Rezension/Kritik - Online seit 06.08.2002. Dieser Artikel wurde 7472 mal aufgerufen.

Gods

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Autor: Michael Schacht
Illustration: Hans-Jrg Brehm
Michael Schacht
Design/Main
Verlag: Spiele aus Timbuktu
Rezension: Ralf Sandfuchs
Spieler: 2 - 4
Dauer: 45 Minuten
Alter: ab 12 Jahren
Jahr: 2001
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
4,3 4,3 Leser
Ranking: Platz 2853
Download: Kurzspielregel [PDF]
Gods

Spielerei-Rezension

Aaaauuuuaaahh! Spieler zu sein kann manchmal ganz schn wehtun. Stundenlang kleine Counter und Sechsecke aus dicker Pappe schneiden stellt schon einige Ansprche an die Haltbarkeit der Schneidehand. Und soviel ist schon mal klar: wenn dieses Spiel nicht wirklich gut ist, werde ich sauer! Aber richtig sauer! Jawohl!

Zunchst jedoch mchte ich die fr alle Leser da drauen wohl wichtigste und essentiellste Frage beantworten: worum gehts hier eigentlich?

Gods ist eins der Spiele aus Timbuktu, die der Autor Michael Schacht als Bausatz in limitierter Serie auflegt. Gods erschien auf der Spiel 2001 und war so schnell ausverkauft, dass ich keinen der Schneidebgen mehr ergattern konnte. Mist!

Aber glcklicherweise war das Spiel kurz danach als kostenloser Download auf der Website des Autors zu finden (http://mschacht0.tripod.com, unter Specials), und nach dem Download der acht Grafiken und dem Ausdruck auf schne, dicke Pappe begann dann das Martyrium fr meine armen Finger.

Das Ergebnis von etwa zwei Stunden Schnippelei waren dann 72 Hex-Karten, 20 Punkte-Karten, 50 Energiekristalle und 60 Gttermarker.

Jeder Spieler bernimmt nun die Rolle eines Gottes (beim Titel des Spieles nicht wirklich verwunderlich), der versucht, eine Welt nach seinem Willen zu erschaffen, auf der mglichst viele Stmme und Vlker ihn anbeten.

Spielerisch wird das Ganze als klassisches Legespiel abgewickelt, bei dem man jede Runde weitere Karten an die bereits ausliegenden anlegen kann. Am Anfang einer Runde werden vom verdeckten Stapel Hex-Karten umgedreht, so dass immer zwei Karten offen auf dem Tisch liegen, derer man sich bedienen kann. Neben einigen Sonderkarten handelt es sich dabei vor allem um Volksstmme, die sich je nachdem, wo sie angelegt werden, der einen oder anderen Religion anschlieen.

Ein Gott kann jedoch auch jederzeit einen seiner Tempel errichten, der alle umliegenden Volksstmme zum eigenen Glauben konvertieren lsst.

Ziel des Spieles ist es dabei, eigene Vlker zu erschaffen, indem man mindestens drei Stmme einer Farbe zum eigenen Glauben konvertieren lsst; dafr erhlt man einen Siegpunkte-Marker sowie eine Vlkerkarte. Letztere kann man aber auch wieder verlieren, wenn die Stmme sich pltzlich einem anderen Gott verschreiben (sprich, wenn einer der anderen Spieler geschickt neue Karten auslegt), die Siegpunkte bleiben dem Spieler jedoch auf jeden Fall erhalten.

Fr die meisten Aktionen bezahlt man mit Energiekristallen, die man immer am Anfang der Runde erhlt, jedoch auch durch das Auslegen von nutzlosen dlanden gewinnen kann. Und soviel sollte klar sein: je sinnvoller und gewinntrchtiger eine Aktion ist, desto teurer muss man sie natrlich auch bezahlen; so muss man fr das Auslegen eines Tempels in den meisten Fllen erst mal ein oder zwei Zge lange sparen.

Das Spiel endet, sobald einer der Gtter drei verschiedene oder vier beliebige Vlker auf sich vereinigt, aber nur dann, wenn dieser Gott es wnscht. Im Zweifelsfall spielt man einfach weiter, bis als eine der letzten drei Karten vom Zugstapel das Spielende aufgedeckt wird.

Wie auch immer das Spiel beendet wird, danach folgt die Abrechnung: fr jedes noch vorhandene Volk erhlt man drei Punkte, dazu noch fr jeden Siegpunkt-Marker zwei Punkte. Dazu bekommt derjenige, der whrend des Spiels die meisten Tempel gebaut hat, vier Punkte abgezogen. Wem danach noch die meisten Punkte bleiben, der hat die Vorherrschaft seines Glaubens auf der Welt gesichert.

Okay, okay, ich gebe es ja zu, die Mhe des Ausschneidens hat sich gelohnt, denn Gods gelingt es mhelos, die Spieler whrend des ganzen Spiels bei der Stange zu halten. Die Regeln sorgen geschickt dafr, dass man nicht so viele Aktions-Mglichkeiten zur Verfgung hat, dass man die bersicht verliert, und doch muss man bei jedem Zug aufs Neue genau berlegen, wie man die wenigen Energiekristalle einsetzt, die man zur Verfgung hat.

Michael Schacht hat mit Gods ein wirklich gutes Spiel geschaffen, das vor allem natrlich zu einem konkurrenzlos guten Preis erhltlich ist.

Na gut, Ihr msst halt ein bisschen fr Euer Spielvergngen arbeiten, aber mal ehrlich, Ihr wollt Euch doch sicherlich nicht so anstellen wie ich, oder? Eben, dachte ich mir doch...

Also dann, viel Spa mit den Gods!

Rezension Ralf Sandfuchs

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Gods: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Ralf Sandfuchs
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 15.02.07 von Michael Andersch

Leserbewertungen

Leserwertung Gods: 4,3 4.3, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Bernd Eisenstein
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Peter Zanow
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Ingo Ntzel - Ein klasse Spiel fr wirklich kleines oder gar kein Geld! Die Arbeit lohnt sich allemal!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Michael
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.02.06 von Oliver Lach - Bewetung bezieht sich auf die 'boxed' Version. Zu 2 und zu 3 richtig gut ! :-)
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 11.02.06 von Udo Mller
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.02.06 von Gnter Dmer - ber die Grafik kann man streiten, aber die Mechanismen sind uerst stimmig. Dieses Spiel muss man erst erlernen, dann sind extrem spannende Partien mglich. Ein erstklassiges Spiel fr 2!
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.12.06 von Matty - Sehr gutes Taktikspiel fr die kurze Distanz, verzeiht aber auch kaum Fehler. hnlich gute Spieler sind Pflicht im Mehrpersonenspiel, da sonst starke Knigsmacherfunktion.

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