Rezension/Kritik - Online seit 05.01.2009. Dieser Artikel wurde 3372 mal aufgerufen.

Planet der Sinne - Fühlen

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Autor: HABA Spieleredaktion
Illustration: Dorothea Cüppers
Verlag: HABA - Habermaaß GmbH
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 20 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 1973
Planet der Sinne - Fühlen

Spielziel

Das große Haba-Spiel Planet der Sinne wurde nun in kleine Einzelspiele zerlegt und man kann sich jetzt gezielt für ein Spiel entscheiden, das den Sinn des Hörens, Sehens oder Fühlens anspricht.

Ablauf

Ein kreisförmiger Spielplan, auf dem die Figur Susi Samtpfote mithilfe eines Würfels bewegt wird, gibt den Spielern immer vor, welche der folgenden Aktionen sie ausführen müssen:

· Der Spieler muss die Augenbinde aufsetzen und versuchen, ein vierteiliges Puzzle blind schneller zusammenzusetzen als seine Mitspieler es schaffen, fünfmal ein bestimmtes Symbol zu würfeln.

· Die Fühlkarten werden verdeckt auf dem Tisch ausgelegt. Alle Spieler versuchen gleichzeitig, durch leichtes Anheben der Karten und Befühlen der jeweiligen Unterseiten als Erster zwei gleiche Karten zu finden.

· Ein Poster wird vor den aktiven Spieler gelegt. Ein Mitspieler sucht sich ein beliebiges Motiv des Posters aus und zeichnet dieses mit dem Finger auf dem Rücken des ratenden Spielers nach. Der Spieler am Zug muss versuchen, das gezeichnete Motiv zu erkennen.

· Eines der beiden vierteiligen Puzzles wird vor dem aktiven Spieler, der die Augenbinde trägt, bis auf ein Teil zusammengebaut. Vom zweiten (identischen) Puzzle werden die Teile vor den Spieler gelegt. Dieser muss nun durch Fühlen herausfinden, welches Teil bei dem zusammengebauten Puzzle fehlt.

· Vor den Spieler mit der Augenbinde werden fünf Fühlkarten gelegt. Eine weitere wird ihm in die Hand gegeben. Der Spieler muss nun erfühlen, ob die Handkarte mit einer der fünf ausliegenden Karten übereinstimmt.

Hat man eine Aufgabe richtig gelöst, darf man als Belohnung blind ein Holztier aus dem Säckchen ziehen. Von den Tieren gibt es fünf verschiedene – wer zuerst alle fünf Tiere sammeln konnte, hat gewonnen.

Fazit

Die relativ kleine, aber schwere Schachtel enthält eine Fülle an schönem und stabilem Spielmaterial, mit dem die Kinder meistens gleich beim Auspacken frei und ohne Regeln zu spielen beginnen. Gerade bei den Fühlkarten bedarf es in der Regel keiner Erklärung - die Kinder wissen sofort, was hier zu machen ist.

Obwohl die Spielregeln auf den ersten Blick nicht ganz kurz aussehen, so sind sie doch rasch gelesen und verstanden und genauso flott erklärt. Normalerweise erfassen die Kinder sie auch sehr schnell und es bedarf meistens keiner weiteren Hilfestellungen. Außerdem liegt dem Spiel noch die Broschüre „Unsere Sinne“ bei, die weitere Tipps zur Förderung der Wahrnehmung gibt.

Das gesamte Spiel fördert tatsächlich nur die Wahrnehmung des Fühlens. Dies geschieht aber auf eine derart abwechslungsreiche Art, dass die ständige Inanspruchnahme ein und desselben Wahrnehmungssinnes im Spielverlauf keineswegs langweilig wird. Mal setzt man die Augenbinde auf, mal nicht, mal dürfen alle mitmachen, ein andermal sind nur zwei Personen ins Geschehen eingebunden. Am meisten Spaß bereitet den Kindern eigentlich das Malen auf dem Rücken eines Mitspielers. Seit wir dieses Spiel haben, erwische ich unsere Kinder immer wieder dabei, dass sie dieses Rückenzeichnen praktizieren, auch wenn sie gerade keine Partie Planet der Sinne – Fühlen spielen.

Bei vier Spielern dauert das Spiel relativ lange – für 4-Jährige meistens zu lange. Hier empfiehlt sich eine Verkürzung, indem man einfach das Spielziel auf drei oder vier unterschiedliche Tiere abändert. Dann sind auch die Kleinsten mit Feuereifer dabei.

Beim Fühlkarten-Memo muss man jüngere Kinder immer wieder daran erinnern, dass sie die Karten nicht umdrehen dürfen, sondern nur ein wenig anheben und dann deren Unterseiten befühlen dürfen. Das klappt meistens in den ersten Partien weniger gut, nach einigen Übungsspielen haben es dann aber auch die Kleinsten gut verstanden.

Meine Tochter hat das Spiel für sich auch als Solospiel entdeckt. Sie legt alle Fühlkarten verdeckt aus und setzt sich die Augenmaske auf. Dann legt sie alle Karten, von denen sie meint, dass sie zusammen gehören, als 2er-Stapel neben die anderen Karten. Am Ende überprüft sie dann einfach selbst, ob sie überall Recht hatte.

Planet der Sinne – Fühlen ist anfangs für Erwachsene meist genauso schwierig wie für Kinder. Teilweise sogar schwieriger, denn gerade für die jüngeren Kinder liegt die Zeit des Erforschens mit allen Sinnen noch nicht so weit zurück. Somit bietet dieses Spiel kurzweilige Unterhaltung für die ganze Familie, bei der man nach einigen Spielen merkt, dass man seinen im Alltag etwas vernachlässigten Fühlsinn mit einiger Übung wieder ganz schön auf Vordermann bringen kann!

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Planet der Sinne - Fühlen: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 16.12.08 von Sandra Lemberger

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