Rezension/Kritik - Online seit 10.09.2006. Dieser Artikel wurde 36155 mal aufgerufen.

Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

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Autor: Kai Haferkamp
Illustration: Bluguy Grafikdesign
Verlag: KOSMOS
Rezension: Sandra Lemberger
Spieler: 2 - 4
Dauer: 15 Minuten
Alter: ab 4 Jahren
Jahr: 2006
Bewertung: 5,0 5,0 H@LL9000
Ranking: Platz 2106
Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?

Spielziel

"Rate mal, wie lieb ich dich hab!", sagte der kleine Hase. "Oh", sagte der große Hase, "ich glaube nicht, dass ich das raten kann." Die Kinder schlüpfen in die Rollen des kleinen und großen Hasen und versuchen, die Größe ihrer Liebe zum jeweils anderen durch unterschiedliche Längen darzustellen.

Ablauf

In die Tischmitte werden 8 Karten gelegt, die jeweils zwei Ausstanzungen in Form von Herzen zeigen. Diese Öffnungen sind auf jeder Karte unterschiedlich in ihrer Länge. Zu jeder Karte gibt es eine passende Schnur, die an ihrem Ende jeweils zwei Herzen aus Holz hat. Legt man die Herzen in die Öffnungen einer Karte, muss die Schnur dazwischen gespannt sein, dann weiß man, dass die Schnur zur jeweiligen Karte passt. Die 8 Schnüre werden als Haufen auf den Tisch gelegt.

Wer als "kleiner Hase" an der Reihe ist, zieht eine der Schnüre, klemmt sie geheim zwischen die Arme der großen Hasenfigur und zieht den beweglichen Arm so weit nach hinten, dass die Schnur gespannt ist. In dieser Zeit müssen die Mitspieler die Augen schließen. Ist der kleine Hase fertig, stellt er die Figur für alle gut sichtbar auf den Tisch und sagt: Rate mal, wie lieb ich dich hab!“. Die Mitspieler dürfen jetzt die Augen öffnen, abschätzen, zu welcher ausliegenden Karte die Schnur passen könnte und diese Karte schnell an sich nehmen. Nun dürfen alle probieren, ob die Schnur in ihre Karte passt. Wer Recht hatte, erhält als Belohnung einen Herz-Chip. Hat keiner die richtige Karte ausgewählt, darf sich der „kleine Hase“ über einen Chip freuen.

Im Uhrzeigersinn dürfen nun auch die anderen Kinder den kleinen Hasen darstellen. Das Spiel endet, wenn ein Spieler 3 Chips sammeln konnte.

Fazit

Die Grafik für dieses Spiel wurde dem gleichnamigen Buch entnommen – einfach süß, wenn man diese Hasen mit ihren langen Ohren sieht! Das Spielmaterial ist jedoch nicht nur schön anzusehen, sondern macht auch einen stabilen Eindruck. Die Spielregel ist sehr ausführlich und lässt keine Fragen offen. Soweit alles positiv – zu kritisieren gibt’s (wie so oft) nur den Verpackungskarton – wenn er nur halb so hoch ausgefallen wäre, hätte es platzmäßig auch noch gereicht!

Beim Lesen der Regeln dachte ich: „Na ja, sieht ja ganz niedlich aus und klingt auch ganz nett, ist aber bestimmt relativ langweilig“. Ist es für Erwachsene auch nach einigen wenigen Durchgängen, denn eigentlich braucht man nur darauf zu achten, wie weit der große Hase seinen beweglichen Arm nach hinten streckt, um genau zu wissen, wie lange die Schnur ist und zu welcher Karte sie demzufolge passt.

Das Spiel ist jedoch für Kinder ab 4 Jahren konzipiert und in meinen häufigen Testspielen (es waren immer Kinder zwischen 3 und 6 Jahren dabei) realisierte es keiner, dass es einfacher ist, das Augenmerk auf den Arm und nicht auf die Länge der Schnur zu richten.

Eigentlich bietet dieses Spiel viel was Kindern Spaß macht, und auch der Lerneffekt bleibt nicht aus. Das Schätzen der Schnurlänge ist nicht einfach, zumal zur nächsten Länge immer nur etwa ein Zentimeter Unterschied liegt. Auch das Einklemmen der Schnur in die beiden Arme des großen Hasen erfordert einiges an Geschick. Was uns Erwachsenen sehr banal und einfach erscheint, fördert die Feinmotorik der Kinder doch sehr. Und auch das Einlegen der Herzen in die Kartonöffnungen ist schwieriger als man annehmen würde. Sogar die 6-Jährigen brauchen eine Weile, bis sie wissen, wie man die Herzen richtig drehen muss, damit die Schnur auch richtig verläuft. Alles in allem also keine einfache Sache!

Verkürzt man das Spielziel auf zwei Chips, kann man das Spiel durchaus auch mit mehreren Kindern spielen. Da ja immer alle Mitspieler in jeder Runde aktiv werden, wird es auch für keinen langweilig. Ich hatte in meinen Testrunden auch öfter jüngere Kinder (3-Jährige) dabei. Sie hatten ebenfalls ihren Spaß an dem Spiel, denn auch wenn sie so gut wie niemals die richtige Karte erwischen konnten, so durften sie wenigstens einmal der kleine Hase sein und kamen sich dann sehr wichtig vor. Natürlich musste man den Kleinen beim Einlegen der Schnur zur Hand gehen, denn das schafften sie alleine noch nicht.

Insgesamt also wieder ein sehr gelungenes Kinderspiel von Kai Haferkamp, das ab einem Alter von etwa 6 Jahren zwar bei Mädchen noch gut ankommt, von Jungs aber meistens schon als kindisch eingestuft wird. Wer das Auge seiner Kinder ein wenig für Längen und Distanzen sensibilisieren möchte, wird von diesem Spiel nicht enttäuscht sein.

Rezension Sandra Lemberger

Regelvarianten

Variante 1:

Es gibt eine besondere Karte, auf deren Rückseite „Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?“ steht. Wählt man diese Karte und passt die Schnur auch, so kann man einen zusätzlichen Chip erhalten, wenn man beschreibt, wie lieb man den kleinen Hasen hat. Dabei muss man sich etwas Neues einfallen lassen, also etwas, das auf keiner Karte steht und zuvor von keinem Mitspieler gesagt wurde.

Variante 2:

Zieht man die besondere Karte und stimmt die Schnurlänge, so erhält man nur dann einen Chip, wenn man sich einen neuen Spruch einfallen lässt.

Variante 3:

Die Rückseite der Kartons ist mit Sprüchen zu den jeweiligen Bildern bedruckt. Um einen Chip zu erhalten, muss man nicht nur die richtige Karte an sich nehmen, sondern auch noch wissen, wie der passende Spruch auf der Rückseite lautet.

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H@LL9000-Bewertungen

H@LL9000 Wertung Weißt du eigentlich, wie lieb ich dich hab?: 5,0 5,0, 1 Bewertung(en)

Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz Kommentar
Aufmachung Spielbarkeit Interaktion Einfluss Spielreiz 21.05.06 von Sandra Lemberger - Note aus Kindersicht - für Erwachsene eher langweilig.

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