein Lieblingsspiel bleibt aber Monopoly

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