Rezension/Kritik - Online seit 06.02.2015. Dieser Artikel wurde 4370 mal aufgerufen.

Kakerlakentanz

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Autor: Jacques Zeimet
Illustration: Rolf Vogt
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 6
Dauer: 10 - 20 Minuten
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2014
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3369
Kakerlakentanz

Spielziel

Disco- Zeit bei den Kakerlaken! Aber nicht so, wie wir denken, denn sie haben ihren eigenen Tanzstil. Blitzschnell und gleichzeitig müssen Tanzstilname und eine dazu gehörende Bewegung absolviert werden, um eine Handkarte loszuwerden. Hört sich doch gar nicht so schwer an, wird aber durch spezielle Tanzregeln enorm erschwert. Nur wer als Erster keine Karten mehr auf der Hand hält, ist der Star des Abends.

Ablauf

Alle Karten werden gemischt und unter den Mitspielern gleichmäßig verteilt. Jeder nimmt seinen verdeckten Stapel, dann kann es schon losgehen: Nacheinander wird immer die oberste Karte vom Stapel schnell auf den gemeinsamen Ablagestapel in der Mitte gelegt und sofort der Tanzstil durchgeführt sowie dazu der Name genannt; bei dem Tanzstil "Aua" muss man kurz aufstehen, bei "Meeep" sich die Nase zuhalten, bei "Flapp Flapp" mit den Armen flattern und "Bsss" erfordert ein Kreiseln mit den Fingern.

Verhaspelt man sich oder tanzt man falsch, so muss man alle schon ausgespielten Karten zu den eigenen Handkarten nehmen und eine neue Runde beginnen. Und als wäre das noch nicht für einige schwer genug, gibt es noch weitere "Tanzregeln": Deckt man einen Tanz auf, der gerade zuvor getanzt wurde, muss man einen anderen Tanz ansagen und tanzen. Außerdem gibt es zu jedem Tanzstil Tabukarten, auf denen eine große durchgestrichene Discokugel abgebildet ist und die mit einem lauten "Stopp!" ins Spiel gebracht werden. Der dort abgebildete Tanz ist sofort verboten und darf nicht mehr genannt/getanzt werden. Jetzt wird ein zweiter Ablagestapel begonnen. Sobald eine zweite Tabukarte ins Spiel kommt, wird wieder auf den ersten Ablagestapel gewechselt.

Wer als Erster alle seine Handkarten losgeworden ist, gewinnt den Kakerlakentanz.

Fazit

Schon beim Erklären der Tanzstile gibt es meist verhaltenes Kichern, denn es erscheint doch sehr albern, die komischen Namen mit noch komischeren Bewegungen zu kombinieren. Gerade Erwachsene haben daher teilweise schon bei der Erklärung abgewunken, während die "Vorgängerspiele" Kakerlakensalat und Kakerlakensuppe gerne in der reinen Erwachsenengruppe gespielt wurden. Somit richtet sich Kakerlakentanz wohl doch eher an bewegungsfreudige Kinder und Jugendliche (und partyspielfreudige Erwachsene, denen nichts zu peinlich oder albern ist).

Durch die roten Pfeile auf den Karten und durch unterschiedliche Hintergrundfarben kann man sich die Bewegungen relativ schnell merken, die Namen sind schon etwas schwieriger einzuprägen. Von daher laufen die anfänglichen Ausspielrunden etwas holprig bis man die Tanzstile verinnerlicht hat. Die laut Anleitung erlaubten drei Sekunden Zögern sind schwer abzuschätzen und so wird es immer Spielrunden geben, die in Bezug auf unerlaubtes Zögern strenger oder großzügiger sind. Eine Übersicht auf der letzten Seite der Spielanleitung hilft anfangs etwas, den Überblick zu behalten und bei doppelter und somit verbotener Karte dann doch schnell einen passenden Tanzstil zu finden und zu absolvieren.

Wenn man gerade das Gefühl hat, dass es ganz gut läuft, kommt meist eine Tabukarte ins Spiel und verschärft damit die Tanzregeln. Gerade als Kakerlakentanz-Neuling wird man durch den zweiten Ablagestapel und dem andauernden Tabu etwas verwirrt und muss sich ganz schön anstrengen, um beim Tanzen dann doch richtig zu liegen. Durch einige Kartenkombinationen kann es sogar den Fall geben, dass nur ein einziger Tanzstil genannt werden darf und wie das so oft ist, wenn man unter Zeitdruck steht, fällt dieser dann gerade nicht ein ...

Obwohl Kakerlakentanz die Altersangabe ab 6 Jahren hat, habe ich die Erfahrung gemacht, dass das "komplette" Spiel meist überfordert und man die in der Spielregel vorgeschlagene Variante für jüngere Kinder nutzen sollte: einfach die Tabu-Tanzkarten weglassen - selbst ohne sie ist Kakerlakentanz für 6-Jährige noch anspruchsvoll genug. Ansonsten kommt mit Kakerlakentanz fast immer Stimmung auf, und es wird laut. Neben den in Hektik doch oft auch gebrüllten Tanzstilnamen gesellt sich schadenfreudiges Gelächter und Gekicher, wenn jemand wieder einmal total daneben lag oder einen extradicken Stapel kassiert.

Wie anfangs schon erwähnt, sollte man Partyspiele mögen, um besonders viel Spaß mit Kakerlakentanz zu haben; außerdem sollte man mit Hektik und Zeitdruck umgehen können. Zu zweit habe ich es nicht probiert, da es umso mehr Spaß macht, je mehr Spieler ein verrücktes Kakerlakentänzchen wagen. Kakerlakentanz kann man auch super als "Absacker" benutzen, wenn man den Spieleabend eigentlich doch noch nicht enden lassen will - danach sind alle wieder munter ...

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kakerlakentanz: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.12.14 von Stefanie Marckwardt - Den richtigen Tanzstil nennen und korrekt durchführen - das kann ganz schön hektisch werden!

Leserbewertungen

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