Rezension/Kritik - Online seit 09.03.2014. Dieser Artikel wurde 1970 mal aufgerufen.

Ping, Pang, Pong!

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Autor: Anja Wrede
Claudia Hartmann
Verlag: Edition Siebenschläfer
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 4
Dauer: 10 Minuten
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2012
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1963
Ping, Pang, Pong!

Spielziel

Die drei Pinguine Ping, Pang und Pong spielen am liebsten mit Eis-Würfeln. Entweder sie veranstalten ein Wettrennen oder sie bauen Eisberge. Dazu muss man Eis-Würfel einer Farbe sammeln und mit etwas Glück und Überlegung einsetzen. Will man Eisberge bauen, knobelt man zusätzlich in spannenden Ping-Pang-Pong-Duellen.

Ablauf

Ping, Pang, Pong! bietet zwei unterschiedliche Spielmöglichkeiten.

Spiel 1 heißt Geradeaus und ist ein Würfel-Wettrennen. Jedes Kind erhält ein Spielblatt mit einem Weg, auf den mit der Spielschablone ein Pinguin gezeichnet wird. Reihum wird versucht, durch bis zu dreimaliges Werfen der fünf Farbwürfel möglichst viele gleichfarbige Würfel zu erhalten. Diese Anzahl wird mit Hilfe der Formen der Malschablone und zusätzlichen Punkten in den Weg eingezeichnet. Wer zuerst den Weg komplett gefüllt hat, ist Gewinner und darf seinem Pinguin die Krone aufsetzen. Für ein weiteres Wettrennen muss nur das Spielblatt umgedreht werden, schon kann es wieder losgehen.

Spiel 2 heißt Auf den Eisberg, fertig, los! und wird mit der Rückseite des Spielblattes gespielt. Zuerst müssen mit der Schablone ab einer gepunkteten Hilfslinie der Eisberg und darauf kletternd der Pinguin eingezeichnet werden. Wie in Geradeaus versucht man auch hier, möglichst viele gleichfarbige Würfel zu bekommen, jedoch wirft man seine Würfel nur ein einziges Mal, und jeder Mitspieler bekommt einen Würfel, den er werfen muss. Haben Mitspieler ebenfalls die passende Farbe geworfen, kann man sie zu einem Ping-Pang-Pong-Duell herausfordern und versuchen, ihren Würfel dazu zu gewinnen.

Beim Duell machen die Duellgegner nach dem Startzeichen Ping, Pang, Pong! gleichzeitig ein Handzeichen: Faust (= Stein) schlägt gestreckte, geschlossene Hand (= Eis); diese schlägt wiederum gestreckte Hand mit gespreizten Fingern (= Wasser). Gewinnt der Herausforderer, zählt er den Würfel zu seinen dazu und darf eine entsprechende Form der Größe 1 bis 5 in seinen Eisberg einzeichnen. Verliert er das Duell, darf das herausgeforderte Kind eine Einer-Form bei sich einzeichnen.

Zwei weitere Regeln gibt es noch: Schneeweiß ist Glücksfarbe und somit Joker. Hat man fünf gleiche Würfel, darf man sich als Pinguinhauptgewinn aussuchen, ob man eine lange Fünfer-Form oder mehrere kleinere im Wert von Fünf einzeichnen möchte. Auch hier darf der schnellste „Eisbergausfüller“ seinem Pinguin die Gewinnerkrone aufzeichnen.

Fazit

Schon die Verpackung macht klar, dass es sich bei Ping, Pang, Pong! nicht um eine „Massenproduktion“ handelt. Der liebevoll gestaltete Karton offenbart beim Öffnen sofort das Lieblings(mit)-Spielelement der Kinder - die Zeichenschablone, die in beiden Spielmöglichkeiten benötigt wird. Die Spielzettel sind durchdacht beidseitig bedruckt und jeweils für zwei Spielpartien gemacht; zwei kleine Bleistifte liegen auch mit in der Schachtel.

Die Spielanleitung ist schön mit Bespielen bestückt und übersichtlich - gerade für das Ping-Pang-Pong-Duell muss man anfangs oft noch einmal nachschlagen.

Geradeaus ist schnell erklärt und verstanden und kann von Kindern schön selbstständig gespielt werden. Beim Spiel in voller Besetzung kann es zu Anfang etwas Gemaule um die eine Schablone geben, denn jeder möchte als Erstes zeichnen. Nicht nur einmal habe ich erlebt, dass im Eifer des Gefechts auch gleich die Krone mit gezeichnet wurde! Während des Spiels ist es aber kein Problem, da die Schablone immer zum aktiven Spieler wandern kann und auch die Malzeit gut zur Würfelzeit passt.

Das Einzeichnen der Formen und des Pinguins mit Hilfe der Schablone machen auch Kinder gerne, die ansonsten nicht so gerne zeichnen, ganz nebenbei wird so die Feinmotorik geschult. Zur besseren Orientierung, von wo nach wo der Weg führt, lächelt ein Fisch in die richtige Richtung, und am Ziel wartet die typische Zielmarkierung. Um eventuelle (Würfel-)Wartezeiten während des Spiels zu überbrücken, wird vorgeschlagen, den Pinguin ausmalen zu lassen; das passiert aber auch von alleine ohne Wartezeit.

Auch ältere Kinder haben gerne mitgespielt, solange sie Auf den Eisberg, fertig, los! noch nicht kannten. Denn sobald sie das zweite Spiel kennen gelernt und verstanden hatten, war Geradeaus meistens abgemeldet. Auf den Eisberg, fertig, los! ist nämlich ein wenig anspruchsvoller und benutzt eine Variante des allseits bekannten Schere-Stein-Papier-Duells - das Ping-Pang-Pong-Duell. Anfangs fällt es etwas schwer, sich die Handzeichen und ihre Wertigkeit (Eis legt sich über Wasser, Stein fällt ins Wasser, Stein durchschlägt Eis) zu merken, aber nach einigen Runden klappt auch das Knobelduell selbstständig. Für Erwachsene eher nicht nachvollziehbar, stellt die Hauptaufgabe, den Eisberg mit Formen zu füllen, für einige Kinder eine kniffelige Aufgabe dar, die aber von Runde zu Runde leichter bewältigt wird.

Wie bei den meisten Würfelspielen spielt auch hier das Glück eine große Rolle; aber die meisten Kinder stört dies nur, wenn es sie verlassen hat und es allzu ungünstig für sie läuft! Da Ping, Pang, Pong! aber auch ein schnelles Spiel ist und auch die Spielblätter jeweils für zwei Spiele gestaltet sind, kann man ganz schnell eine Revanche spielen und vielleicht dann etwas mehr Glück haben.

Insgesamt betrachtet bietet Ping, Pang, Pong! durch die zwei Spielmöglichkeiten langen Spielspaß, und der Wiederspielreiz ist bei den Kindern sehr stark, was zu einem Großteil wahrscheinlich am Reiz der Schablone liegt.

Möchte man neue Spielimpulse bieten, kann man auch noch weitere Eisberge von der Homepage des Verlages herunterladen - dann reduziert sich jedoch das so beliebte Zeichnen mit der Schablone bei der Spielvorbereitung auf den kletternden Pinguin ...

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Ping, Pang, Pong!: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 06.02.14 von Stefanie Marckwardt - nette Spielidee; die Kinder lieben die Schablone

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