Rezension/Kritik - Online seit 02.08.2007. Dieser Artikel wurde 3697 mal aufgerufen.

Heli Hopper

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Autor: Johann Rüttinger
Helmut Hecht
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 - 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3045
Heli Hopper

Spielziel

Schnapp dir einen Heli Hopper und lass ihn fliegen. Dabei sollte er auf dem kleinen gelben Planeten möglichst in einem solchen Zahlenkrater landen, wo es viele Punkte gibt. Aber Vorsicht: Landet dein Heli Hopper neben dem Spielplan, kann es auf der Zahlenspirale auch mal rückwärts gehen!

Ablauf

Jeder Spieler wählt einen Kreisel und die passende Spielfigur – Letztere setzt er auf das Startfeld des Spielplans. Dieser zeigt einen runden Planeten, auf dem viele Krater zu sehen sind. Außen um den Planeten verläuft – ausgehend vom Startfeld – eine vierspurige Zahlenleiste, auf welcher sich die Spieler mit ihren Figuren spiralenförmig dem Ziel nähern müssen.

Wer an der Reihe ist, setzt seinen Heli Hopper etwa eine Handbreit vom Tisch entfernt auf die Tischplatte, dreht ihn dann zwischen den Fingern, zieht ihn gleichzeitig ein wenig nach oben und versucht außerdem, ihn in Richtung Spielplan zu steuern. Der Heli Hopper hebt ab und landet:

· neben dem Spielplan: man darf noch einen Versuch starten

· auf einem Feld der Spielsteinstrecke: man muss ein Feld rückwärts gehen

· auf dem Spielplan, aber nicht genau auf einem Feld: nichts passiert

· auf einem Zahlenfeld: man multipliziert, addiert oder subtrahiert mit den entsprechenden Zahlen – immer ausgehend von der Zahl, auf welcher der eigene Spielstein steht. Diesen darf man dann um das jeweilige Ergebnis vorziehen.

· auf einem Aktionsfeld: hier gilt es, besondere Aufgaben zu lösen, z. B. mit einem Auge den Heli Hopper starten, mit der linken Hand usw.

Wer mit seinem Spielstein zuerst das Ziel erreicht, hat das Spiel gewonnen.

Fazit

Packt man das Spielmaterial aus, wird man unweigerlich von Neugierde gepackt. Ohne vorher großartig die Spielregel studiert zu haben, versucht man gleich, einen der Heli Hopper fliegen zu lassen. Was gar nicht so einfach ist (auch für Erwachsene nicht) und schon einiger Übung bedarf.

Hat man seine Aufmerksamkeit dann doch der relativ kurzen Spielregel gewidmet und herausgefunden, wohin es das Fluggerät zu lenken gilt, beginnt das freie Üben gleich wieder von vorne, denn es macht absolut keinen Sinn, gleich mit dem tatsächlichen Spiel zu beginnen, ohne sich vorher einige Minuten mit der Technik des Fliegenlassens dieses sonderbaren Propeller-Fliegers beschäftigt zu haben. Und vor allem die jüngeren Mitspieler brauchen schon eine geraume Weile, bis es ihnen tatsächlich gelingt, ihre Heli Hopper zumindest öfter auf als neben den Spielplan zu befördern.

Das Hauptaugenmerk des gesamten Spiels liegt also anscheinend auf der optimalen Fortbewegung des Heli Hoppers (und somit auch auf dem Training der Feinmotorik). Sollte man meinen. Denn in Wahrheit wird auch etwas anderes ganz intensiv trainiert, nämlich das Rechnen. Aber das läuft tatsächlich so ganz nebenher, ohne dass die Kinder so richtig merken, was vor sich geht. Haben sie sich dann doch einmal verrechnet und man macht sie auf ihren Fehler aufmerksam, bekommt man dann meistens auch ein recht ungeduldiges "Ach so, ja" zu hören und ihr "Lass mich doch in Ruhe, siehst du nicht, dass ich damit beschäftigt bin, meinen Propeller optimal zu lenken und dass mir das gerade ganz gut gelungen ist" meint man dem Tonfall nach fast als Nachsatz herauszuhören.

Fast ein wenig überladen wirken die Aktionsfelder, wo man immer besondere Aufgaben erfüllen muss. Diese sind meines Erachtens weder besonders lustig noch sonst irgendwie Aufsehen erregend. Vermutlich versuchte man, das Spiel damit ein wenig aufzupeppen. Aber dessen hätte es wahrlich nicht bedurft.

Heli Hopper macht in jeder Besetzung Spaß. Auch wenn mehrere Spieler mit von der Partie sind, kommt es zu keinen langen Wartezeiten, denn jeder Zug geht eigentlich recht flott vonstatten. Außerdem ist man ja eigentlich immer gefordert, die Aufgabe des aktiven Spielers mitzurechnen, um so das Ergebnis überprüfen zu können.

Was die Rechenaufgaben betrifft, so eignen sie sich als Übung hauptsächlich für die erste bzw. zweite Klasse. Die Zahlen, die es zu multiplizieren gilt, liegen maximal bei 4 x 6 und das höchstmögliche Ergebnis von 24 ist im schwierigsten Fall zur Zahl 4 zu addieren. Rein vom Rechentraining her fordert es ältere Kinder also nicht mehr besonders. Aber auch ihnen bereitet das Spiel Vergnügen, und auch wenn es dann später keinen besonderen Lerneffekt mehr hat, so spricht trotzdem nichts gegen eine kurzweilige Runde Heli Hopper.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Heli Hopper: 4,0 4,0, 3 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 13.06.07 von Uta Weinkauf
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 02.08.07 von Frank Gartner - Eine originelle und unterhaltsame Idee , allerdings kann bei ungeschickten Menschen der Frustfaktor zuschlagen. ;-)

Leserbewertungen

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