Rezension/Kritik - Online seit 23.03.2012. Dieser Artikel wurde 2735 mal aufgerufen.

Was klotzt Du?

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Autor: Inka Brand
Markus Brand
Illustration: Michael Menzel
Volker Maas
Verlag: HUCH!
Rezension: Andreas Hirz
Spieler: 3 - 12
Dauer: 30 - 45 Minuten
Alter: ab 8 Jahren
Jahr: 2011
Bewertung: 4,3 4,3 H@LL9000
Ranking: Platz 2729
Was klotzt Du?

Spielziel

Statt Schwerter zu Pflugscharen werden hier Bauklötze zu Wolkenkratzern; um allein durch das Benutzen von Bauklötzen in diversen Formen Begriffe zu erklären. Um bei dem Wolkenkratzer-Beispiel zu bleiben: hier zur Erklärung des Begriffs "King Kong".

Ablauf

Gelegentlich staune ich Bauklötze, bei Was klotzt du rate ich welche. Auf Karten sind jeweils zwei Begriffe vorgegeben – ein einfacher, ein schwieriger. Zu Beginn des Spiels einigt man sich gemeinsam auf die Kategorie der Begriffe. Nun geht es los: Die Sanduhr wird umgedreht, der Erklärer sieht sich die oberste Karte an und erklärt den dort aufgeführten Begriff, jedoch ohne Worte, Geräusche oder ähnliche Hilfsmittel! Allein die Bauklötze dürfen verwendet werden. Dass man die Klötze beim Erklären durchaus bewegen darf, ist dabei sehr hilfreich. Noch hilfreicher sind jedoch die diversen Formen der Klötze: ein Stab, Ringe, Mann, Frau, Kind, Quader, Schwein ...

Sobald ein Ratespieler den richtigen Begriff nennt, erhält er als Belohnung die Karte, der Erklärer nimmt sich die nächste Karte vom Stapel und erklärt den neuen Begriff. Das Prozedere wird fortgesetzt, bis die Sanduhr abgelaufen ist. Nach einer Wertung der erratenen Begriffe geht es im Uhrzeigersinn weiter, bis jeder Spieler dreimal auf diese Weise erklärt hat.

Zum Erklären stehen übrigens zwei Sorten von Bauklötzen zur Verfügung: farbige und braune Bausteine. Die farbigen Klötze, die man als Erklärer einsetzt, dürfen in dieser Runde nicht mehr verwendet werden, im Gegensatz zu den braunen Klötzen, die weiter mitspielen. Somit schränken benutzte Farbklötze den Erklärer in seinen Darstellungsmöglichkeiten ein. Auf der anderen Seite erhöhen sie jedoch die Wertung, denn am Ende der Sanduhr-Phase werden die farbigen Bausteine als Multiplikator verwendet: Hat der Erklärer mehr farbige Bausteine verwendet, erhalten er und alle erfolgreichen Rater mehr Punkte pro erratener Karte.

Es ist zudem auch ein Teamspiel möglich: Dabei ist dann jeder Teamspieler zweimal der Erklärer.

Fazit

Die erste Runde als Erklärer ist trotz der Bauklotz-Vielfalt die schwierigste, denn man muss sich erst einmal an diese Form des Erklärens gewöhnen. Sowohl Erklärer als auch Ratespieler haben jedoch nach einer Runde meist eher eine Vorstellung davon, dass das Schwein zum Beispiel generell für ein Tier stehen kann und bei der Erklärung von "Rocky" zum Beispiel eher eine Schweinehälfte, auf welche eingedroschen wird, darstellen könnte.

Die Ratebegriffe sind übrigens wie das richtige Leben - es gibt leichte und schwere: Romeo und Julia, Der mit dem Wolf tanzt, Tisch, Fußballstadion, Psychologe ... Es ist definitiv auch nicht hilfreich, wenn ich die farbigen Klötze (Mann, Frau, Kind), welche Menschen darstellen, alle schon benutzt habe und nun eine "Hebamme" erklärt werden soll oder etwa ein "Psychologe" - schwierig! Sollten sich übrigens die Rater allzu schwer tun, kann ihnen der Erklärer einen Tipp geben, indem er einen Klotz auf dem Wertungsrad auf eine von sechs Kategorien legt (Beispiel: Film und Theater, Verkehr und Technik, Sport ...) und damit den Ratern ein wenig auf die Sprünge hilft. In der Abrechnung reduziert dieser Tipp aber die Punkte des Erklärers.

Damit bin ich dann auch bei meinem Hauptkritikpunkt: Dieses Wertungs-Zahnrad stellt eine Zahlenskala dar, die außen mit den farbigen Spielersteinen den Spielstand wiedergibt. Leider kam es häufiger vor, dass im Eifer des Gefechts dieses Pappzubehör, das flach auf dem Tisch liegt, förmlich hinweggefegt wurde. Da es ja auch die Kategorien enthält, kann man es auch nicht einfach zur Seite schieben, sondern sollte sinnigerweise schon zentral platziert werden. Ach, und generell stören mich hier noch – die Hände der Erklärer ;-) Eine einfache Idee - aber sehr spaßig und bei fast allen Runden gut angekommen! Das Spiel dauerte in unseren Runden übrigens nicht länger als 30 Minuten.

Häufig kommt es vor, dass der Erklärbär doch das ein oder andere Geräusch verwendet, was eigentlich nicht gestattet ist. Was jedoch schwerer wiegt, ist das Aussortieren der verwendeten Farbklötze, die dem Erklärer anschließend nicht mehr zur Verfügung stehen: Regelmäßig musste hier noch vor Ablauf der Sanduhr wieder etwas Ordnung in die Klötze gebracht werden, was den Spielablauf leider etwas behindert.

Trotzdem ist bei Was klotzt du generationsübergreifend viel gelacht worden – großes Plus! Nicht selten waren es übrigens gerade die Mitspieler, die sich zu Beginn als Pauschalnörgler präsentierten ("Klötze? Sind wir jetzt hier im Kindergarten, oder was?"), welche die meisten Punkte ergatterten.

Rezension Andreas Hirz

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