Rezension/Kritik - Online seit 25.09.2012. Dieser Artikel wurde 3103 mal aufgerufen.

Jolly Octopus

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Autor: A Big Ideas concept
Illustration: Dynamo Limited
Verlag: Ravensburger Verlag GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 10 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3030
Jolly Octopus

Spielziel

Mit Fingerspitzengefühl versuchen die Spieler, die kleinen Krebse unter den Fangarmen von Jolly Octopus herauszuholen. Doch das ist nicht so einfach, denn diese sind ständig in Bewegung. Und wenn man seine Arme berührt, fängt er zu kichern an, denn er ist furchtbar kitzelig.

Ablauf

Als Spielvorbereitung muss man lediglich die Fangarme sowie den Kopf in den Krakenkörper stecken und die kleinen Krebse in den Löchern des Felsens platzieren, auf dem Jolly sitzt. Zum Starten drückt man den Krakenkopf, danach ertönt eine leise Harfenmelodie. Bis diese verklingt, sollte man abwarten, denn in dieser Zeit justiert sich die Berührungsempfindlichkeit des Gerätes.

Wer an der Reihe ist, versucht, mit der Zange einen Krebs aus dem Fels zu ziehen, ohne dabei die Fangarme des Kraken zu berühren. Passiert dies nämlich, fängt Jolly an zu kichern, hört auf sich zu drehen und man muss den Krebs wieder an seinen Platz zurückstecken. Andernfalls darf man ihn behalten, sofern man einen Krebs dieser Farbe benötigt. Denn je nach Spielerzahl muss man Krebse in gleichen oder unterschiedlichen Farben fangen. Wenn man einen falschen Krebs erwischt hat, muss man ihn einem Mitspieler schenken, der ihn gebrauchen kann.

Das Spiel endet sofort, wenn ein Spieler die notwendige Anzahl an Krebsen gefangen hat.

Fazit

Wie bei vielen anderen elektronischen Spielen sind die meisten Kinder auch von Jolly Octopus sehr angetan. Bei manchen lässt die anfängliche Begeisterung jedoch schnell nach, weil ihre Frustgrenze nicht hoch genug ist, um mit den Misserfolgen zurecht zu kommen, die unweigerlich in den ersten Partien vor allem bei jüngeren Kindern auf der Tagesordnung stehen. Während nach einiger Zeit das Herausnehmen der Krebse in den unteren Reihen zwar ganz gut klappt, wird es in den oberen Reihen schon um einiges schwieriger. Hier berührt man die Krakenarme sehr viel öfter als weiter unten, so dass das Spiel manchmal ziemlich ins Stocken geraten kann, obwohl der Krake längst nicht bei jeder kleinsten Berührung zu kichern anfängt, sondern man ihn mit der Hand schon ziemlich bremsen muss, damit er aufhört, sich zu drehen.

Wird nur zu zweit gespielt, kann man solchen Frustphasen ganz einfach entgegenwirken, indem man die Kinder ihre Krebse nur unten platzieren lässt. So haben sie in den ersten Spielen öfter Erfolgserlebnisse und später kann man nach und nach einzelne Krebse weiter oben platzieren.

Im Gegensatz zu vielen anderen elektronischen "Dudelspielzeugen" zeichnet sich Jolly Octopus dadurch aus, dass es nicht unentwegt irgendeine nervige Melodie von sich gibt, was vor allem die Erwachsenen sehr zu schätzen wussten. Etwas ermüdend ist andererseits die Tatsache, dass bei Misserfolg immer wieder ein Moment gewartet werden muss, bis man weiterspielen kann, weil sich die Krakenarme erst justieren müssen. Auch wenn dieser Vorgang von recht leiser Harfenmusik begleitet wird, die akustisch nicht störend wirkt, so bremst es doch den Spielfluss.

Wenn die Kinder jedoch zunehmend geschickter beim Packen der Krebse werden, wird das Spiel zum Glück immer seltener unterbrochen. Wer dann schon ziemlich geübt ist, kann die Drehgeschwindigkeit des Kraken erhöhen, wodurch der Schwierigkeitsgrad gesteigert wird. Des Weiteren kann man vereinbaren, dass die Krebse mit der Zange wirklich korrekt gepackt und festgehalten werden müssen, um sie tatsächlich in Besitz nehmen zu können, und dass ein wesentlich einfacheres Herausschubsen nicht zählt - was die Spielregel wahrscheinlich ohnehin so vorsieht, aber ganz eindeutig ist sie da nicht. Viele meiner Testeltern ließen es ihren Kindern jedenfalls durchgehen, dass sie den Krebs auch rausschubsen durften, weil in der Regel nicht ausdrücklich steht, dass dies nicht erlaubt ist.

Das Spielmaterial gefällt Kindern und macht auch nach vielen Testpartien noch einen guten Eindruck, obwohl man den Kraken teilweise zerlegen muss, wenn man ihn nach dem Spielen wieder in die Schachtel packen möchte.

Insgesamt vermag Jolly Octopus die Kinder für eine gewisse Zeit zu fesseln, jedoch habe ich festgestellt, dass die Anfangsbegeisterung bei manchen mit der Zeit etwas nachließ. Genauso viele Kinder spielen es aber nach einigen Wochen Testzeit immer noch gerne mit. Wer prinzipiell nichts gegen elektronische Spiele hat und etwas sucht, bei dem Fingerspitzengefühl, Geschwindigkeit und gute Reaktion gefragt sind, sollte Jolly Octopus einmal ausprobieren.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Jolly Octopus: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.05.12 von Sandra Lemberger

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