Rezension/Kritik - Online seit 24.06.2015. Dieser Artikel wurde 5773 mal aufgerufen.

Kakerlaloop

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Autor: Inka Brand
Markus Brand
Verlag: Ravensburger Spieleverlag GmbH
Rezension: Christoph Schlewinski
Spieler: 2 - 4
Dauer: 10 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2015
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
4,0 4,0 Leser
Ranking: Platz 3228
Kakerlaloop

Spielziel

Die kleinen Käfer wühlen gerade nichtsahnend im Müll der Kakerlake, als diese sich plötzlich lautstark bemerkbar macht. Durch die Lüftungsrohre schießt sie in den Hinterhof und will den Käfern eine Lektion erteilen. Die stellen sich schnell tot und hoffen, dass der Wutanfall der Kakerlake bald vorbei ist. Und sie wieder in einem Schacht verschwindet.

Ablauf

Lüftungsrohre eingesteckt, Hinterhof-Spielplan in die Packung gelegt (und sich für die kurze oder lange Strecke entschieden), jedem drei Käfer gegeben, fertig ist der Aufbau.

Dann schaltet man die Kakerlake ein, einen kleinen Hexbug Nano V2. Und das bezieht sich nicht auf den Stahl, sondern auf die Plastikborsten am Rücken. Das eingeschaltete Insekt steckt man in eines der Rohre und siehe da: es beginnt, den Looping hochzuklettern und verschwindet leicht röhrend in der Schachtel.

Jetzt müssen die Spieler schnell sein. Wer am Zug ist, würfelt und setzt einen seiner Käfer um so viele Punkte vor. Ist das Zielfeld besetzt, geht man automatisch Eines weiter. Ist das auch besetzt, noch eins usw. Dann den Würfel schnell an den nächsten Spieler geben. Das geht so lange...

... bis die Kakerlake wieder aus einem der Loopings in den Hof schießt. Jetzt müssen alle warten, bis sich die Kakerlake im Hof ausgetobt hat und wieder in einem Looping nach unten verschwindet.

Dabei werden vielleicht auch die Käfer im Hof von ihr umher geschoben. Ist die Kakerlake wieder weg, prüfen deshalb alle, wo die Käfer stehen. Berühren sie ein Feld? Kommen sie wieder drauf. Berühren sie zwei Felder? Kommen sie auf das Bessere von beiden. Berühren sie kein Feld mehr? Dann geht es zurück an den Start.

Es gibt vier Poller auf dem Weg zum Ziel, auf die man einen Käfer setzen kann. Der ist dann vor der Kakerlake sicher.

Das Spiel endet, sobald jemand seine drei Käfer im Ziel hat.

Fazit

Was für eine Idee!!! Eine Kakerlake, die tatsächlich einen Looping hoch- bzw.
runterkrabbelt und damit anzeigt, wann gespielt werden darf und wann nicht. Schon toll. Und eine konsequente Fortsetzung von Kakerlakak.

Verarbeitung, Ausstattung, Grafik, Regeln, auch alles top. Da macht Ravensburger ja irgendwie kaum etwas verkehrt. Der Aufforderungscharakter für Kinder ist immens. Sie brauchen nur die Verpackung zu sehen, schon lechzen sie nach einer Partie. Und kaum ist es aufgebaut, kann man die Kleinen nicht mehr halten. Sie wollen spielen. Unbedingt!!!

Kakerlaloop selber spielt sich gut und spannend ... zumindest meistens. Manchmal eben auch nicht. Was schade ist. Deshalb an dieser Stelle:

Was an Kakerlaloop nicht so gefällt:

- Den Würfel schnell weitergeben ist essentiell für dieses Spiel, da man nie weiß, wann die Kakerlake aus dem Untergrund hervor kommt. Aber das ist nun mal auch ein Kinderspiel und Kinder vergessen oft, den Würfel schnell weiter zu reichen. Das hält Kakerlaloop oft unnötig auf. Besonders, weil Kinder auch noch würfeln, wenn die Kakerlake schon auf dem Plan ist. Dann muss man sich genau merken, dass dieser Spieler noch nicht gezogen hat. Das geht aber in der Hektik oft unter.

