Rezension/Kritik - Online seit 14.12.2011. Dieser Artikel wurde 2357 mal aufgerufen.

Pappsatt

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Autor: Alix-Kis Bouguerra
Christine Basler
Illustration: Karoline Kehr
Verlag: Selecta Spielzeug
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 - 25 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2011
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1679
Pappsatt
Auszeichnungen:2011, Spiel des Jahres Kinderspiel Empfehlungsliste

Spielziel

Die Tierpflegerin im Zoo ist erkrankt, deshalb müssen die Kinder einspringen. Aber ganz so einfach ist das nicht, denn noch wissen sie nicht, wo welches Tier untergebracht wird und außerdem soll ja jedes Tier das passende Futter erhalten. Schließlich will das Eichhörnchen nicht mit Fischen und der Pinguin nicht mit Nüssen gefüttert werden!

Ablauf

Der Schachtelboden ist gleichzeitig der Spielplan. Auf der Oberfläche sind 16 Lauffelder zu sehen. 8 davon sind genau vor Vertiefungen, in die zu Spielbeginn die Tierplättchen gelegt und mit den Stalltüren abgedeckt werden. Die Spielfiguren werden auf ihre farbig markierten Startplätze gestellt. Jeder Figur hängt man einen seiner 5 Futtereimer, die man zu Spielbeginn verdeckt erhält, an den Arm.

Wer an der Reihe ist, würfelt. Das Ergebnis von 1 bis 3 darf in eine beliebige Richtung gezogen werden. Besetzte Felder werden mitgezählt, ist das Zielfeld allerdings besetzt, so springt man auf das nächste freie. Landet die Figur vor einem Stall, darf man die Stalltür öffnen und nachschauen, ob das Tier, das dort wohnt, jenes Futter mag, das die eigene Figur im Eimer mit sich führt. Trifft das zu, darf man das Tier füttern, indem man das Futter (samt Eimer) in den entsprechenden Schlitz hinter der Stalltür steckt. Danach wird die Stalltür wieder geschlossen (auch wenn man nicht füttern konnte) und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Landet man auf einem Feld mit Eimer, kann man seine Figur mit Futternachschub versorgen, indem man ihr einen neuen Eimer an den Arm hängt – mehr als zwei Eimer gleichzeitig kann aber keiner tragen.

Die Lauffelder des Spielplans zeigen auch noch einen Stern. Landet man auf einem solchen, darf man mit seiner Figur auf ein beliebiges freies Feld springen.

Wer sein letztes Futterkärtchen verfüttern konnte, hat gewonnen und war in dieser Partie der fleißigste Tierpfleger.

Fazit

Wie von Selecta gewohnt, ist auch dieses Spiel wieder sehr schön aufgemacht, wenn auch die Grafik ein wenig anders ist, als man das von dem bayerischen Verlag kennt. Die Bilder des Schachtelbodens setzen sich auf dem Spielplan fort, sofern man diesen richtig in der Schachtel ausrichtet. Versäumt man dies, machen meistens die Kinder sehr schnell auf diesen Missstand aufmerksam, denn sie haben ein besseres Auge für derlei Kleinigkeiten als Erwachsene. Das Anheben der Stalltüren (die übrigens rund und lila weniger an solche erinnern – aber das sind Dinge, welche die Kinder im Zielgruppenalter nicht stören) finden die Kinder immer sehr spannend, das Einstecken der Futtereimer in die Schlitze hinter den Käfigtüren ebenfalls.

Die Regel ist im Großen und Ganzen auch gut verständlich. Lediglich an einer Stelle ist sie ein wenig schwammig formuliert, denn es geht daraus nicht hervor, ob man beide Futterstücke einwerfen darf, wenn sie gleich sind und man das passende Tier entdeckt hat. Wie der Verlag aber versicherte, darf immer nur ein Futterplättchen abgegeben werden.

Der Spielablauf ist eigentlich sehr einfach und meistens verstehen die Kinder auch auf Anhieb, worauf es ankommt. Dass die Hintergrundfarbe der Tiere und Futterstücke, die jeweils zueinander passen, gleich ist, ermöglicht es den Kindern, selbst zu überprüfen, ob sie gerade das benötigte Futter in der Hand haben. Dies ist wichtig, denn gerade im ersten Spiel wissen die Kinder oft nicht so genau, wer welches Futter mag, vor allem ob das Krokodil Fisch frisst oder nicht.

Lediglich mit einer Sache haben die Kinder in den ersten Partien meistens Probleme: Dass nämlich besetzte Felder manchmal mitgezählt werden (im Normalfall) und manchmal nicht (wenn es sich um das Zielfeld handelt). Aber nach und nach verstehen Kinder ab 5 Jahren schon, dass man schließlich nirgends landen könnte, wenn man das Zielfeld nicht überspringen würde. 4-Jährige sind damit eher überfordert, weshalb ich das Spiel auch eher ab 5 empfehlen würde.

Für jüngere Kinder stellt es eine ziemliche Herausforderung dar, dass sie in jede beliebige Richtung laufen dürfen. Sie überblicken die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, noch nicht. Ältere Kinder dagegen schon – sie versuchen auch, so oft wie möglich ein Sternfeld zu erreichen, weil sie genau wissen, dass sie dann auf jedes beliebige Feld springen dürfen.

Ein gutes Gedächtnis ist eine wichtige Komponente in diesem Spiel. Aber auch das Würfelglück spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Auch können im Spiel zu viert die gewünschten Tierfelder oft von den Mitspielern besetzt sein, so dass man trotz passender Würfelzahl nicht an das gewünschte Tier herankommt. Da es aber für jedes Futterstück zwei Tiere gibt, die dieses fressen möchten, bieten sich meistens auch Alternativen, um sein Futter anderweitig loszuwerden.

Dass das Spiel in jeder Besetzung sehr gut funktioniert, ist noch positiv zu erwähnen. Zu zweit geht es natürlich ein bisschen flotter als zu viert, weshalb sich diese Besetzung vor allem für ein Spiel mit jüngeren Kindern anbietet. Spielt man dagegen mit älteren Kindern, kann man die Anzahl der Futterstücke erhöhen, so dass ihnen Pappsatt auch nicht allzu kurz erscheint.

Insgesamt macht das Spiel den Kindern Spaß – mit einem Tierthema liegt man bei Kindern ja grundsätzlich ganz gut im Rennen. Vor allem aufgrund seines robusten Materials wird man mit dem Spiel auch so lange Freude haben, bis das Spielgeschehen insgesamt für die Kinder etwas zu langweilig wird, was mit etwa 7 bis 8 Jahren der Fall ist.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Pappsatt: 5,0 5,0, 2 Bewertung(en)

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