Rezension/Kritik - Online seit 24.11.2003. Dieser Artikel wurde 5194 mal aufgerufen.

Gruftmeister

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Autor: Kemal Yun
Illustration: Kemal Yun
Verlag: Die Wuselmuse
Rezension: Frank Gartner
Spieler: 2 - 4
Dauer: 45 - 90 Minuten
Alter: ab 10 Jahren
Jahr: 2003
Bewertung: 1,5 1,5 H@LL9000
2,3 2,3 Leser
Ranking: Platz 6460
Gruftmeister

Spielziel

Ab gehts in die Gruft. Durch dunkle Gewlbe fhrt es die Abenteurer. Verschlossene Tren mssen geffnet werden, Monster bekmpft und Schtze geborgen. Wer zuerst 5 Schtze gefunden und zurck in die Heimat gebracht hat, wird Sieger.

Ablauf

Vorbereitung:

Vor Spiel beginnt muss die Gruft vorbereitet werden. Die Spieltafeln werden zur Gruft zusammengelegt und die Schlsser, Tren, Srge und Kisten auf die dafr vorgesehenen Felder gelegt. Jeder Spieler erhlt zwei Spielfiguren (einen Gruftmeister und einen Gruftknecht), sowie einen persnlichen Spielplan auf welchen gefundene Gegenstnde und Schtze, sowie die Lebenspunkte abgelegt werden. Durch diesen Spielplan wird die Anzahl der Gegenstnde, die ein Meister tragen kann, begrenzt. Der Knecht kann immer nur bis zu 2 Gegenstnde tragen.

Die Figuren:

Der Gruftmeister ist die Hauptfigur, welche alle Aktionen wie Kmpfen, Tren ffnen und Schtze bergen ausfhrt. Der Knecht untersttzt dahingehend seinen Meister, in dem er ihm jeweils 2 Gegenstnde abnimmt und z.B. zurck in die Heimat bringen kann, whrend der Meister seine Tour fortsetzt.

Ablauf:

Wer am Zug ist geht mit seinem Gruftmeister und seinen Grufknecht je bis zu 5 Felder. Whrend dieser 5 Felder drfen verschiedene Aktionen in beliebiger Reihenfolge durchgefhrt werden. Folgende Aktionen sind mglich:

Kiste ffnen: Das Kistenplttchen wird umgedreht und der Gegenstand vom Spieler begutachtet. Entscheidet er sich diesen mitzunehmen, wird er auf das entsprechende Feld auf dem persnlichen Spielplan abgelegt. Entscheidet sich der Spieler den Gegenstand liegen zu lassen, bleibt das Plttchen aufgedeckt liegen und kann von anderen Spielern aufgehoben werden. Einmal aufgedeckte Kisten knnen vom Gruftknecht bersprungen werden. Geschlossene Kisten stellen fr den Gruftknecht ein unberwindbares Hindernis dar.

Tr ffnen: Das Trplttchen wird geheim vom Spieler angeschaut. Zeigt das Plttchen ein "Tr offen"-Symbol, wird das Plttchen sofort aus dem Spiel entfernt. Zeigt ein Werkzeug und/oder einen Schlssel bestimmter Farbe, bentigt der Spieler das entsprechende Equipment (Schlssel der Farbe oder Werkzeug) um die Tr zu ffnen. Auch in diesem Fall wird die Tr aus dem Spiel entfernt. Hat der Spieler nicht die bentigte Ausrstung legt der die Tr verdeckt wieder aus seinen alten Platz.

Ein Schloss ffnen: Die Farben der Schlsser sind immer zu erkennen. Zum ffnen der Schlsser bentigt man immer den Schlssel der entsprechenden Farbe. Das Plttchen wird entsprechend vom Spielplan entfernt.

Einen Sarg ffnen: Jeder Sarg wird von einem Monster bewacht. Um gegen ein Monster kmpfen zu knnen bentigt der Spieler mindestens eine der beiden Waffen (Morgenstern oder Axt) und sollte eine Rstung (Helm, Brustpanzer) besitzen, um den Schaden gering zu halten.

Der Kampf: Man nimmt das Monsterplttchen sowie die eigenen Waffen und Rstungsplttchen in die Hand und wirft diese auf den Tisch. Je nach dem mit welcher Seite die Plttchen nun nach oben zeigen, zeigen diese Wirkung oder sind wirkungslos. Ein aktives Monster macht einen Schadenspunkt (der Spieler verliert einen Lebenspunkt), sofern dies nicht durch einen Rstungschip (mit der aktiven Seite nach oben) verhindert werden kann. Eine eigene aktive Waffe ttet das Monster. Solange das Monster nicht gettet ist, geht der Kampf weiter. Verliert ein Spieler alle seine Herzen, ist er tot, verliert an Ort und Stelle alle seine Ausrstungsgegenstnde, kommt zurck auf das Startfeld und beginnt von Neuem.

Tauschen: Die Gegenstnde zwischen Gruftmeister und Knecht knnen untereinander ausgetauscht werden, sobald sie auf einem Feld stehen. Der Knecht kann Gegenstnde abwerfen, jedoch nie Gegenstnde eigenstndig aufnehmen. Dies kann nur der Gruftmeister.

Spielende:

Sobald ein Spieler 5 verschiedene Schtze gefunden und zurck in die Heimat gebracht hat, hat er gewonnen. Ob die anderen Spieler noch um Platz 2 oder 3 spielen wollen ist ihnen berlassen.

