Rezension/Kritik - Online seit 13.05.2020. Dieser Artikel wurde 1036 mal aufgerufen.

Moon-Bots

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Autor: Franz Couderc
Verlag: Blue Orange (EU)
Rezension: Tina Kraft
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 7 Jahren
Jahr: 2019
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2168
Moon-Bots

Spielerei-Rezension

Spielereikritik:

Grafik und Thema dieses Spiels sorgen dafür, dass Kinder nicht zum Spielen überredet werden müssen! Den Robotern auf dem Cover sieht man an, dass sie aus einem Sammelsurium aus ausgedienten Gebrauchsgegenständen abgelebtem Elektronikschrott einer Wertmüll-Halde zusammengebaut sind. Darauf tobt offensichtlich ein Kampf von notdürftig zusammengeflickten Robotern um die beste Zusatzausstattung aus dem Müllberg. Der Zusammenhang zwischen der Action-Szene auf der Spielschachtel und der Zielsetzung des Spiels besteht darin, dass intergalaktische Wissenschaftler um die beste Ausstattung ihrer selbstgebauten Kampfroboter konkurrieren, um beim jährlichen Moon-Bots Turnier auf dem Mond gewinnen zu können. Welch ein herrlicher Nonsens!
Jeder Mitspieler erhält ein Roboter-Tableau mit einer Art funktionsfähigem Robotergerippe. Auf dem linken Rand befindet sich eine vertiefte Leiste mit einer Skala von 1 - 18. Mit Hilfe eines Markers wird dort, ausgehend von der Startenergie, nach Energiegewinn oder -verlust der aktuelle Ladestand angezeigt. Oben und rechts auf dem persönlichen Tableau ist Platz zum Anlegen von Karten. Sie zeigen darüber hinaus den jedem Spieler zugeordneten Wissenschaftler in einer der Spielerfarben. Diese Forscher sehen eher so aus, als wären sie einer intergalaktischen Fauna zuzuordnen. Pro Spieler gibt es passend zum Tableau einen Würfel in seiner Farbe.
Bei den Karten, die ausgelegt werden, jeweils drei in einer Reihe, handelt es sich um zusätzliche Roboterbauteile, Aufwertungen dieser Bauteile oder Geheimwaffen. Nur die Karten in der ersten Reihe sind umsonst, in den beiden darunterliegenden Reihen kosten sie ein bzw. zwei Energieeinheiten. Der Reihe nach werden Karten gekauft. Mit Glück gibt es gute Karten für geringen Energieverlust. Arme, Beine, Kopf oder Rumpf des Roboters können so ausgebaut, die Kampfkraft gestärkt oder Angriffe abgewehrt werden. Rote Karten sind sogenannte Geheimwaffen, die sehr hilfreich sind, allerdings verdeckt gekauft werden müssen. Wichtig sind auch Karten, mit denen man mehr Würfel bekommen kann. Bei der Aktivierung seines Roboters nach seiner Ausrüstung wird nämlich mit allen zur Verfügung stehenden Würfeln gespielt. Auf jedem Ersatzteil eines Roboters sind Würfelaugen angegeben. Wer sie erwürfelt, sucht sich ein Opfer aus, dem Schaden – also Energieverlust – zugefügt wird. Hierzu hatte der Spielautor Franz Couderc eine sehr weise Idee, die verhindert, dass sich alle auf ein Opfer konzentrieren: Seinem Gegenüber darf man auf keinen Fall Schaden zufügen.
Die Energie entpuppt sich als enorm wichtig. Mit Energieverlust bezahlt man Ausbauteile oder verliert Energie durch Angriffe anderer Roboter. Durch Angriffe kann aber auch zusätzliche Energie erzeugt und die Batterie aufgeladen werden. Jeder, der gezwungen ist seine Energie auf „0“ herunterzufahren, scheidet aus und verliert. Wer mit Energiereserve übrig bleibt, gewinnt. Der Wettbewerb um Energie ist knallhart!
Die Idee der Roboterkämpfe kommt bei den Kindern gut an. Roboter sind für viele Kinder auch auf anderen Spielfeldern ein faszinierendes Thema. Die Altersangabe ab 7 Jahren ist realistisch, mit den verwendeten Zeichen kommen die Kinder gut klar. Bei sehr sensiblen Kindern gibt es u. U. ein Problem, wenn ihr Roboter angegriffen wird. Ein Plus der bis auf eine Einschränkung gut verständlichen Spielanleitung ist an deren Ende die Zusammenfassung aller Aktivierungsmöglichkeiten. Ein Problem stellen die Erklärungen der Geheimwaffen dar: Die Karten sind in der Anleitung derart klein gedruckt, dass nur bei bestem Licht zu erkennen ist, um welche Karte es sich handelt. Mit dem Einsatz der Geheimwaffenkarten sind vor allem die jüngeren Kinder überfordert. Sie verzichten deshalb oft schon von vorne herein auf diese Karten. In der Sonderregel für 2 Spieler spielt jeder mit zwei Robotern. Diese Variante würde ich größeren Kindern empfehlen.
Ich spiele Moon-Bots gerne mit, weil ich es als beteiligte Beobachterin bemerkenswert und aufschlussreich finde, dass Kinder praktisch in die Rolle der Roboter hineinschlüpfen können, wie wohl bei allen Kindergenerationen besonders beim Austragen von Kämpfen.

Rezension Tina Kraft

In Kooperation mit der Spielezeitschrift

Spielerei

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Moon-Bots: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 29.03.20 von Tina Kraft

Leserbewertungen

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