Rezension/Kritik - Online seit 15.12.2015. Dieser Artikel wurde 4324 mal aufgerufen.

Geheimsache

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Autor: Jörg Domberger
Illustration: Lutz Eberle
Jörg Domberger
Verlag: Gmeiner-Verlag
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2014
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1661
Geheimsache

Spielziel

Als Agenten versuchen die Spieler durch Hinweise ihrer Mitspieler den eigenen, für sie selbst unbekannten Wochenplan zu entschlüsseln. Dafür spielen sie in jeder Runde eine Agentenkarte und lassen sich dazu von ihren Mitspielern Informationen geben, die sie nach und nach zu einem vollständigen Plan zusammensetzen. Wer das zuerst schafft, gewinnt dieses Deduktionsspiel.

Ablauf

Zu Beginn werden die von 1 bis 5 durchnummerierten Agentenkarten ausgelegt. Jeder Mitspieler erhält einen Wochenplan, den sein jeweiliger Nachbar so vor ihm aufstellt, dass der Besitzer selbst den Plan nicht einsehen kann. Alle Mitspieler sollten aber auf die Pläne ihrer Mitspieler gute Sicht haben. Diese Wochenpläne sind in die Tage Montag bis Freitag unterteilt, und jedem Tag ist eine andere Hintergrundfarbe zugeordnet – diese Farben gilt es herauszufinden.

Anschließend gibt es noch für jeden Spieler ein Blatt vom Decodierungsblock sowie 12 Informantenkarten. Diese Karten zeigen eine der fünf Hintergrundfarben sowie eine Uhrzeit, wobei diese beiden Infos bei allen Karten unterschiedlich sind. Die Informantenkarten werden so verteilt, dass jeder Spieler von jeder Farbe mindestens zwei erhält.

Jede Runde wählen die Spieler eine Informantenkarte, die sie gleichzeitig aufdecken. Beginnend beim Startspieler gibt danach jeder aus seiner Sicht bekannt (ohne dabei den eigenen Wochenplan zu sehen), welcher Spieler gemäß seines Wochenplans als Erster auf seinen Informanten trifft und wer als Letzter. Auf diese Weise sammeln die Spieler nach und nach Informationen, die sie auf ihrem Decodierungsblatt festhalten. Wer es zuerst schafft, die seinen Wochentagen zugeordneten Farben zu entschlüsseln, schnappt sich die Agentenkarte mit der 1. Danach darf dieser Spieler seine Notizen nicht mehr verändern, spielt aber weiterhin mit. Erst wenn alle Spieler eine Agentenkarte genommen haben oder die Handkarten ausgegangen sind, werden die Ergebnisse überprüft. Der Spieler mit richtigem Ergebnis UND der niedrigsten Agentenkarte gewinnt.

Fazit

Gmeiner, eigentlich ein Buchverlag, hat es sich zur Aufgabe gemacht, jedes Jahr kurz vor der Spielemesse in Essen ein neues Krimispiel herauszubringen. Alle Spiele der Serie sind an der ähnlichen Aufmachung zu erkennen. Passend zu den Themen ist diese immer sehr dunkel gehalten und das Format gleicht im Stehen einem Taschenbuch – die besten Voraussetzungen also, die Spiele auch im Buchhandel zu verkaufen.

Geheimsache ist ein Deduktionsspiel, das – so man es denn mal verstanden hat – eigentlich recht einfach ist. Allerdings ist der Weg bis dorthin kein ganz einfacher. Alle Gelegenheitsspieler, denen ich es zum Ausprobieren in die Hand drückte, haben resigniert. Schade, denn damit haben sie ein schönes Spiel verpasst.

Hat man die Regelhürde aber erst einmal genommen, wird man mit einem kleinen, aber feinen Krimispiel belohnt. Das Spiel dauert nicht lange, so dass man es auch schnell mal zwischen zwei großen einschieben oder abends kurz vor dem Zubettgehen spielen kann. Am Material gibt es nichts zu bemängeln. Die Blätter des Deduktionsblocks sind sogar beidseitig bedruckt, so dass sie eine Weile reichen. Danach bietet der Verlag Ersatzblätter zum Downloaden an.

Geheimsache funktioniert in jeder Besetzung, allerdings entfaltet es seinen vollen Reiz am besten zu fünft, denn dann ist das Lösen der Farbzuordnungen am kniffligsten.

Auch wenn Kombinationsgabe bei diesem Spiel gefragt ist, so mischt das Glück ebenfalls kräftig mit. Vieles hängt von den Informantenkarten ab. Manchmal sind die ausgespielten Karten für den einen sehr aussagekräftig, den anderen bringen sie vielleicht überhaupt nicht weiter. Außerdem ist es sehr wichtig, stets aufmerksam zu sein, um den Mitspielern keine falschen Reihenfolgen anzusagen, wenn man am Zug ist. Schon eine einzige unkorrekte Aussage kann zu falschen Schlussfolgerungen führen, was für Frust und Ärger sorgt.

Trotzdem: Die Tüftelei macht Spaß, und wer ein schön aufgemachtes Deduktionsspiel ohne viel Schnickschnack sucht, sollte dieses hier ausprobieren!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Geheimsache: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.10.15 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung Geheimsache: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.01.15 von vieleSpiele - Deduktionsspiele mit etwas Glücksanteil gefallen mir

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