Rezension/Kritik - Online seit 09.06.2011. Dieser Artikel wurde 3060 mal aufgerufen.

Kleine Froschmusik

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Autor: Anja Wrede
Illustration: Anja Wrede
Verlag: Edition Siebenschläfer
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2010
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2211
Kleine Froschmusik
Auszeichnungen:2011, Deutscher Lernspielpreis "ab 3 Jahren" Nominierung2011, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste

Spielziel

In diesem Spiel wird im wahrsten Sinne des Wortes ein Froschkonzert veranstaltet. Und je mehr Kinder mitmachen, desto klangvoller wird das Ereignis!

Ablauf

Die Froschkarten, welche drei unterschiedliche Arten von Fröschen zeigen, werden verdeckt im Kreis ausgelegt, die drei Seerosenkärtchen schiebt man unter beliebige Froschkarten. Als verdeckter Stapel werden noch die Konzertkarten bereit gelegt, und schon kann's losgehen.

Wer an der Reihe ist, würfelt. Den entsprechenden Frosch gilt es nun unter den verdeckt liegenden Karten zu finden. Bei Erfolg darf man weiter würfeln, bei Misserfolg ist der Zug beendet. Neben den Froschsymbolen kann das Würfelergebnis auch ein Seerosenblatt sein, bei dem eine auf einem Seerosenblatt liegende Karte aufdecken darf, oder aber eine leere Würfelseite, bei der man zwei verdeckte Karten vertauscht.

Hat man es geschafft, drei Frösche aufzudecken, erhält man als Belohnung eine Konzertkarte. Außerdem quaken alle Kinder zusammen die aufgedeckten Froschkarten nach. Dies klingt jetzt etwas seltsam, aber die drei Froscharten unterscheiden sich neben ihren Farben auch in ihrer Darstellung: Ein Frosch hockt auf dem Boden - er ist für die tiefen Töne zuständig, einer macht so etwas Ähnliches wie ein Kniebeuge - dieser symbolisiert die mittleren Töne, und der Letzte streckt sich - er will nur hohe Töne hören.

Sobald ein Kind drei Konzertkarten vor sich liegen hat, sind alle Kinder noch einmal am Zug. Jeder, der danach drei Karten besitzt, hat gewonnen. Zum Abschluss gibt es ein großes gemeinsames Konzert. Dafür werden alle Konzertkarten der Gewinner nebeneinander ausgelegt und gemeinsam nachgequakt.

Fazit

Dieses Spiel, welches in einer kleinen, eher unscheinbaren Verpackung steckt, kombiniert ein aus wenigen Karten bestehendes einfaches Memospiel mit der eher ausgefallenen Idee, Kinder spielerisch an unterschiedliche Musiktöne heranzuführen.

Die kurze, leicht verständliche Regel beschreibt mit wenigen Sätzen, wie dieses pfiffige Spiel funktioniert. Um auch weniger musikalischen Eltern zu vermitteln, wie die drei verwendeten Töne ungefähr klingen sollen, ist das sicherlich den meisten Leuten bekannte Lied "Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp" abgedruckt, dessen drei Anfangstöne mit den Spieltönen identisch sind.

Tatsächlich verstehen die 5-Jährigen auch meistens auf Anhieb, was sie zu tun haben. Memospiele kennt schließlich fast jedes Kind. Wenn die Sache mit dem Quaken nicht gleich 100%ig richtig gemacht wird, ist das auch kein Beinbruch, denn schließlich agieren immer alle gemeinsam und das Quaken wird nicht gewertet. Weil die drei Tonlagen nicht nur gequakt, sondern auch per Bewegung dargestellt werden, merken die Kinder recht schnell, wenn sie gerade etwas falsch machen. Durch die Bewegungen prägen sie sich die einzelnen Tonlagen außerdem auch gut ein.

Nach etwa zwei Partien haben die Kinder das Spiel meist soweit verstanden, dass sie auch vollkommen selbstständig spielen können, anfangs sollte jedoch ein Erwachsener als Spielleiter mitmachen. In diesem Fall können auch 4-Jährige schon gut mitspielen.

Auf der Homepage des Verlages Edition Siebenschläfer können aus der Rubrik "Basteln" zwei kleine Erweiterungen zum Spiel kostenlos heruntergeladen werden. Einmal das Lied "Quak, quak, quak, wir singen jeden Tag!", das an die Melodie von "Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp!" angelehnt ist, und welches man gut gemeinsam als Einstimmung ins Spiel singen kann. Und dann noch "Der Dirigent", bei dem es sich um einen selbst zu bastelnden Dirigentenfrosch handelt, den sich der Gewinner am Ende auf den Finger stecken darf, um das Schlusslied als Dirigent zu begleiten. Dieser hat es den Kindern besonders angetan. Nachdem es in einigen Partien mehrere Gewinner gab, die sich dann natürlich um den Frosch stritten, habe ich den Frosch jetzt immer in vielfacher Ausfertigung dabei und unser Abschlusskonzert hat nun immer genauso viele Dirigenten wie Sänger. Die Kinder sind damit zufrieden und es stört sie keineswegs, dass diese Vorgehensweise weder regelkonform ist noch den Richtlinien eines Konzertes entspricht!

In meinen Testrunden kam Kleine Froschmusik jedenfalls immer gut an und aufgrund der kurzen Spieldauer folgte der ersten Runde immer eine zweite und manchmal auch noch weitere. In diesem Sinne: Auf zum nächsten Quaken!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kleine Froschmusik: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.02.11 von Sandra Lemberger

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