Rezension/Kritik - Online seit 19.06.2009. Dieser Artikel wurde 4265 mal aufgerufen.

Tuut, tuut, hier kommt Thomas

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Autor: keine Angabe
Verlag: Schmidt Spiele
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2008
Bewertung: 4,0 4,0 H@LL9000
Ranking: Platz 3036
Tuut, tuut, hier kommt Thomas

Kompakt - Kritik

Sieht man das Spiel zum ersten Mal, denkt man, man hätte eine Art Duplo- oder Playmobil-Eisenbahn vor sich stehen. Nun ja, eine nicht nur rein äußere, sondern auch eine Ähnlichkeit mit den Spielmöglichkeiten einer solchen Eisenbahn wären bestimmt sehr wünschenswert gewesen. So, wie sich das Spiel jedoch präsentiert, lässt es sich eigentlich weder in diese Kategorie noch in die Kategorie „Brettspiele“ so recht einordnen.

Ein Spielbrett in dem Sinn gibt es zwar bei vielen anderen Brettspielen, die trotzdem in diese Sparte gesteckt werden, auch nicht mehr. Jedoch rechtfertigt das Spielgeschehen als solches diese Zuordnung. Bei Tuut, tuut, hier kommt Thomas ist das jedoch nicht unbedingt der Fall. Es ist vielmehr ein elektronisches Geschicklichkeitsspiel, das Kinder (und auch so manchen Erwachsenen) trotzdem eine Weile zu fesseln vermag.

Das Spiel ist schnell aufgebaut. Hat man es aus der Schachtel geholt, müssen nur schnell die vier Beladungstürme auf die Spielbasis gesteckt und die Kugeln verteilt werden, und schon kann es losgehen. Ein Drücken auf die Lokomotive genügt, um diese in Fahrt zu bringen, damit sie eine Runde nach der anderen fährt. An der Lokomotive hängen vier verschiedenfarbige Waggons, deren Abdeckklappen genau dann aufgehen, wenn sie am gleichfarbigen Beladungsturm vorbeifahren.

Die Spieler sitzen mit ihren Kugeln hinter einem Beladungsturm und versuchen, ihre Kugeln eine nach der anderen so in den Turm zu werfen, dass sie in den geöffneten Anhänger kullern, bevor sich dessen Deckel wieder schließt. Eine Aufgabe, die gerade für Einsteiger nicht sehr einfach ist.

Kugeln, die nicht im Anhänger landen (und das sind gerade zu Beginn sehr viele), rollen meistens zwischen die Schienen, von denen ein Tunnel zu einer höhlenartigen Öffnung unter dem jeweiligen Beladungsturm führt. Leider klappt das nicht immer, denn manchmal rollen die Kugeln entweder in den Tunnel eines Mitspielers oder sie fallen ganz daneben und kullern dann vom Tisch. Deshalb empfiehlt sich das Spielen auf dem Boden, was gerade jüngeren Kindern ohnehin mehr Spaß bereitet.

Hat ein Spieler alle Kugeln in seinem Anhänger untergebracht, legt er seinen Weichenhebel auf die rote Seite. Daraufhin dudelt die Lokomotive ein lustiges Lied vor sich hin und die Anhängerklappen öffnen sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr, so dass kein Mitspieler auf den letzten Drücker noch auf die Siegerschiene aufspringen kann.

Das Spiel begeistert anfangs alle, die es ausprobieren, wobei Jungs grundsätzlich noch faszinierter davon sind als Mädchen. Bei Erwachsenen oder älteren Kindern (ab etwa 6 Jahren) dauert es allerdings nicht allzu lange, bis sie den Dreh mit dem richtigen Zeitpunkt betreffend Kugeleinwerfen raus haben. Sobald es jemand schafft, seine Kugel bei jedem Vorbeifahren seines Anhängers auch tatsächlich in diesen zu befördern, verliert das Spiel sehr schnell seinen Reiz.

Bei 4- bis 5-Jährigen hält dieser etwas länger an, denn auch wenn die Trefferquote nach einigen Spielen besser wird, so gehen immer noch ab und zu einige Kugeln daneben, so dass der Anreiz bleibt, die Eisenbahn noch eine weitere Runde drehen zu lassen. Ob diese relativ kurze Zeit, die das Spiel zu begeistern mag, einen doch recht stolzen Preis von 25 Euro rechtfertigt, muss wohl jeder selbst entscheiden. Vielleicht hilft bei der Kaufentscheidung auch der Umstand, ob ein Kind für die bekannte Titelfigur Thomas schwärmt oder nicht. Schade nur, dass sich die Eisenbahn nicht per Hand über die Schienen schieben lässt. Dies hätte den Einsatz fürs freie Spiel der Kinder ermöglicht und eine weitere Spielmöglichkeit beziehungsweise einen zusätzlichen Anreiz zum Kauf geboten.

Rezension Sandra Lemberger

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Tuut, tuut, hier kommt Thomas: 4,0 4,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 01.08.08 von Sandra Lemberger

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