Rezension/Kritik - Online seit 29.04.2008. Dieser Artikel wurde 3153 mal aufgerufen.

Nasenbär

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Autor: keine Angabe
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2007
Bewertung: 3,5 3,5 H@LL9000
Ranking: Platz 3923
Nasenbär

Kompakt - Kritik

Acht Holzbärennasen unterschiedlicher Farbe werden im Kreis ausgelegt. Die Nasenbär-Figur wird neben eine beliebige Nase gestellt. Außerdem wird die Karte mit dem Nasenbären auf eine beliebige Nase gelegt (die Karten haben an der Stelle, wo die Nasen der Bären sein sollten, ein Loch, so dass die auf dem Tisch liegende Holznase durch das Loch der Karte schaut). Jeder Spieler erhält sechs Bärenkarten.

Wer an der Reihe ist, würfelt und überlegt dann, ob er die Bärenfigur im Kreis nach links oder rechts bewegen will. Landet die Figur danach auf einer Nase, zu welcher der Spieler die farblich passende Bärenkarte auf der Hand hat, darf er die entsprechende Karte auf die Nase legen. Andernfalls hat er Pech gehabt und der nächste Spieler ist am Zug. Auf diese Weise wird das Spiel fortgesetzt, bis ein Spieler alle seine Karten ablegen und damit auch das Spiel gewinnen konnte.

Landet der Bär auf der Nasenbärenkarte, darf man keine Karte ablegen, stattdessen jedoch die Nasenbärenkarte auf einer anderen Nase platzieren. Die Kinder verstehen den Sinn dieser Karte nicht – und mir fiel auch keine sinnvolle Erklärung dazu ein. Außerdem kommt mit dieser Karte – neben dem Würfelglück – ein weiterer Glücksfaktor ins Spiel, der nicht unbedingt hätte sein müssen.

Das Spiel ist ohnehin sehr glücksbetont, was sogar die jüngeren Mitspieler schnell merken. Grundsätzlich ist gegen solche Spiele ja nichts einzuwenden, aber hier stimmt die Mischung insgesamt nicht. Den wenigsten Kindern machte der Mechanismus, Karten auf alleine daliegende Nasen zu legen, nicht wirklich Spaß. Der leichte Missmut beginnt schon beim Aufbau des Spiels, den die 4- und teilweise sogar 5-Jährigen nicht alleine bewältigen können, weil das Auslegen der Nasen im richtigen Abstand ja nur dann funktioniert, wenn man dazu Karten auf die Nasen legt. Diese Karten muss man anschließend wieder entfernen und dabei bleiben die Karten oft an den Nasen hängen, so dass diese wieder verrutschen usw. Etwas frustrierend für die Kinder. Alternativ kann man die Nasen auch nur schätzungsweise im richtigen Abstand auslegen. Dann ist aber beim Ablegen der Karten ein ständiges Schieben vorprogrammiert, weil die geschätzten Abstände meistens doch nicht passten.

Im Spiel zu viert empfanden die Kinder auch die Spieldauer als zu lange. Sind nämlich 24 Karten im Spiel, ist es mit jüngeren Kindern nicht zu schaffen, das Spiel in 10 Minuten zu beenden – hier muss man mit eher 15 bis 20 Minuten rechnen.

Gefördert werden durch das Spiel zum einen die Farberkennung und zum anderen erste taktische Überlegungen, nämlich in welche Richtung man die Figur am besten bewegt, um danach möglichst eine Karte ablegen zu können.

Für ältere Kinder wird die Honigtropfen-Variante vorgeschlagen. Hier erhält jeder einen Honigtropfen, durch dessen Abgabe man eine passende Karte auf eine Nase legen darf, auch wenn man gerade nicht an der Reihe ist. Die verwendeten Honigtropfen werden neben die entsprechende Nase gelegt und immer, wenn ein Spieler neben einer Nase mit Honigtropfen landet, kann er sich entscheiden, ob er lieber eine Karte ablegen oder die Honigtropfen nehmen möchte.

Jüngere Kinder fanden Nasenbär eher langweilig, vor allem deshalb, weil sie das Prinzip, dass sie in beide Richtungen ziehen können, nicht ganz verstanden. Aus diesem Grund wollte bei Wiederholungsrunden kaum jemand mit von der Partie sein. 6-Jährige fanden teilweise das Spiel mit der Honigtropfen-Variante interessant. Am Material, das in gewohnt guter Haba-Qualität vorliegt, gibt es zwar nichts auszusetzen, trotzdem sprang der Funke insgesamt in keiner meiner Testrunden so richtig über.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Nasenbär: 3,5 3,5, 2 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 19.03.08 von Sandra Lemberger
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 27.12.07 von Michael te Uhle - Schönes Material, die Kinder haben Spaß daran den Bär auf die Reise zu schicken, um ihre Bärenkarten los zu werden.

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