- Wenn die Kakerlake wieder verschwunden ist, muss man überprüfen, ob die Käfer noch Felder berühren. Eigentlich eine gute Idee. Sollten sich aber viele Käfer im Spiel befinden, kann das durchaus schon mal dauern. Und es kam schon oft vor (besonders in einer Partie mit drei oder vier Kindern), dass alle Käfer überprüft wurden, aber dann die Kakerlake wieder im Spiel war und man wieder warten musste.

- Warten muss man bei diesem Spiel tatsächlich öfter mal. Meistens, wenn die Kakerlake lange im Hof rumwuselt. Das kann dauern. Und dauern. Und dauern. Wenn das die ersten Male passiert, macht das den Kindern nichts. Es ist für sie trotzdem spannend, die Kakerlake zu beobachten. Wenn es zu oft passiert, fiel schon öfter der tödliche Satz "Das ist langweilig ...".

- Kommt das Spiel häufiger auf den Tisch, kann sich der Hof-Spielplan ein bisschen verziehen. Was dann dazu führt, dass die Kakerlake hängen bleiben kann. Dann muss man sie manuell wieder "auf Spur" bringen. Für Erwachsene kein Problem. Für Kinder - angeheizt durch die Hektik des Spiels - endet das gerne mal darin, dass sie die Käfer im Hof dabei verschieben.

Für Kinder sind nur die letzten beiden Kritikpunkte relevant und die störten Kinder bis jetzt auch am meisten. Deshalb hat Kakerlaloop bei ihnen eine sehr schnell steigende Begeisterungskurve, die aber auch sehr schnell wieder abflacht. Sie sinkt nie ganz auf null. Aber sie flacht erstaunlich schnell ab. Das war bei Kakerlakak anders.

Kakerlaloop ist dennoch ein empfehlenswertes Spiel. Allein schon durch die Aufmachung und den sehr innovativen Mechanismus der kletternden Kakerlake. Mit Kakerlaloop kann man Kinder gut ans Spielen bringen. Es heizt sie auf und entfacht in ihnen die Lust, noch etwas anderes zu spielen. Und auch die Erwachsenen spielen gerne mit. Was für ein Kinderspiel ein wichtiger Punkt ist.

Als Anheizer für andere Spiele ist es deshalb genau das Richtige. Aber ganz für sich allein kann es Kinder nicht vollkommen überzeugen.

Rezension Christoph Schlewinski

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kakerlaloop: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 22.04.15 von Christoph Schlewinski

Leserbewertungen

Leserwertung Kakerlaloop: 4,0 4.0, 3 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.04.15 von Matty - Bisher mindestens 8 Partien gespielt, meist zu zweit, aber auch zu dritt und viert. Meist waren es Erwachsenenrunden, doch auch der 9jährige Enkel der Partnerin beschäftigte sich laaaange mit dem Spiel (und fand tolle Varianten, indem er mit Stickeez zusätzliche Banden für den "Elektroboter" einführte. Bei aller Glücksabhängigkeit ein kurzer, pfiffiger Hingucker, der Menschen zu Spielen bringt. Kleiner Tipp übrigens: Sollte die "Kakerlake" mal immer gleich abbiegen, lässt sich das durch Begradigen der Beinchen meist leicht beheben.
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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 12.07.15 von spielepapst - Nettes, schnelles und spannendes Familienspiel. Für Familien mit Kindern im Vorschulalter sehr zu empfehlen. Mit der Zeit lässt der Wiederspiel-Reiz jedoch nach, da sich der Hexbug teilweise auch mal recht lange auf oder unter dem Spielbrett befindet und man so entweder zum Warten verdammt ist oder im unglücklichsten Fall seine Käfer ins Ziel bringen kann, bevor der Hexbug wieder auf dem Spielfeld erscheint. Der Vorgänger Kakerlakak macht meiner Meinung nach mehr Spaß.
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 30.07.15 von Waiko - Während mich KAKERLAKAK nur gestresst und genervt hat, bin ich hier beeindruckt von der spielerischen "Dressur" der Digitalkrabbler. Gelungen.

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