Rezension/Kritik - Online seit 24.07.2014. Dieser Artikel wurde 2809 mal aufgerufen.

Im Tal der Drachen

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Autor: Johannes Berger
Julien Gupta
Verlag: Queen Games
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2014
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3821
Im Tal der Drachen
Auszeichnungen:2014, Golden Geek Bestes Kinderspiel Nominierung

Spielziel

Als die kleinen Drachenkinder mit den jungen Magierlehrlingen im Zauberwald mit heißen Lavasteinen Drachenball spielen, befürchtet der Magier Rzandar, dass sie seinen schönen Magierturm verkohlen. Mit großen Schritten nähert er sich der Gruppe. Die Drachenkinder sind für eine Flucht jedoch zu erschöpft und auf die Hilfe ihrer Freunde angewiesen. Können sie die Zauberlehrlinge ins Tal der Drachen zurückzaubern, ehe Rzandar seinen Turm erreicht?

Ablauf

Das Tal der Drachen wird im Schachtelboden aufgebaut – dazu steckt man drei Bäume in den Spielplan. Etwa 40 cm davon entfernt wird der Magierturm aufgestellt, davor ein Weg, an dessen Beginn die Magierfigur platziert wird. Die Drachenfiguren verschwinden im Stoffsäckchen, und abhängig von der Spielerzahl erhält jeder Spieler drei bis sechs Drachenkarten in unterschiedlichen Farben.

Wer an der Reihe ist, würfelt mit dem Aktionswürfel. Die Ergebnisse führen entweder den Magier in Richtung Turm bzw. von diesem weg oder sie erlauben den Versuch, ein Drachenkind zu retten. Dazu wird ein Drachenkind aus dem Sack gezogen und auf den Turm gestellt. Die Kinder, welche die passende Farbkarte vor sich liegen haben, nehmen nun je einen Zauberstab zur Hand. Von beiden Seiten drücken sie die Stäbe an die Drachenfigur und versuchen, diese durch gleichzeitiges Hochheben ins Tal der Drachen zu "fliegen". Gelingt ihnen das, haben sie ein Drachenkind gerettet und die dazugehörigen Karten kommen aus dem Spiel. Andernfalls wandert der Drache in den Sack zurück und der schwarze Würfel entscheidet, wie weit der Zauberer vorzieht. Eine weitere Seite des Aktionswürfels gibt vor, dass der Drachenflug noch erschwert wird, indem zwischen die beiden Zauberstäbe zusätzlich zum Drachenkind noch der Lavastein geklemmt werden muss.

Das Spiel endet, wenn alle Drachen gerettet wurden – in diesem Fall gewinnen alle Spieler zusammen. Verloren haben hingegen alle, wenn der Zauberer seinen Turm erreicht, bevor die Drachenkinder ins Tal der Drachen zurückkehren konnten.

Fazit

Im Tal der Drachen ist ein Geschicklichkeitsspiel, das die Kinder in hohem Maße fordert. Es hört sich in der Theorie zwar leicht an, die Figuren mit ein bisschen Druck gemeinsam die wenigen Zentimeter in den Schachtelboden zu bugsieren, aber die Praxis sieht ganz anders aus. Eine genaue Absprache zwischen den Akteuren ist erforderlich, damit der Flug gelingen kann: An welcher Stelle sollen die Stäbe angesetzt werden, denn wenn ein Stab weiter oben und einer weiter unten platziert wird, kann die Sache schon nicht mehr funktionieren. Auch das gleichzeitige Anheben und danach das "Fliegen" sind ganz wichtig. Weil das ohne Übung überhaupt nicht funktionieren kann, empfiehlt die Spielregel auch, diesen Vorgang vor dem ersten Spiel einige Male auszuprobieren.

Mit den ursprünglich dem Spiel beiliegenden Stäben war es für jüngere Kinder nicht zu schaffen, die Drachen zu bewegen, deshalb hat der Verlag nachgerüstet. Inzwischen liegen den Spielen zusätzlich noch dickere Stäbe bei, mit denen die Sache ein wenig vereinfacht wird. Trotzdem ist es immer noch schwer genug, die Drachen zu bewegen. Vor allem, wenn man zusätzlich noch den Lavastein mit einklemmen muss, stürzen die Figuren fast immer ab. Für den Anfang kann daher der Abstand zwischen Drachental und Zauberturm etwas verringert werden, um die Erfolgsaussichten zu steigern und den Frust in Grenzen zu halten. Denn der stellt sich irgendwann schon ein, wenn das Spiel häufig verloren wird.

Leider ist das mit den vorliegenden Spielregeln nur allzu oft der Fall. Der Weg des Zauberers besteht aus lediglich sechs Feldern, so dass nur ganz wenige Misserfolge erlaubt sind. Der schwarze Würfel lässt den Magier zweimal je ein oder zwei Felder vorwärts laufen, einmal sogar drei Felder und einmal bis zum nächsten Hut, was im schlimmsten Fall auch drei Felder bedeuten kann. An dieser Stelle ist das Spiel nicht ausgewogen. Den Schwierigkeitsgrad kann man auf vielerlei andere Arten erhöhen, die in der Spielregel auch allesamt aufgelistet werden. Da hätte man es den Kindern anfangs doch einfacher machen können, um die Erfolgs-Chancen zu erhöhen. Ich habe deshalb alle Partien ohne den schwarzen Würfel gespielt – bei Misserfolg ist der Zauberer einfach ein Feld weitergezogen. Meistens haben wir auch den Lavastein weggelassen.

Das Spiel blieb auch nach diesen Vereinfachungen noch bis zum Schluss spannend und wurde in etwa gleich oft verloren oder gewonnen, und das nicht nur mit jüngeren Kindern, sondern mit dabei waren bis zu 10-Jährige. Mit dieser kleinen Modifizierung macht das Spiel vor allem dank seines schönen Materials durchaus Spaß, denn meistens mögen Kinder Geschicklichkeitsspiele, sofern sie ihre Fähigkeiten nicht um ein Weites übersteigen.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Im Tal der Drachen: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.05.14 von Sandra Lemberger

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