Varianten:

Der Schwierigkeitsgrad kann variiert werden, in dem man z.B. immer gegen 2 Monster kmpfen muss, die Monster mehr Schadpunkte verursachen, wenn man mehr oder weniger Schtze finden muss, usw.. Einige Vorschlge liegen dem Spiel bei.

Fazit

Das Spiel kommt mit einer Vielzahl an Stanztableaus aus. Keine dumme Sache fr einen Kleinverlag. Man erhlt viel Material und die Produktionskosten halten sich in Grenzen. Optisch lsst sich das Spiel im Mittelma anordnen. Es wirkt eher Comic-hnlich als gruselig.

Die Spielvorbereitung ist bedingt durch die vielen Spielplttchen (in Summe 140 Stck) recht Zeitaufwendig.

Der Einstieg ins Spiel ist recht schnell gefunden, denn die Regel ist verstndlich geschrieben und das Spielprinzip sehr einfach.

Und genau hier liegt der Haken aus spielerischer Sicht: Das Spielprinzip

Man wandert durch die Gruft und deckt Plttchen auf. Manchmal wird gekmpft, d.h. man wirft Plttchen und hofft auf ein positives Ergebnis.

Gegen den Kampf ansich lsst sich nichts sagen. Durch das Werfen der Plttchen wird eine Art Wrfel ersetzt, welcher seine Wahrscheinlichkeitsverteilung je nach eigener Ausrstungsstrke verndert. Ansich eine peppige Idee aus der sich etwas machen lsst.

Weniger peppig prsentierte sich unseren Spielerunden der Rest des Spiels. Die Interaktion zwischen den Spielern begrenzt sich darauf, dass ich einem Mitspieler eine Kiste vor der Nase wegschnappe, von dem ich vorher ohnehin nicht wei, ob es sich lohnt oder nicht. Bekommt man mal etwas vor der Nase weggeschnappt, ist das auch nicht weiter tragisch, denn in der Gruft gibt es Plttchen ohne Ende. Man fhlt sich wie an einem riesigen Buffet. Die Auswahl ist gro genug, als dass man sich drum kloppen msste. Dem Gruftknecht kann berhaupt nichts passieren. Er trgt dem Meister einfach nur die Ausrstungsgegenstnde. Wirkliche Stimmung kam in unseren Runden wirklich auf.

Hier htte man mehr raus machen knnen. So wre es doch interessant gewesen, wenn die Gruftknechte berfallen werden knnen, so mssten diese versuchen einen mglichst geschickten Weg durch die Gruft zu finden, um die teuer erarbeiteten Schtze nicht an einen Gegenspieler zu verlieren.

Kmpfe zwischen Gruftmeistern (unter bestimmten Grundvoraussetzungen, so dass nicht nur gegeneinander gekmpft wird) wren eine weitere Mglichkeit gewesen mehr Leben in das Spiel zu bringen. Doch ohne diese interaktiven Elemente bleibt ein eher fader Nachgeschmack.

Bleibt zu hoffen, dass der Autor hier noch einmal nachlegt und spaige Regelelemente dem Spiel beifgt. Das Grundkonzept und das Spielmaterial lassen in jedem Fall noch viele Mglichkeiten offen. Und dank Internet ist ein Nachlegen von Regelvarianten kein Problem mehr.

Wir werden Euch natrlich gerne ber Regelvarianten informieren. Bis zu diesem Zeitpunkt bleibt Gruftmeister maximal ein mittelmiges Spiel fr spielerisch eher unerfahrene Familien.

Rezension Frank Gartner

Anmerkung: Zur besseren Lesbarkeit der Texte verwenden wir hufig das generische Maskulinum, welches sich zugleich auf weibliche, mnnliche und andere Geschlechteridentitten bezieht.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Gruftmeister: 1,5 1,5, 8 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Frank Gartner
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Alexander Broglin
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Anette Bippus-Darting
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Angela Grnes
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Claudia Hely
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Hans-Peter Stoll
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Klaus Jrder
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Roman Pelek

Leserbewertungen

Leserwertung Gruftmeister: 2,3 2.3, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.04.04 von Dirk Van Erps - Schade das Gruftmeister das erste "grosse Spiel" der Wuselmuse ist weil Geld laesst sich damit nicht verdienen. Und das trotz meiner grosse Sympathie fuer Volker Schwagerl und seine eigene kleine nette Kartenspiele.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.07.04 von Thorsten Schmidt - Schade eigentlich.... ich mag die Ausstattung und das Setting eigentlich ganz gerne. Htte man viel mehr draus machen knnen. Meine Freundin und ich spielen es trotzdem hin und wieder ganz gerne weil es sehr unkompliziert ist und wenig Aufmerksamkeit erfordert.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 08.12.08 von Thomas Nezold - Tipp von mir: Spielt die Neufassung (Yungames, 2004, auch erkennbar am Aufkleber "Director's Cut"). Kemal Yun hat die Regeln total umgebaut: > Man zieht keine 5 Felder mehr. Man zhlt keine Felder, sondern der Meister darf einmal die Platte wechseln, der Knecht zweimal. > Man kann sich gegenseitig bekmpfen, um sich Gegenstnde wegzunehmen. > Der Knecht ist nicht nur schneller als der Meister, er kann Kisten und Srge "checken", d.h. er darf sich die Disk ansehen, aber den Schatz nicht nehmen. Und jetzt natrlich auch ber sie drberziehen. DIE Fassung kann ich nur empfehlen, das Spiel macht wirklich Spa.

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