Rezension/Kritik - Online seit 20.07.2009. Dieser Artikel wurde 3210 mal aufgerufen.

Letz Fetz

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Autor: Manfred Keller
Illustration: Dennis Lohausen
Verlag: W&L
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 4 - 8
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2009
Bewertung: 4,5 4,5 H@LL9000
Ranking: Platz 2484
Letz Fetz

Spielziel

Das Ziel von Letz Fetz ist es, den eigenen Papierkorb mit gewinnbringenden Kugeln zu füllen, indem man Begriffe schnell errät oder für die Mitspieler möglichst verständlich darstellt.

Ablauf

Als Vorbereitung erhält jeder Spieler einen Papierkorb. Außerdem sollte genug Papier vorhanden sein und einige Scheren bereit gelegt werden. Wer an der Reihe ist, würfelt. Der Augenwürfel zeigt an, welcher Begriff der Fragekarte dargestellt werden muss. Der Aktionswürfel gibt vor, ob man diesen Begriff reißen oder schneiden muss und ob man dies alleine oder zusammen mit seinem linken Nachbarn tun muss. Soll der Begriff zu zweit dargestellt werden, ist genau vorgegeben, wer welchen Teil des zusammengesetzten Hauptwortes darstellen muss.

Ist alles bereit, wird die Sanduhr umgedreht und das fröhliche Reißen und Schneiden kann beginnen. Falls noch Zeit übrig ist, darf man die Papierkreationen zur Vereinfachung auch bewegen. Nicht erlaubt ist es jedoch, Geräusche zu machen oder Buchstaben und Zahlen darzustellen. Von Pfeilen, die auf bestimmte Teile der Papierform zeigen, steht nichts in der Regel, so dass wir in unseren Runden öfter zu diesem Hilfsmittel gegriffen haben.

Wird das gesuchte Wort gefunden, gibt es sowohl für den darstellenden Spieler als auch für den erfolgreichen Rater Punkte. Um den Punktestand festzuhalten, formt man aus dem bereits verwendeten Papier die entsprechende Anzahl an Kügelchen und wirft diese in seinen Papierkorb. Nach einer zuvor festgelegten Rundenanzahl gewinnt am Ende, wer den meisten "Müll" in seinem Korb hat.

Fazit

Der Titel des Spiels wurde sehr treffend gewählt, denn in Letz Fetz wird zum Teil wirklich gefetzt - aber keine Angst, zum Fetzen wird nur Papier verwendet, so dass normalerweise alles sehr friedlich ablaufen sollte.

Eine kurze, leicht verständliche Spielregel ermöglicht einen schnellen Spieleinstieg. Noch schneller geht's natürlich, wenn jemand mitspielt, der das Spiel schon kennt, denn tatsächlich ist es mit wenigen Worten erklärt. Etwas umfangreicher ist lediglich die Punktevergabe, denn je nachdem, ob man den Begriff alleine oder zu zweit dargestellt hat, ob nur ein Teil des Wortes erraten wurde oder alles, gibt es unterschiedlich viele Punkte. Wenn man diesen Teil der Spielregel jedoch offen vor sich liegen lässt, hat man auch diese kleine Hürde rasch bewältigt.

Das Spiel selbst macht wirklich Spaß – vorausgesetzt, man hat weder zwei linke Hände noch eine grundsätzliche Abneigung gegen Spiele hat, welche das Erraten von Begriffen zum Inhalt haben. Trifft Letzteres zu, sollten Sie die Finger von Letz Fetz lassen, denn es handelt sich bei diesem Spiel um einen typischen Vertreter dieses Genres. Freilich um einen sehr gelungenen und originellen, denn die Schere kam beim Darstellen von Wörtern meines Wissens noch nie zum Einsatz.

Viel schwieriger als das Schneiden gestaltet sich jedoch das Reißen. Oder haben Sie schon mal versucht, eine Rundung zu reißen, die am Ende auch einigermaßen wie eine solche aussieht? Nein? Dann versuchen Sie mal Ihr Glück! Erschwerend kommt natürlich noch hinzu, dass die vorgegebenen Begriffe keineswegs leichte sind. So gelingt es manchmal auch dann nicht, wenn man die beiden dargestellten Gegenstände schon fast erraten hat, genau das gesuchte Doppelwort zu finden.

Die Freigabe ab 8 Jahren wurde sehr passend gewählt – Kinder dieses Alters können schon gut mitmischen und haben auch eine Menge Spaß daran. Lediglich beim Raten sind sie manchmal ein wenig benachteiligt, weil sie das eine oder andere gesuchte Wort überhaupt nicht kennen. Dies tut ihrem Eifer jedoch in keiner Weise Abbruch. Deshalb lässt sich Letz Fetz auch optimal bei Kindergeburtstagen einsetzen.

Eine Partie Letz Fetz dauert beliebig lang, denn nach Belieben wird vor dem Spiel eine bestimmte Rundenzahl vereinbart. In meinen Testrunden wurden immer mehrere Runden hintereinander gespielt, denn meistens wollten alle Beteiligten die Schere noch einmal zum Einsatz bringen.

Letz Fetz spielt sich in jeder Besetzung gut, je mehr Leute mitmachen, desto mehr Konkurrenz hat man beim Raten, was dem Spiel zusätzlichen Pep verleit, so dass in großen Runden immer mehr Stimmung aufkam.

Wer diese Art von Ratespielen mag und seiner Sammlung ein weiteres, von der Art der Ausführung her völlig andersartiges, hinzufügen möchte, macht beim Kauf von Letz Fetz bestimmt nichts verkehrt. Ich werde jedenfalls das nächste Mal, wenn bei uns im Hause dicke Luft herrscht, meinen Mann wohl lieber zu einer Runde Letz Fetz überreden als mich tatsächlich mit ihm selbst zu fetzen – ist auf Dauer auch besser fürs Porzellan!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Letz Fetz: 4,5 4,5, 2 Bewertung(en)

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