Rezension/Kritik - Online seit 18.09.2017. Dieser Artikel wurde 4156 mal aufgerufen.

Kullerhexe

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Autor: Marco Teubner
Verlag: Drei Magier Spiele
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 5
Alter: ab 6 Jahren
Jahr: 2016
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1828
Kullerhexe

Spielziel

Oje, die kleine Kullerhexe ist eine ganz schusselige Hexe, die ständig ihre Sachen im Zauberwald verlegt und keine gute Orientierung hat. Sei einer der Wichtel, der ihr hilft, diese vor dem finalen Sternenaufgang zu finden, denn sonst verschwinden sie für immer im magischen Zauberwald ... Zur Belohnung gibt es leckere Beeren, von denen man möglichst viele sammeln soll!

Ablauf

Bevor man mit der Kullerhexe loslegen kann, benötigt man einige Spielvorbereitungen: Unter den Spielplan müssen in den vier Ecken Schaumstoffblöcke eingesteckt werden, dann legt man den Plan darauf und schlussendlich müssen noch vier Stecker in die Löcher in die Ecken gepiekt werden. In die Spielplanschlitze werden die 8 Bäume gesteckt, die man vor dem ersten Spiel zusammenstecken muss. In der Mitte des Spielplans ist eine runde Aussparung für die Sanduhr. Je nachdem, wie viele Mitspieler es gibt, wird eine unterschiedliche Anzahl Sterne bereit gelegt. Die gemischten Zielkarten kommen verdeckt neben den Plan, die Beeren-Chips in den Stoffbeutel. Als Letztes entscheidet sich jeder für einen Wutzel und wirft einen kleinen Wutzelchips durch ein farblich passendes Loch, um seine Sammelhöhle für die Beeren zu markieren. Der Hexe locker den Hut aufgesetzt und sie auf einen der acht Gegenstände platziert, dann kann's losgehen!

In abwechselnden Zweierteams muss man gemeinsam innerhalb einer Zeituhrenlänge die Kullerhexe zu den jeweils gesuchten Gegenständen bewegen. Indem man durch Drücken der Eckstecker den Waldboden in Schieflage versetzt, bewegt sich die Hexe. Immer wenn sie die gepunktete Umrandung erreicht, wird der nächste Gegenstand aufgedeckt. Sobald die Sanduhr abgelaufen ist, die Hexe ihren Hut verloren hat oder sie in einer Wutzelhöhle stecken bleibt, werden die schon erreichten Gegenstände in Beeren ausgezahlt, in der Wutzelhöhle versenkt, ein Stern am Baum befestigt und das nächste Zweierteam gebildet.

Sobald alle Sterne an den Bäumen aufgegangen sind, wird der Spielplan entfernt und die Beeren in den Wutzelhöhlen ausgezählt. Der Spieler mit den meisten Beeren konnte der Kullerhexe am besten helfen.

Spielt man nur zu zweit, wird die Kullerhexe kooperativ: Man spielt 6 Runden und legt für jede Runde 6 Beeren bereit. Alle Beeren, die man in einer Runde nicht eintauschen konnte, erhält der Zauberwald. Am Ende der 6. Runde wird dann geschaut, ob das 2er-Team oder der Zauberwald mehr Beeren gewonnen hat. Durch eine andere Beerenanzahl pro Runde kann die Schwierigkeit gesenkt oder erhöht werden.

Fazit

Kullerhexe fällt schon alleine wegen der riesigen Schachtel auf, die mit einer tollen Grafik versehen ist, welche Kinder neugierig macht. Und das Öffnen und Auspacken steigert diese Neugierde, denn die Kullerhexe hat einen enormen Aufforderungscharakter.

