Rezension/Kritik - Online seit 21.11.2013. Dieser Artikel wurde 2593 mal aufgerufen.

Pingi Pongo

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Autor: Peter Neugebauer
Illustration: Johann Rüttinger
Verlag: Noris Spiele
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 5 Jahren
Jahr: 2013
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1554
Pingi Pongo

Spielziel

Schnell soll man seine dreiköpfige Pinguinfamilie zum Südpol führen. Beim Hüpfen von Eisscholle zu Eisscholle muss man auf brüchige Schollen achten und kann zum richtigen Zeitpunkt auch die Wasserwegabkürzung benutzen - aber Vorsicht vor dem hungrigen Orca!

Das spannende Würfelwettrennen gewinnt, wer mit allen seinen Pinguinen zuerst den Südpol erreicht.

Ablauf

Im Zickzack verläuft der Weg vom Starteisberg bis zum Ziel, dem großen Südpoleisberg. Während unterwegs die vielen kleinen Eisschollen nur einem Pinguin Platz bieten, dürfen sich auf den drei am Rand gelegenen Eisbergen sowie auf dem Start- und Zieleisberg (Südpol) beliebig viele Pinguine tummeln. Einige der kleinen Eisschollen sind besonders - es gibt brüchige Eisscholllen und welche mit einem kleinen Orca-Symbol.

Reihum wird gewürfelt - die Zahlen 2 bis 5 sowie ein dicker blauer Punkt sind möglich - und entsprechend viele Felder mit einem beliebigen Pinguin weitergezogen. Eisschollen, die von einem Pinguin besetzt sind, werden übersprungen und zählen nicht mit. Wird allerdings ein Pinguin auf einer brüchigen Scholle überholt, "bricht " diese und der Pinguin muss zurück zum letzten Eisberg.

Würfelt man den blauen Punkt, darf man - sofern sich ein Pinguin auf einem Eisberg befindet - die Wasserwegabkürzung zum nächsten Eisberg benutzen, aber nur, wenn nicht der hungrig lauernde Orca auf ihr steht. Dieser gefährliche Geselle zieht kreisend gegen den Uhrzeigersinn über die Wasserwegabkürzungen; immer wenn ein Pinguin auf einer Scholle mit Orca-Symbol landet, bewegt sich der Orca entsprechend der kleinen Pfeile auf dem Spielplan zur nächsten Abkürzung weiter.

Befindet man sich beim Wurf des blauen Punktes nicht auf einem Eisberg oder ist die Abkürzung gerade durch den Orca blockiert, hat man Pech und hüpft lediglich eine Eischolle weiter.

Sobald die Pinguinfamilie am Südpol glücklich (wieder-)vereint ist, hat man gewonnen.

Fazit

Wenn man den Karton öffnet, fallen einem sofort die tollen, großen und haptisch schönen Holzfiguren auf, deren Farben angenehm dezent gestaltet wurden - wer will schon mit einem knallig grünen Pinguin übers Eis ziehen? So manches Kind lässt sich erst einmal zum Rollenspiel verleiten ...

Der Spielplan von Pingi Pongo überzeugt ebenfalls durch seine klare und passende Gestaltung; die Spielregel erklärt wichtige Situationen mit unterstützenden Abbildungen.

In Pingi Pongo sorgt der eigentlich gar nicht so gefährlich aussehende Orca für den kleinen Nervenkitzel, denn wie es nun einmal häufig der Fall ist, steht er immer zur falschen Zeit am falschen Ort. Noch spannender ist allerdings die Benutzung bzw. Vermeidung der brüchigen Schollen: Wage ich es, eine brüchige Scholle zu benutzen? Laufe ich "cool" auf eine rauf, da ja nur eigene Pinguine hinter mir stehen? Oder habe ich vielleicht gerade keine Wahl und muss auf eine brüchige Eisscholle hüpfen? Für einige Kinder ist gerade die folgende Spannung, ob sie - bis sie wieder an der Reihe sind - auf der brüchigen Scholle verbleiben, unglaublich groß! Man fiebert mit seiner Pinguinfamilie mit und versucht alles, um sie möglichst flott zum Südpol zu bringen.

Wenn Kinder zum wiederholten Male Pingi Pongo spielen, werden oft kleine taktische Entscheidungen genutzt: Nach Möglichkeit immer einen Pinguin auf einem Eisberg platzieren, um eine Abkürzung nutzen zu können (der alternative "Einserschritt" ist doch etwas deprimierend) / um schneller voran zu kommen, möglichst viele Pinguine überspringen / auf eine Scholle mit Orca-Symbol hüpfen, um einem Familienmitglied die mögliche Abkürzung frei zu machen / auch mal einen unerwarteten Spielzug tätigen, um jemanden von einer brüchigen Scholle zu werfen - Schadenfreude ist da nicht ausgeschlossen!

Aber auch ohne diese Raffinessen zu (er)kennen, werden Kinder von Pingi Pongo in den Bann gezogen und nicht selten werden Wiederholungspartien gefordert.

Je nach Spieleranzahl wird es unterschiedlich voll auf dem Spielplan; die Spieldauer ist jedoch sehr ähnlich, da man in voller Besetzung zwar häufiger runterschubsen kann, aber auch sehr oft durch Überspringen schneller vorankommt. Durch den Glücksfaktor Würfel können sich Kinder auch gegenüber Erwachsenen behaupten und so eine Partie für sich entscheiden.

In einigen Spielerunden fühlten sich die Kinder von der Spieleschachtel nicht besonders angezogen, andere Spiele erschienen ihnen auf den ersten Blick interessanter. Das war ein bisschen schade, denn in der Schachtel von Pingi Pongo verbirgt sich ein schönes und spannendes Würfelwettrennspiel, und wer es trotzdem spielte, wurde nicht enttäuscht!

Rezension Stefanie Marckwardt

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Pingi Pongo: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 25.09.13 von Stefanie Marckwardt - thematisch schönes Würfelwettrennspiel

Leserbewertungen

Leserwertung Pingi Pongo: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 24.11.13 von Udo Möller - Macht den Kindern Spaß udn ist sehr schön gemacht, eine echte Empfehlung.

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