Rezension/Kritik - Online seit 06.09.2008. Dieser Artikel wurde 3828 mal aufgerufen.

Kleiner Teddy

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Autor: Heinz Meister
Illustration: Annet Rudolph
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 5
Dauer: 10 Minuten
Jahr: 2007
Bewertung: 6,0 6,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1435
Kleiner Teddy
Auszeichnungen:2008, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste

Spielziel

In vier spannenden Spielen helfen die Kinder dem Teddy beim Suchen, Sammeln und Kombinieren seiner Kleidungsstücke. Die kleine Spielesammlung enthält Gedächtnis-, Reaktions-, Sammel- und Ratespiele mit steigendem Schwierigkeitsgrad.

Ablauf

Das Spiel besteht aus neun Bärenteilen, davon jeweils drei Köpfe, Oberkörper und Beine, die jeweils mit verschiedenen Kleidungsstücken bzw. Mützen versehen sind. Außerdem gibt es 27 Karten, die alle möglichen Kombinationen dieser Kleidungsstücke zeigen.

Was passt zusammen (ab 3)

Die Bärenteile liegen verdeckt auf dem Tisch, eine Karte wird aufgedeckt. Die Kleidungsstücke des darauf abgebildeten Bären gilt es zu finden. Reihum darf jeder so lange Bärenteile umdrehen, so lange er kein falsches aufdeckt. Wird ein falsches Teil umgedreht, müssen alle bisher aufgedeckten Teile wieder umgedreht werden und der nächste Spieler ist am Zug. Schafft man es, alle drei geforderten Bärenteile aufzudecken, erhält man die Karte, alle Bärenteile werden gemischt und eine neue Runde beginnt mit dem Aufdecken einer neuen Karte. Wer zuerst drei Karten sammeln konnte, gewinnt.

Hallo, wo bin ich? (ab 4)

Die Karten werden offen zu einem großen Kreis ausgelegt. Darin liegen verdeckt die neun Bärenteile. Es werden je ein Kopf, Körperober- und –unterteil umgedreht. Danach müssen alle so schnell wie möglich die passende Bärenkarte suchen. Wer die richtige zuerst entdeckt, erhält sie. Danach werden die Bärenteile wieder umgedreht und gemischt und es geht wie oben beschrieben weiter. Das Ende wird eingeläutet, sobald eine Karte gesucht wird, die bereits im Besitz eines Kindes ist. Es gewinnt das Kind mit den meisten Karten.

Schau genau! (ab 4)

Jeder erhält vier Bärenkarten, die er vor sich auslegt; die Bärenteile kommen verdeckt in die Tischmitte. Wer an der Reihe ist, deckt ein beliebiges Bärenteil auf. Sobald ein Kind alle auf einer seiner Karten abgebildeten Bärenteile aufgedeckt auf dem Tisch sieht, darf es "Stopp" rufen. Stimmt diese Aussage, darf es die entsprechende Karte umdrehen. Nach dem Verdecken und Mischen der Bärenteile wird das Spiel fortgesetzt. Wer seine vier Karten zuerst umdrehen konnte, gewinnt das Spiel.

Weißt du, wer ich bin? (ab 5)

Die Bärenteile liegen offen auf dem Tisch, die Karten als verdeckter Stapel daneben. Die oberste Karte wird vom Spieler am Zug geheim angesehen. Reihum versuchen die anderen Spieler, den auf der Karte abgebildeten Bären durch das Zusammenlegen drei beliebiger Bärenteile nachzubauen. Dabei bekommen sie anschließend gesagt, aus wie vielen richtigen Teilen ihr Bär besteht. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe. Wer es schafft, den richtigen Bären zusammenzusetzen, erhält als Belohnung die Karte und eine neue Runde beginnt, in der der nächste Spieler den "Geheimbären" zieht. Wer zuerst drei Karten sammeln konnte, gewinnt.

Fazit

Kleiner Teddy ist eine Spielesammlung in einer kleinen Mitbringschachtel, die auf den ersten Blick nicht allzu viel Aufsehen erregt. Das Material ist zwar von guter Qualität, aber nicht sonderlich spektakulär, die Aufmachung des Spieles spricht vor allem Kleinkinder an. Was eigentlich nicht schlimm ist, denn tatsächlich eignet sich das erste Spiel schon für Kinder ab 3 Jahren.

Zwar wird diese Variante ihre Aufmerksamkeit nicht ewig fesseln und spätestens nach einem Jahr werden die Kinder gelangweilt abwinken. Dann allerdings bieten sich schon die nächsten beiden Spiele an, die für Kinder ab 4 gedacht sind. Und diese beiden Spiele sorgen sehr wohl für längerfristige Unterhaltung. Nicht nur Kinder bis 8 – wie auf der Box angegeben – haben Spaß daran, sondern auch Erwachsene machen gerne eine Runde mit. Beides sind Reaktionsspiele, wobei bei Schau genau! auch schon eine Portion Taktik mit von der Partie sein kann. Denn da alle Spieler ihre Karten offen vor sich liegen haben, kann man vor dem Umdrehen eines Bärenteils genau überlegen, welches Teil man am besten umdreht, um selbst möglichst hohe Erfolgsaussichten zu haben, die Mitspieler jedoch am besten keine. Es dauert jedoch ein Weilchen, bis die Kinder diese Einflüsse auf das Spiel begreifen – bis dahin bleibt das Spiel aber trotzdem ein schönes Beobachtungs- und Reaktionsspiel.

Das letzte Spiel erinnert an eine sehr einfache Version von Mastermind. Für 5-Jährige ist es fast noch ein bisschen schwierig – sie verlegen sich hier sehr aufs Raten, was ihnen jedoch nicht minder Spaß macht. Etwa ab 6 Jahren verstehen sie die besseren Siegeschancen, die sich beim Raten ergeben, wenn man vorher genau aufpasst und kombiniert.

Alle Spiele funktionieren in jeder Besetzung einwandfrei, je mehr Spieler jedoch mitmachen, desto höher wird der Konkurrenzkampf und damit auch die Spannung.

Kleiner Teddy beinhaltet also Spielspaß, der im wahrsten Sinne des Wortes mitwächst. Und das alles in der Größe eines Mitbringspiels, bei dem das Preis-/Leistungsverhältnis wahrhaftig zu überzeugen weiß. Das ideale Geschenk also für 3-Jährige. Oder auch schon früher, denn noch jüngere Kinder verweilen sich auch gerne damit, einfach die neun Bärenteile zu drei Bären zusammenzusetzen.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kleiner Teddy: 6,0 6,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.07.08 von Sandra Lemberger

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