Das Aufbauen gelingt schnell und kann auch bald von den Kids selbstständig erledigt werden. Ein kleines Manko gibt es dann aber auch: die Bäume. Diese sind schwer in die Schlitze zu stecken - nicht jeder Baum passt auf Anhieb, manchmal muss er gedreht werden. Und auch dann kann es sein, dass er nur schlecht passt und beim Spielen einfach umkippt - und mit ihm dann der eventuell befestigte Stern; das kann nerven. In der neuen Auflage, die jetzt im Handel ist, wurde dieses kleine Manko aber schon behoben.

Die Anleitung lässt keine Fragen offen, hat unterstützende Bebilderung und bietet - wie man es von Drei Magier-Spielen gewohnt ist - eine kurze Geschichte zur Einstimmung auf das Spiel - das mögen viele Kinder sehr gerne. Das gemeinsame Bewegen der Kullerhexe erfordert dann eine gewisse Geschicklichkeit und natürlich auch eine konkrete Absprache, damit die Kullerhexe möglichst schnell an ihr Ziel kommt. Dabei gibt es schnell einen Lerneffekt, wie fest bzw. in welche Richtung man drücken muss, um die Hexe zu steuern. Daher und weil sich die Teams auch immer wieder neu mischen, kann die Kullerhexe auch gut altersgemischt gespielt werden - am besten, wenn alle Mitspieler in etwa gleich oft gespielt haben. Das Alter von 6 Jahren und älter passt gut; jüngere Kinder haben noch deutliche Probleme mit der Feinmotorik und mit der Logik, welcher "Drücker" was bei der Hexe bewirkt. Auch ältere Kinder lassen sich von der Kullerhexe faszinieren. Nur äußerst selten habe ich Kinder erlebt, die mit der geforderten Geschicklichkeit Probleme hatten und zu schnell aufgaben; andere "übten" nach dem Motto "Jetzt erst recht!" und wurden schnell geschickter.

Eine Partie Kullerhexe ist meist sehr spannend, denn durch das geheime Sammeln der Beeren weiß man nicht unbedingt, wer gerade der Beste ist. Auch zu zweit klappt Kullerhexe einwandfrei und bekommt einen kooperativen Charakter, der von vielen Kindern sehr gemocht wird, denn gemeinsam kämpft es sich doch oft besser! Zu zweit hat man auch den Vorteil, die ganze Zeit dran zu sein; denn gerade in voller Besetzung zu fünft kann sich die Kullerhexe in die Länge ziehen.

Im Eifer des Gefechts kann es dann auch mal passieren, dass das Setzen eines Sterns vergessen wird; auch das erhöht die Spielzeit. Manchmal wird auch der Überblick verloren, wer gerade mit wem als Team an der Reihe ist. Kleinigkeiten, die mit etwas Konzentration behoben werden können.

Meist endet eine Runde durch Ablauf der Sanduhr. Seltener bleibt man in einem Wutzelloch hängen und noch seltener verliert die Hexe bei meinen Erfahrungen ihren Hut. Dies alles sind auch Erfahrungen bzw. negative Erlebnisse, die sich mit etwas mehr Vorsicht und ausgebremstem Tempo vermeiden lassen können.

Bei der Kullerhexe spielt neben der Geschicklichkeit auch das Glück beim Aufdecken der gesuchten Gegenstände eine Rolle. Steht man zum Beispiel schon auf dem gesuchten Gegenstand, ist das perfekt, denn - zack - darf man auch sofort den nächsten Gegenstand aufdecken. Ebenso toll ist es, wenn ein benachbarter Gegenstand gezogen wird und man verhältnismäßig schnell und gefahrlos hinkommt. Gehört man aber zu denen, die nie Glück haben und immer nur sehr lange Wegstrecken zu erledigen haben, kann das schon etwas frustrieren.

Die Kullerhexe ist ein schönes Geschicklichkeitsspiel, das die Kinder in den Bann zieht und bei dem ich als Erwachsener immer gerne mitspiele.

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Kullerhexe: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 07.07.17 von Stefanie Marckwardt - Thematisch schönes Geschicklichkeitsspiel, das Teampower fordert!

Leserbewertungen

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