Rezension/Kritik - Online seit 12.07.2014. Dieser Artikel wurde 2073 mal aufgerufen.

Schmatzspatz

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Autor: Edith Grein-Böttcher
Illustration: Lena Hesse
Verlag: Zoch Verlag
Rezension: Stefanie Marckwardt
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 - 20 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2013
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
5,0 5,0 Leser
Ranking: Platz 1634
Schmatzspatz

Spielziel

Schmatzspatz lässt die Vogelküken los, denn die wollen gefüttert werden. Gemeinsam müssen die Würmer richtig verteilt werden, damit alle Küken satt und zufrieden sind. Schafft ihr es gemeinsam alle Vogelbabys zu sättigen, bevor der Wurmvorrat ausgeht?

Ablauf

Nachdem vor der ersten Partie ein bisschen Klebearbeit geleistet werden musste, kann Schmatzspatz jetzt schnell zusammengebaut werden, indem die Vogeleltern auf der Nestscheibe landen. Noch den Vorrat an Schnäbeln und Würmern sowie den Würfel zurecht gelegt und schon kann die Fütterungsrunde starten. Nachdem ein Elternvogel ausgewählt und für ihn gewürfelt wurde, wird die Nestscheibe solange gedreht, bis vor dem gewählten Vogel der gewürfelte Ort liegt.

Dann darf man ein Küken in der Farbe des Elterntiers füttern. Dazu nimmt der große Vogel einen Wurm in den Schnabel und versucht ihn dann in einen Kükenschnabel zu stecken. Klappt das, indem der Wurm verschluckt wird, darf dem Küken der Schnabel mit einem Plättchen geschlossen werden. Lässt sich der Wurm nicht versenken, ist der Wurm verloren und das Küken noch immer hungrig. Weiter geht es und der nächste Spieler darf einen Fütterungsversuch starten.

Sobald alle Schnäbelchen satt und zufrieden geschlossen sind, wurde Schmatzspatz erfolgreich beendet. Ist aber vorher der Wurmvorrat weg, ist das Spiel leider verloren.

Fazit

Schon beim Öffnen der Schachtel ist die Begeisterung groß - besonders über die schönen großen Holzvögelchen, die zu piepsen scheinen: "Nimm mich in die Hand!" Und gerade das tun die Kleinen ausgiebig, bevor sie "richtig" losspielen, denn es macht schon Spaß, ein bisschen ohne Regeln "herumzuflattern".

Nun aber zum eigentlichen Spiel: Nachdem der minimale Aufbau bewältigt ist, dreht sich die Scheibe reibungslos. Die Auswahl eines Vogel ist manchmal beinahe an seiner Farbe gescheitert, da einige Vierjährige noch nicht so fit sind und gerade mal der blaue Vogel zu den "Standardfarben" gehört. Auch liegt die Farbe des hellsten Vogels irgendwo zwischen gelb und orange; aber das stellt zum Glück kein wirkliches Problem dar, denn man kann seinen Wunschvogel ja auch einfach zeigen oder in die Hand nehmen. Dass das Vögelchen zum gewürfelten Ort fliegt, um dann sein Junges zu füttern, leuchtet den Kindern ein und wird meist gemeistert; auch die Drehung dorthin klappt. Danach kommt der Lieblingsteil des Spieles - endlich den Vogel in die Hand nehmen, den z. B. fröhlich grinsenden oder aber auch erschrocken blinzelnden Wurm (Ja, jeder Wurm ist hier ein niedliches Individuum!) in den Schnabel stecken und zum Vogelbaby fliegen, um es im besten Fall glücklich und satt zu füttern und den Schnabel zu schließen. Laut Anleitung darf man auch seine bloßen Finger für den Fütterungsakt nehmen - das werde ich wahrscheinlich aber nie erleben, zu schön sind die Vögelchen!

Die Tatsache, ob ein Vogel hungrig ist oder nicht, wird geschickt durch eine schwarze Schablone, die sich nicht mitdreht und unter der Nestscheibe liegt, gesteuert. Kinder mit dem Alter der Zielgruppe, also Vierjährige, sind meist so ins Spiel vertieft, dass ihnen diese Regelmäßigkeiten selten auffallen. Ältere Kinder jedoch, die ebenfalls schnell für eine Partie zu begeistern waren, nutzen oft diesen Memoryeffekt und merken sich gut, wo ein aktuell hungriger Vogel im Nest kauert. Da gemeinsam gespielt wird, ist es ausdrücklich erlaubt, sich darüber zu beraten und auszutauschen, welches Küken aktuell der beste Fütterungskandidat ist.

Lässt sich der Wurm nicht verfüttern, soll er vor dem aktiven Spieler abgelegt werden; für die jüngsten Mitspieler ist dieser Platz etwas ungünstig gewählt, da sie beim Verfüttern häufig automatisch darauf zurückgreifen wollen - Abhilfe kann der Deckel leisten, indem dort alle verlorenden Würmer gesammelt werden.

Insgesamt ist Schmatzspatz ein liebevoll gestaltes Spiel, das gerade für die Kleinsten sehr spannend ist, denn es wird meist nur ganz knapp gewonnen und die ganze Zeit gemeinsam mitgefiebert. Und wie es oft bei kooperativen Spielen der Fall ist - gemeinsam lässt sich das Verlieren leichter ertragen (und auch lernen!) und ganz oft will man es gleich noch einmal probieren, um es doch zu schaffen...

Rezension Stefanie Marckwardt

Regelvarianten

Wer zuerst gefüttert hat, gewinnt!

Nun muss jeder für sich alleine die Küken füttern und seinen eigenen Wurmvorrat aufbrauchen. Bei einem missglückten Fütterungsversuch bleibt der Wurm im eigenen Vorrat. Sobald in dieser Variante das letzte Küken einer Farbe gesättigt wird, werden die beiden anderen schon wieder hungrig und man entfernt ihre Schnäbel.

Sobald ein Mitspieler seinen 5. Wurm verfüttert hat, ist er der Gewinner.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Schmatzspatz: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 09.06.14 von Stefanie Marckwardt - Liebevoll gestaltes Kooperationsspiel für Kleine

Leserbewertungen

Leserwertung Schmatzspatz: 5,0 5.0, 1 Bewertung(en)

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Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 14.07.14 von Udo Möller - Die Rezension bringt es genau auf den Punkt: ein schönes Spiel für die ganz Kleinen, bei dem auch die etwas Größeren gerne mitmachen.

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