Rezension/Kritik - Online seit 08.06.2018. Dieser Artikel wurde 703 mal aufgerufen.

INTERACTION: No more boredom!

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Autor: Gertrude Kurzmann
Manfred Lamplmair
Reinhard Kern
Verlag: rudy games GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 9
Dauer: 30 - 60 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2017
Bewertung: 3,0 3,0 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 3423
INTERACTION: No more boredom!
Tags:Partyspiel

Spielziel

Interaction verbindet das Brettspiel mit dem Tablet oder Smartphone. Es verlangt den Spielern die Lösung von Aufgaben in fünf verschiedenen Kategorien wie beispielsweise Action oder Social ab.

Ablauf

Zuallererst muss man die zum Spiel gehörige App herunterladen. Dort startet man auch das Spiel und gibt die teilnehmenden Spieler sowie deren Alter ein. Außerdem muss jeder Spieler geheim ein paar Fragen beantworten, welche die App vor Spielbeginn stellt. Danach wird den Spielern Schritt für Schritt erklärt, wie alles funktioniert.

Teilnehmen können bis zu drei Teams. Die App fordert jeweils einen Spieler namentlich auf, zu würfeln und mit der Teamfigur entsprechend weit zu ziehen. Das Zielfeld gibt an, aus welcher der fünf Kategorien (Action, Social, Mini-Games, Kreativität und Wissen) eine Frage gestellt wird. Zuvor hat das Team die Möglichkeit, durch das Abgeben bereits gewonnener Karten den Schwierigkeitsgrad der Frage zu erleichtern bzw. können die Gegner ebenfalls mithilfe von Karten denselben erschweren.

Wurde die Aufgabe gemeistert, darf die eigene Teamfigur auf der Siegpunktleiste vorwärts ziehen und es gibt außerdem eine Karte aus der entsprechenden Quiz-Kategorie. Danach können drei gleiche Karten (es gibt auch Joker) gegen einen Bonus eingetauscht werden, der darin besteht, das eigene Team vorwärts zu bringen oder das gegnerische zu bremsen.

Das Spiel endet, sobald eine Teamfigur auf dem Zielfeld der Siegpunktleiste angekommen ist.

Fazit

Technisch funktioniert bei diesem Spiel alles wunderbar. Das Herunterladen der App ging schnell und ohne Probleme vonstatten, die App ist sehr leicht zu bedienen und stellt sich automatisch auf die Sprache des Tablets ein (Deutsch oder Englisch), der Sound lässt sich bei Bedarf ausstellen, und alles wird wunderbar Schritt für Schritt erklärt. Überhaupt ist das ein Riesenvorteil bei diesem Spiel: Keiner muss eine Spielregel lesen, alles wird gut verständlich dargestellt, angefangen bei der Spielvorbereitung bis hin zum Ablauf. Ist man damit dann vertraut, kann man die Erklärungen jederzeit ausschalten.

Leider setzt sich der perfekte Start im Spielverlauf nicht fort. Das beginnt damit, dass man eigentlich annehmen sollte, dass bei einem Spiel, bei dem die Teilnehmer ihr Alter angeben, auch entsprechend darauf eingegangen wird. Dem war in meinen Testpartien allerdings nicht so. Da bekommt ein 13-jähriges Mädchen in der Kategorie "Wissen" auf der einen Seite eine mathematische Aufgabe gestellt, die ein Viertklässler locker schaffen kann, auf der anderen Seite werden dann erdkundliche Fragen gestellt, welche auch die Erwachsenen am Tisch nicht beantworten konnten.

Oder es sollte "Neymar" umschrieben werden, so dass die Team-Mitglieder den Begriff erraten konnten. In einer reinen Frauenrunde musste dann erst einmal gegoogelt werden, wer oder was das überhaupt ist. Im Gegenzug dazu durfte das gegnerische Team dann das Wort "Elefant" pantomimisch darstellen – vergleichsweise einfach, wie alle fanden.

Überhaupt erschien mir die Kategorie "Kreativität" nicht sonderlich kreativ, die geforderten Begriffsdarstellungen durch Erklären, Pantomime und Zeichnen gibt es schließlich schon in vielen anderen Spielen.

Bei den "Mini-Games" fühlten sich vor allem die jüngeren Mitspieler schnell heimisch. Hier geht es um Puzzeln oder dergleichen auf dem Tablet. Auf bahnbrechend Neues bin ich aber auch hier nicht gestoßen.

Neues bot dafür die Kategorie "Social". Hier wird Bezug genommen auf die Fragen, die jeder Mitspieler zu Beginn beantworten musste. Die Bandbreite von normal bis ausgefallen ist hier sehr groß. So gibt es zum Beispiel die harmlos-langweiligen Fragen, ob man schon mal in einer Kirche war oder ein Baby auf dem Arm hatte, andererseits aber auch die Frage, ob man schon mal Hundefutter gegessen oder sein Handy in der Toilette versengt (dies ist nicht mein Rechtschreibfehler, sondern der der App) habe. Es ist dann einzuschätzen, auf wie viele Prozent der Community die jeweilige Aussage zutrifft. Oder man muss nett sein und einem Mitspieler etwas Bestimmtes in freundlicher Form mitteilen. Die Mitspieler entscheiden dann, ob die Aufgabe erfolgreich gelöst wurde. Zwar ist diese Kategorie im Vergleich zu den anderen am innovativsten, aber vor allem die mitspielenden Erwachsenen fanden sie ziemlich belanglos und langweilig.

Am besten ist die Action-Kategorie angekommen, in der bestimmte Turnübungen innerhalb einer vorgegebenen Zeit ausgeführt werden müssen.

Nicht schlecht fand ich die Möglichkeit, Spielkarten zum Erleichtern oder Erschweren von Aufgaben einzusetzen bzw. drei Karten gegen einen Vorteil einzutauschen. In diesem Fall spielt man an einem einarmigen Banditen, um zu sehen, was einem Schönes widerfährt. Meistens bringt es dem eigenen Team schon einen Vorteil, es kann aber auch passieren, dass der Schuss nach hinten losgeht. Wenn man nämlich die Position des eigenen mit einem gegnerischen vertauschen muss und dieses Team auf der Siegpunktleiste weiter hinten liegt, kommt keine Freude auf.

Insgesamt ist Interaction nicht schlecht, löst aber auch keine Begeisterungsstürme aus. Sicherlich hätte man aus dieser Idee noch mehr machen können.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung INTERACTION: No more boredom!: 3,0 3,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.03.18 von Sandra Lemberger

Leserbewertungen

Leserwertung INTERACTION: No more boredom!: 4,0 4.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.06.18 von Bandit

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